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Die Bestände der Gold-ETFs erreichen neue Rekorde

26.09.2020  |  Prof. Dr. Thorsten Polleit
Gold-ETFs und -ETCs erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Man sollte jedoch nicht verkennen, dass sie mitunter ein ganz anderes Risikoprofil aufweisen als physisches Gold.

Wie die Daten des World Gold Council zeigen, erreichten die Goldbestände der Exchange Trade Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs) jüngst neue Rekorde. Ende August 2020 beliefen sie sich weltweit auf 3.844 Tonnen. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 39 Tonnen - allerdings war das der geringste Anstieg in den letzten neun Monaten.

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Quelle: WGC, Refinitiv; Graphik Degussa.


Seit Jahresanfang haben die ETF-Goldbestände weltweit um 957,5 Tonnen zugenommen. Die regionale Aufteilung war dabei wie folgt: Nordamerika +622,1 Tonnen, Europa 278,6 Tonnen, Asien 36 Tonnen und andere Regionen 20,7 Tonnen. In Europa wurde ein Netto-Abfluss von 11 Tonnen beobachtet - vermutlich handelte es sich dabei vor allem um Abflüsse auf deutschen Gold-ETCs. (Wir hatten darüber berichtet: Es gab Pläne des deutschen Finanzministeriums, die Kursgewinne dieser Finanzprodukte der Besteuerung zu unterwerfen. Mittlerweile sind sie jedoch zurückgenommen worden.)

Wir denken: Das Umfeld bleibt günstig für die Goldpreisentwicklung, und daher ist auch mit einer weiter wachsenden Nachfrage nach Gold-ETFs und -ETCs zu rechnen. Gerade für institutionelle Investoren sind diese Finanzprodukte eine Möglichkeit, sich im Edelmetallmarkt zu positionieren. Auch viele private Anleger machen von ihr Gebrauch. Allerdings sollten Anleger sich bewusst sein, dass Gold-ETFs und -ETCs mitunter ein ganz anderes Risikoprofil aufweisen als dasHalten von physischem Gold. (1) Kurz (und etwas vereinfachend) gesagt: Nur wer physisches Gold in Form von Barren und Münzen hält, der besitzt echtes Gold.


© Prof. Dr. Thorsten Polleit
Auszug aus dem Marktreport der Degussa Goldhandel GmbH


(1) Siehe hierzu Degussa Marktreport, Es gibt gute Gründe, auf physisches Gold und nicht auf Gold-ETFs zu setzen, 13. Februar 2020.


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