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Aufwärtsphase der Goldaktien intakt

26.01.2021  |  Adam Hamilton
Die Aktien der Goldbergbauunternehmen haben diesen Monat eine wilde Fahrt hinter sich; sie stiegen und brachen dann ein. Nachdem sie neue Hochs erreichten, brach der führende Goldaktien-Benchmark in einem scharfen Drawdown ein. Das zerstörte die bullische Stimmung und brachte besorgten Pessimismus zurück. Doch trotz der großen Schwankung bleibt die junge Aufwärtsphase der Goldaktien intakt. Dieser Sektor bewegt sich im Großen und Ganzen noch immer mit Gold nach oben, ein bullisches Zeichen für weitere Erträge.

Die Preisentwicklung an den Finanzmärkten ist niemals lange linear. Assetpreise bewegen sich in einer ständigen Ebbe und Flut, von Tag zu Tag oftmals chaotisch. Das erinnert mich an ein bekanntes Zitat von Mark Twain: "Wenn Sie das Wetter nicht mögen… dann warten Sie einfach einige Minuten." Volatilität ist ein konstanter Begleiter an den Märkten, der ewig mit den Emotionen der Trader spielt. Doch über längerfristige Zeithorizonte bilden diese täglichen Störgeräusche üblicherweise handelbare Trends.

Die Preisentwicklung in allgemeinerer Trendperspektive zu betrachten, anstatt sich auf die großen, täglichen Schwankungen zu konzentrieren, moderiert Gier und Angst. Kurzfristige Volatilität, die diese gefährlichen Emotionen anfacht, führt zum hohen Kaufen und niedrigen Verkaufen, was wiederum Verluste bedeutet. Trader dürfen sich nicht vom Wind der Preisentwicklung hin- und herschleudern lassen.

Die starke Goldaktienvolatilität im Januar muss im Allgemeinen betrachtet werden, um angemessen verarbeitet und gehandelt zu werden. Die führende und dominante Goldaktien-Benchmark und Handelsvehikel ist der GDX VanEck Vectors Gold Miners ETF. Letzte Woche machten dessen Nettoassets im Wert von 16,3 Milliarden Dollar unglaubliche 64% allen Kapitals aus, das in amerikanische Goldaktien-ETFs investiert wurde! Die wilde Preisentwicklung im GDX diesen Monat hebt die ernsthaften Schwankungen in diesem Sektor hervor.

Der GDX stieg am 4. Januar um 6,9% und erreichte neue Hochs, was die Trader erfreute. Doch am 8. Januar brach der GDX um 4,8% ein. Eine weitere Woche danach, am 15. Januar, fiel er um weitere 3,1%. Letzte Woche stieg er dann 3,4% höher. Das muss für Trader, die sich auf die täglichen Preisbewegungen fixieren, schizophren erscheinen.

Doch wenn man diese scharfen Schwankungen gemeinsam bedenkt, dann bilden sie weiterhin einen Aufwärtstrend innerhalb des jungen Bullenmarktes der Goldaktien. Dies wird im unteren GDX-Chart deutlich. Beachten Sie insbesondere die Preisentwicklung in den letzten Monaten, als hohe Volatilität kurzsichtige Trader aufregte. Die Goldaktien bewegen sich durchschnittlich tatsächlich höher, was sicherlich bullisch ist.

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Der mächtige Bullenmarkt der Goldaktien ist eine Fallstudie für gegensätzliche Preisentwicklung. Massive Aufwärtsphasen, die das Kapital der Trader rapide multiplizieren. Die letzte bildete Anfang August bei enormen 134,1% GDX-Erträgen in nur 4,8 Monaten eine Spitze! Doch nach dieser parabolischen Entwicklung war dieser Sektor extrem überkauft, überflutet von exzessiver Gier und Euphorie. Eine gesunde Korrektur war also notwendig.

Tatsächlich fand diese über die nächsten 3,6 Monate bis Ende November statt, als der GDX um 24,9% fiel. Sowohl die aktuellste Aufwärtsphase als auch die Korrektur stellten sich innerhalb ihrer Trendkanäle als sehr volatil heraus. Die innewohnende Volatilität des Goldes führte zu großen und scharfen Gegentrendentwicklungen. Dieser Sektor bewegt sich gemäß vorherigen Trends vorwärts und zieht sich dann zurück. Diese Entwicklung von 2-Schritte-vorwärts-&-1-Schritt-zurück ist omnipräsent.

Sie gilt auch aufgrund der fraktionellen Natur der Märkte für die Bullenmarktphasen. Wie die allgemeineren Bullenphasen, die sie enthalten, bewegen sich auch einzelne Aufwärtsphasen mit Ebbe und Flut. Goldaktienkurse steigen und fallen ewig, scheinbar chaotisch. Doch gemeinsam betrachtet, bilden diese täglichen Schwankungen nach und nach Aufwärtstrends, Reihen von höheren Tiefs und höheren Hochs. Diese stellen das Rückgrat der Reichtum multiplizierenden Aufwärtsphasen dar.

Die aktuelle begann Ende November. Die Goldaktienstimmung war damals bearisch, in Angst nach einer mehrmonatigen Korrektur. Doch die Goldbergbauaktien sind gehebelte Goldinvestitionen, was deren Erträge größtenteils antreibt. Und die eigene, parallele Korrektur des Goldes, die die der Goldaktien erzwang, brach an. Dies bestätigte eine neue Goldaktienaufwärtsphase.

Die besten Möglichkeiten, Goldaktien zu relativ niedrigen Preisen innerhalb eines anhaltenden Bullenmarktes zu erwerben, treten ein, wenn Korrekturen Böden bilden. Es zahlt sich aus, relativ niedrig zu kaufen, nachdem Goldaktienkorrekturen gereift sind und diese dann später relativ hoch zu verkaufen, wenn die nachgehenden Aufwärtsphasen anbrechen.

Im November wusste niemand genau wann oder wo die letzte Goldaktienkorrektur einen Boden bilden würde. Doch wir konnten wissen, dass eine wichtige Umkehr zunehmend wahrscheinlich war; basierend auf vorherigen Bullenmärkten und der bestehenden Stimmung. Das niedrige Kaufen und hohe Verkaufen ist ein Wahrscheinlichkeitsspiel, das Handelsentscheidungen in Echtzeit voraussetzt, bevor die Trendumkehr bekannt ist.


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