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2020 ist zu 82% beendet

31.10.2020  |  Craig Hemke
Dass das Jahr zu fünf Sechstel beendet ist, ist schon Grund zum Jubel. Selbst wenn Sie am Neujahrestag normalerweise nicht feiern, werden Sie das dieses Jahr sicherlich tun. Das Jahr 2020 war auf so vielen Ebenen ein Desaster, dass es fast unmöglich ist, es zusammenzufassen. Doch eine Sache, die positiv war, ist die anhaltende Rally der Edelmetalle. Nach einem 2019, das sich stark wie 2010 verhielt, spekulierten wir letzten Januar, dass dieses Jahr ähnlich werden würde. Während wir die COVID-Krise nicht vorhersehen konnten, so prognostizierten wir 1.800 Dollar Gold... und der Preis hat dieses Ziel bisher um etwa 15% übertroffen!

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Doch seit es am 6. August ein Hoch bei 2.080 Dollar erreicht hat, ist der Preis des COMEX-Goldes in eine Konsolidierungsphase übergegangen, und da sich der Preis derzeit nahe 1.900 Dollar befindet, fragten sich viele Investoren, was als nächstes zu erwarten ist. Wir sind heute hier, um diese Frage zu beantworten.

Die Antwort erfolgt tatsächlich in zwei Teilen. Erstens: Sie sollten verstehen, dass sich seit August nichts grundlegend verändert hat. Die Umstände, die Gold zu einem Anstieg brachten, existieren heute noch immer - sie werden nur übersehen. Das wird nicht ewig der Fall sein. Und was sind diese Umstände? Hier sind vier von ihnen:

  • Massive US-Schulden. Im gerade beendeten Finanzjahr 2019-2020 verzeichneten die USA ein rekordverdächtiges Haushaltsdefizit von 3,15 Billionen Dollar. Egal welche Partei die Wahlen gewinnt, diese Zahl wird im Finanzjahr 2020-2021 noch höher ausfallen.

  • Unbegrenzte Schuldenmonetisierung. Die Fed und andere weltweite Zentralbanken haben ihre Regierungen darum gebeten und angebettelt, mehr Schulden zum Monetisieren zu machen... in der Hoffnung, genug neue Fiatwährung zu erschaffen, um Disinflation und die Krisen der Illiquidität abzuhalten, die folgen würden.

  • Negative Realzinsen. Inflationsbereinigte Zinsen sind zum ersten Mal seit 40 Jahren bereits negativ in den USA. In einer Bemühung, die explodierenden Schulden zu verwalten, wird die Fed bald eine Politik befürworten, die darauf ausgelegt ist, diese Zinsen in den kommenden Monaten noch stärker ins negative Territorium zu drängen.

  • Extreme, physische Nachfrage. In einem verzweifelten Versuch, die Legitimität ihrer Preisintrige beizubehalten, wandelte die CME Group die COMEX letzten März aktiv zu einem physischen Liefervehikel um. Während die Anzahl der Kontrakte, die 2020 physisch geliefert wurden, Rekorde brach, so sollten sie 2021 noch höhere Zahlen und neue Rekorde erwarten.

Der zweite Teil hat mit Erwartungen zu tun. Auch wenn wir alle nichts lieber als Aufwärtsbewegungen und tägliche Rallys sehen möchte, so spielt sich selbst der stärkste aller Bullenmärkte nicht so ab. Alle Trends enden ausnahmslos und unweigerlich in Konsolidierungsphasen, in denen Preiszunahmen gesperrt und Profite eingebucht sind. Der Preis stabilisiert sich und bildet eine Basis, bevor er seine nächste Aufwärtsbewegung beginnt. Dass sich der Preis des COMEX-Goldes seit August in einer dieser Konsolidierungsphasen befindet, sollte keine Überraschung sein. Warum? Weil er 2019 einem fast identischen Muster folgte!

Im Januar 2019 gaben wir die Preisprognose für Gold aus, die ein Jahresendziel von 1.520 Dollar umfasste. Dies wurde zu dieser Zeit als Wahnsinn angesehen, da der Preis in den vorherigen fünf Jahren unter 1.360 Dollar in einer Spanne gefangen war. Doch wir erkannten, die in den obigen Punkten genannten Bedingungen, die sich 2019 herauskristallisieren würden. Und das taten sie! Doch der Markt wartete nicht und das ist das Lustige an Prognosen. Man kann mit dem Preis richtig liegen, doch das Timing ist immer eine Herausforderung. Also statt 1.520 Dollar bis Ende des Jahres zu erreichen, hatte der Preis dieses Niveau bis Anfang September erreicht und überschritten. Siehe unten:


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