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Bleiben Sie zuversichtlich!

10.10.2020  |  Frank Holmes
In den vergangenen Monaten habe ich mir die Serie "Resurrection: Ertugrul" auf Netflix angesehen. Es ist eine türkische Fernsehserie, die erstmals 2014 ausgestrahlt wurde. Sie spielt im 13. Jahrhundert und konzentriert sich auf den Titelträger Ertugrul, dem Vater von Osman, der das Osmanische Reich gründete. Einige Zuschauer bezeichneten die Serie als türkisches "Game of Thrones", und das aus gutem Grund. Sie ist voller Abenteuer und Aufregung sowie Intrigen und Korruption.

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Außerdem ist sie in der arabischen Welt kontrovers, weil sie zeigt, dass der Nahe Osten auch heutzutage noch viele Probleme hat. Eine Vielzahl arabischer Länder verbot die Serie tatsächlich, weil sie glauben, dass sich der türkische Präsident Recep Erdogan als eine moderne Version von Ertugrul sehen könnte und ein neues Osmanisches Reich erschaffen möchte. In der TV-Serie setzen die Mitglieder der Byzantinern, Mongolen und Templer ihre Oberhäupter unter Druck, sich gegenseitig zu bekämpfen, was an die heutigen Kämpfe zwischen Sunniten und Schiiten erinnert.

Außerdem erinnert mich das an das aktuelle, politische Umfeld in Amerika. Durch Fremdeinwirkung wird aktiv versucht, "zu teilen und zu herrschen", indem die Fasern geschwächt werden, die uns zusammenhalten. China stiehlt US-amerikanische Technologie, während Russland weiterhin versucht, unsere Wahlen zu untergraben. Viele Leute glauben, dass Falschinformation derzeit so schlimm ist wie noch nie zuvor.

Es ist ähnlich wie die Hongkong-Demonstranten, die letztes Jahr nach Oslo, Norwegen, geschickt wurden, um dazu trainiert zu werden, Aktivisten zu mobilisieren, in der Reihe zu bleiben, mit der Polizei umzugehen, etc. Der Grund, warum ich das anspreche, ist die Tatsache, dass Investoren versuchen sollten, sich nicht von streitenden, politischen Parteien innerhalb der USA ablenken zu lassen. Einige interne Machtkämpfe werden durch außenstehende Akteure angefacht, die in Chaos und Entzweiung erst richtig florieren. Russlands Putin und Chinas Xi Jinping sind froh darum, dass wir derzeit entzweit sind.

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Wird Oktober den Investoren "Unglück" bringen?

Man bezeichnet ihn nicht umsonst als "Unglücksmonat." Oktober war historisch betrachtet, der volatilste Monat für Aktien und bisher sieht es so aus, als würde dieser Monat ebenso wechselhaft werden. Die US-Wahlen finden in weniger als 30 Tagen statt. In "normalen" Zeiten war dies nicht genug, um die Märkte in Aufruhr zu versetzen, doch in diesem Jahr wird die Unsicherheit durch die Pandemie verstärkt. Präsident Donald Trump stellte nicht nur die Integrität der Briefwahl in Frage, sondern wurde gemeinsam mit der First Lady auch positiv auf COVID-19 getestet.

In einer Mitteilung an Klienten schreibt Sarah Bianchi von Evercore ISI, dass Trumps Diagnose tatsächlich die Wahrscheinlichkeit erhöhen würde, dass es zu einer Stimulus-Vereinbarung zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress kommen kann, "da dies die Konversation zurück auf das Virus fokussiert und [Haussprecherin Nancy] Pelosi mehr Spielraum gibt, sich weniger über die Wahlkonsequenzen des Gesetzesbeschlusses zu sorgen." Das wäre vor allem für inländische Fluggesellschaften positiv, die beginnen könnten, Arbeiter zu beurlauben, wenn die Hilfen erschöpft sind.

Analysten bei Wolfe Research scheinen dieser Annahme zuzustimmen und fügten hinzu, dass sie glauben, dass diese Entwicklung den Gewinnchancen der Demokraten helfen könnte, das Weiße Haus und den Kongress nächsten Monat zu gewinnen, da "viele Wähler [Trumps] Fähigkeit in Frage stellen könnten, das Virus effektiv zu handhaben."


Eine Wiederholung von 2016: Russische Hacker und Brexit-Sorgen

Dann gibt es die anhaltenden Hackerangriffe auf die USA durch feindliche Nationalstaaten. Letzten Monat enthüllte Microsoft, dass russische Hacker erneut versuchen würden, die US-Wahlen zu untergraben. Bis zu 200 Organisationen, die mit der Wahl zusammenhängen, wurden laut Microsoft infiltriert. Letzte Woche ging der Tech-Gigant noch weiter und veröffentlichte einen neuen Bericht, in dem gezeigt wurde, dass Russland Quelle Nr. 1 für Cyberbedrohungen sei, was etwas mehr als die Hälfte aller Angriffe weltweit darstellt.

Darauf folgen Iran, China und Nordkorea. Die USA wird am härtesten getroffen, doch andere Länder, auf die abgezielt wird, sind das Vereinigte Königreich, Kanada, Südkorea und Saudi-Arabien. Microsoft befindet sich in einer einzigartigen Position, dies anzugeben, da es Milliarden Kunden auf der Welt hat. Das erlaubt es dem Unternehmen "durchschnittliche Sicherheitsdaten aus einem breiten und diversen Spektrum an Unternehmen, Organisationen und Verbrauchern" herzunehmen.

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