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Gold mit Monatsschlusskurs unter 1.900 USD! Ist die Blase geplatzt?

01.10.2020  |  Robert Schröder
Der Monat September lief aus der Sicht von Gold-Liebhabern eher enttäuschend. Der Goldpreis hat die Anfang August begonnene Konsolidierung zwischenzeitlich auf bereits erreichte 1.849 USD ausgedehnt. Den geschwächten Bullen gelang im vergangenen Monat nicht die Rückeroberung der 1.900 USD. Allerdings ging es in den letzten vier Wochen mit gut 4 Prozent so stark abwärts wie zuletzt im November 2016. Müssen sich Gold-Anleger in diesem Zusammenhang jetzt Sorgen machen? Ist die Gold-Blase gar geplatzt?

Der langfristige Monats-Chart ist derzeit alles andere als eindeutig. Nach einem schwungvollen Ausbruch über das letzte Allzeithoch aus dem Jahre 2011 war nach Erreichen der 2.075 USD schnell die Luft aus der Aufwärtsbewegung entwichen. Der Monatsschlusskurs lag gestern nun wieder unterhalb von 1.900 USD und damit auch unter dem Hoch von vor neun Jahren. Mit dieser Entwicklung steht der mögliche Ausbruch auf wackligen Füßen. Von einem Fehlausbruch zu sprechen wäre allerdings auch noch zu früh.

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Charttechnisch klarer ist hingegen schon der Tages-Chart. Nach der letzten Analyse vom 31. August "Objektiv betrachtet ist Gold ..." stand ein Ausbruch in Trendrichtung gen Norden zur konkreten Debatte. Kurz darauf gab es zwar einen Ausbruch. Dieser entlud sich jedoch aus dem skizzierten Dreieck nach unten auf die eingangs genannten 1.849 USD. Auf den ersten Blick eine enttäuschende Entwicklung galt doch das zusammenlaufende Dreieck im Zusammenspiel mit dem Trendkanal als ein sicherer Indikator für direkt steigende Kurse.

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Auf den zweiten Blick ist der Absacker knapp unter das August-Tief kein Beinbruch. Seit dem Jahreshoch, das mit der Welle 3 einhergeht, sind zwei ähnlich lange Abwärtsbewegungen zu erkennen, die von einem Dreieck voneinander getrennt sind. In der Summe besteht hier als die Chance auf eine klassische ABC-Korrektur im Kontext der Korrekturwelle 4.

Interessant ist auch, wo die Welle 4 aufgesetzt hat und wo Gold wieder nach oben gesprungen ist. Achten Sie auf die grüne Unterstützungslinie, die im September 2019 beginnt und mehrere wichtige charttechnische Punkte tangiert. Genau an dieser Linie ist der Goldpreis am 28. September wieder nach oben gedreht.

Aus diesem Pullback könnte sich jetzt die skizzierte Welle 5 entwickeln. Die schon genannten Ziele von ca. 2.100 bis 2.200 USD sind weiterhin möglich. Neue Tiefs unterhalb von 1.849 USD sollte es dafür jetzt allerdings nicht mehr geben.

Noch ist bei Gold also nichts "angebrannte" und auch ein Platzen der Blase bzw. gar eine negative Trendwende lässt sich aus den bisher gesehenen Chartmuster nicht ableiten. Dennoch muss Gold jetzt so langsam wieder "in die Puschen kommen" und charttechnische und vor allem impulsive Akzente setzen, um das bullische Setup aufrechterhalten zu können.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com


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