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Zu viel ist nicht genug

08.12.2020  |  Mack & Weise
USA:

Obwohl die US-Regierung auf ihren im Frühjahr über die Wirtschaft verhängten Shutdown mit einer historisch beispiellosen Erhöhung der Staatsverschuldung um 17% (+3.837 Mrd. USD) auf knapp 27.000 Mrd. USD reagierte, stand dieser am Ende des dritten Quartals eine dennoch um insgesamt 590 Mrd. USD geschrumpfte US-Wirtschaftsleistung gegenüber.

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Als wichtigster Finanzier der Billionen-Schuldenflut fungierte einmal mehr die US-Notenbank, deren Bilanz im Zuge ihrer Rettung von Staat, Unternehmen, Verbrauchern und Vermögenspreisen um sagenhafte 70% bzw. 2.883 Mrd. USD förmlich explodiert ist. Zeigte sich Fed-Chef Powell noch im November letzten Jahres über die "schneller als die Wirtschaft wachsende Verschuldung" sehr besorgt, so ist dieses Problem jetzt nur noch "langfristiger Natur". Not kennt eben kein Gebot, weder in der Fed, noch im US-Finanzministerium, will doch auch die jetzt als Finanzministerin nominierte Janet Yellen genau da weitermachen, wo sie als Fed-Chefin aufgehört hat: "Wir müssen mehr Geld ausgeben!"

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Waren die strukturellen Probleme der US-Wirtschaft, wie z. B. die Rekordverschuldung aller Sektoren, die immensen Leistungsbilanzdefizite, die Vermögensungleichverteilung samt Verarmung breiter Bevölkerungsschichten oder die verdeckte Arbeitslosigkeit, schon vor der »Corona«-Krise mit einer seit Jahren sehr expansiven Fiskal- und Geldpolitik stetig gewachsen, so stehen die USA jetzt vor einem zu-viel-ist-nicht-genug-Dilemma. Schließlich ist es doch illusionär zu glauben, dass man die sich als Folge des Shutdowns nun noch einmal beträchtlich verschärfenden strukturellen Probleme durch eine noch so voluminöse Schulden- und Gelddruckplanwirtschaft quasi nebenwirkungsfrei lösen könnte.

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