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Mit Goldinvestments sicher durch den [dunklen politischen und] ökonomischen Winter!

02.12.2020  |  Dr. Uwe Bergold
Dies war der Titel unseres Vortrags auf der, in diesem Jahr zum ersten Mal virtuell veranstalteten, "Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse": Dr. Uwe Bergold - Mit Goldinvestments sicher durch den ökonomischen Winter.

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Abb. 1: Logo der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse 2020


"Wir sind mitten in der Gold-Hausse und Gold hat seit 20 Jahren alle anderen Anlageklassen geschlagen. Sogar Warren Buffett setzt jetzt auf Gold. Bei starker Inflation können Standardaktien nicht mit Gold mithalten. Große reale Verluste bei Aktien drohen. Ein DAX-Index für weniger als eine Unze Gold? Auch Immobilien sind in dieser Inflationsphase nicht für realen Vermögenserhalt geeignet. Ein EFH für 15-30 Kilo Silber? Der 75-Jahres-Zyklus spricht für ein Rohstoff-Hoch Mitte der 2020er Jahre. Eine galoppierende Inflation scheint bevorzustehen."

Zur Problematik "dunkler politischer Winter" veröffentlichten wir im März 2015, im Jahr des taktischen Goldpreistiefs in USD, folgenden Marktkommentar: "Rohstoff- und Kriegszyklen gehen immer Hand in Hand"

"... Als wir vor 15 Jahren strategisch in den Gold- und Rohstoffsektor wechselten, wiesen wir bereits damals auf den Umstand hin, dass jede säkulare Rohstoff-Hausse unzertrennbar mit Geldentwertung (Inflation) und geopolitischen Unruhen (Krieg) einhergeht. Die Wirtschaftsgeschichte der vergangenen 250 Jahre ist voll mit Beispielen davon. Zum Thema Geldentwertung und Inflation haben wir seit dem Jahrtausendwechsel unzählige Kommentare verfasst, weshalb wir diesmal auf diese Thematik nicht mehr näher eingehen wollen.

Nur so viel: Seit der Einführung des Euro als Buchgeld im Januar 1999 hat die europäische Einheitswährung in Unzen Gold (Inflationsmessung durch den Markt) mehr als 75 Prozent an Wert verloren. Mit den 100 Euro, mit denen sie am 01.01.1999 noch 12,7 Gramm Gold kaufen konnten, können Sie aktuell nur mehr 2,8 Gramm [aktuell, am 30.11.2020, keine 2 Gramm mehr] des Edelmetalls erwerben. Und diese Entwicklung wird sich - trotz der ständigen Stabilitätsbekundung durch die EZB - exponentiell weiterentwickeln. Allein in den vergangenen 14 Monaten (taktisches Gold-Tief war bereits im Dezember 2013) stieg der Goldpreis in Euro um mehr als 20 Prozent, der "Deflationspropaganda" zum Trotz ...

Da sich Geschichte nie wiederholt, jedoch immer reimt, kann man davon ausgehen, dass wir - nach der Preiskorrektur der vergangenen vier Jahre - am Beginn des letzten säkularen Rohstoff-Hausse-Drittels stehen, mit ähnlichen Begleitumständen, wie sie in der Geschichte immer wieder auftraten. Krisen enden immer in einem Rohstoffpreishoch, inflationsbereinigtem Aktientief und extremer Negativstimmung …"


Des Weiteren konnte man - währenddessen die Stimmung bei den Gold- & Goldaktien-investoren zum damaligen Zeitpunkt (Frühjahr 2015) katastrophal war - unter "Gold und Goldaktien haben in Euro längst wieder eine neue Hausse begonnen" folgendes lesen:

"… Betrachtet man die Goldpreisentwicklung in Euro (nur solch eine Bertachtung macht für uns Sinn, da wir all unsere Einnahmen und Ausgaben in Euro fakturieren) seit dem Jahrtausendwechsel, seit dem wir Edelmetallinvestments tätigen, so zeigt sich hier wieder einmal ein phänomenales Stimmungsparadoxon. Es gibt keine Anlageklasse, welche sich in den vergangenen 15 Jahren besser entwickelte als Gold (+360 (!) Prozent seit dem strategischen Tief, inkl. Korrektur). Trotzdem herrscht eine Negativstimmung zum Gold, als wenn es eine Jahrzehnt lange Baisse hinter sich hätte. Dabei notiert der Goldpreis in Euro gerade einmal 21 Prozent unter seinem Allzeithoch. Auch seit dem taktischen Tief im Dezember 2013 stieg Gold in Euro bereits wieder um +24 Prozent [aktuell, am 30.11.2020, siehe hierzu Abbildung 4].

Nach dem taktischen Tief im Dezember 2013 steigt unsere zyklische Trendlinie (siehe hierzu bitte blaue GD-Linie in Abb. 2) wieder seit Januar 2015. Somit befindet sich der Goldpreis in Euro seit zwei Monaten wieder in einem zyklischen Bullenmarkt (taktisches Tief 12/2013), innerhalb seiner - seit mehr als 15 Jahren intakten - säkularen Hausse (strategisches Tief 09/1999) …"


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Abb. 2: Goldpreis in EUR von 12/1978 (ECU vor 1999) bis 02/2015
Quelle: GR Asset Management, Dr. Uwe Bergold


"… Man stelle sich vor, man wäre russischer Investor, der mit seinen Rubel auf dem Geldmarkt warten würde, bis der Goldpreis in US-Dollar ein neues zyklisches Kaufsignal generieren wird. Dann hätte dieser Investor in den letzten 14 Monaten 100 Prozent Goldpreisanstieg in Rubel verpasst oder anders herum betrachtet: Seine Ersparnisse haben sich in den vergangenen 14 Monaten halbiert.

Nun stelle man sich vor, man sei deutscher Investor, der mit seinen Euro auf dem Geldmarkt warten würde, bis der Goldpreis in US-Dollar ein neues zyklisches Kaufsignal generieren wird. Dann hätte dieser Investor in den letzten 14 Monaten 24 Prozent Goldpreisanstieg in Euro verpasst oder anders herum betrachtet: Seine (Sparbuch-)Ersparnisse haben in den vergangenen 14 Monaten knapp 20 Prozent an Wert verloren. Kein deutscher Investor bewertet oder analysiert seine Aktien, Anleihen oder Immobilien in US-Dollar. Warum macht dies dann das Publikum beim Gold trotzdem immer wieder …"



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