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Gold: Das große Bild

11.01.2021  |  Björn Heidkamp
Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des Gold Futures von 1974 bis heute, bei Kursen von 1.835,40 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für ein Kalenderjahr ab.

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Gold-Hausse in 2019 wieder aufgenommen

Als Ausgangspunkte für die stärkste Gold-Hausse der Geschichte sind die Marktwendepunkte aus dem August 1999 bei 252,50 und dem Februar 2001 bei 255 zu definieren. In einer fulminanten Rally legte das gelbe Edelmetall von Februar 2001 bis September 2011 um mehr als 1.650 zu. Dort wurde eine fast neun Jahre bestehende Bestmarke bei 1.908,60 erreicht.

Ausgehend von diesem historischen Hochpunkt korrigierte der Goldpreis bis Dezember 2015 zurück bis auf das Niveau des Jahrestiefs aus 2010 auf 1.049,60. Im Zeitraum von März 2014 und Juni 2019 handelte das gelbe Edelmetall in einer richtungslosen Seitwärtsbewegung zwischen 1.050 und 1.390.

Im Juni 2019 hat Gold den Bereich erhöhter Abgabebereitschaft um 1.390 klar überschritten, so dass diese mehrjährige Bodenbildung abgeschlossen wurde. Dadurch befindet sich der Gold Future aus der langfristigen Perspektive des Jahrescharts wieder in dem vorherigen Hausse-Trend.


Neue Bestmarken in 2020

Ende Juli 2020 wurden die alten Rekordmarken aus 2011 um 1.908,60 erstmalig überschritten. Durch die darauffolgende Anschlussbewegung hat das gelbe Edelmetall vorerst am 06. August bei 2.063 eine neue Bestmarke in den Chart geschrieben und somit den seit 1999 bestehenden langfristigen Aufwärtstrend erneut etabliert.


Zunahme der Volatilität in 2020

Nicht zuletzt durch die Corona-Krise hat die Schwankungsbreite des Gold-Futures im Jahr 2020 stark zugenommen. Mit über 600 USD Kursschwankung hat Gold die höchste Volatilität seit mindestens sieben Jahre erreicht. In der Regel folgt solchen Phasen ein Rückgang der "Vola" in Richtung Normalität.


Außenstab im November

Im November 2020 hat Gold mit dem Überschreiten des Vormonatshochs ein Kaufsignal generiert, welches durch die Hoffnung auf eine schnelle Zulassung für ein Medikament gegen das Coronavirus Sars-COV2 sofort wieder negiert wurde. In der Folge dieses Fehlsignals wurde auch das Vormonatstief unterschritten. Dadurch hat sich ein Außenstab ausgebildet. Die Goldpreise korrigierten bis auf 1.763,90. Eine folgende Abwärtsbewegung und somit eine Bestätigung des Außenstabes blieb jedoch aus.


Richtungslose Konsolidierung

Im Dezember 2020 hat das gelbe Edelmetall einen Innenstab ausgebildet: Weder das Vormonatshoch wurde überschritten noch das Vormonatstief unterschritten. In Kombination mit dem Außenstab des Novembers, der Notierungslücke auf dem Monatschart im Januar zu Jahresbeginn und dem sofortigen Abverkauf in der letzten Woche deutet vieles auf eine Fortsetzung der richtungslosen Konsolidierung zwischen dem Widerstandsbereich um 1.962 und dem Unterstützungsbereich von 1.760 hin.


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