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Renaissance der Kernkraft in Europa? Polen baut 6 neue Kernkraftwerke

26.11.2020  |  Vertrauliche Mitteilungen
Während man in Deutschland aus "klimapolitischen“ Gründen praktisch nur noch in Windenergie und Photovoltaik investiert, hat unser östliches Nachbarland Polen eine regelrechte Kernkraft-Offensive gestartet.

Es geht um den Bau von sechs Kernkraftwerken, von denen das erste bereits 2033 ans Netz gehen soll. Laut einer Notiz nur der englischsprachigen Abteilung des Nachrichtendienstes Reuters helfen insbesondere US-amerikanische "Technologiepartner“ Polen beim Bau der Anlagen, sie sollen annähernd bei der Hälfte der geplanten Investitionen mit von der Partie sein.

Nach offiziellen polnischen Angaben sollen die Kernkraftwerke dem Land bei der Erlangung einer Unabhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen helfen. Schon ab 2022 möchte Polen kein russisches Gas mehr beziehen.

Die sich dann auftuende Lücke soll mit dem Import von norwegischem Gas und von verflüssigtem US-Gas geschlossen werden. Hinter vorgehaltener Hand ist in diesem Zusammenhang in Warschau ganz klar zu erfahren, daß mit dem Kernkraftwerkbau auch sonst zu befürchtenden, massiven Strompreiserhöhungen entgegengewirkt werden soll.

Angesichts der Strompreisentwicklung und der immer strengeren CO2-Vorgaben werden auch in der deutschen Politik (hier insbesondere seitens der CDU/CSU) erste Stimmen laut, die für einen "Ausstieg aus dem Atomausstieg“ plädieren

Hierzu zählt auch der Energiepolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion Joachim Pfeiffer, der nach eigenen Angaben den Kernkraft-Ausstieg stets für falsch gehalten hat und der nun für eine Revidierung dieses Beschlusses offen wäre.

Die erste Initiative hierfür müßte allerdings aus den Reihen der SPD oder der Grünen kommen, z.B. aus "klimapolitischen“ Gründen, befindet Pfeiffer. Noch lehnt man dies in deren Reihen ab - und die Zeit läuft. Denn planmäßig wird das bisher letzte deutsche Kernkraftwerk schon 2022 ausgeschaltet sein.


© Vertrauliche Mitteilungen
Auszug aus den "Vertrauliche Mitteilungen", Nr. 4417



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