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US-Aktienmarktanteil vs. BIP erreicht 200% - Was das für Gold bedeutet

20.02.2021  |  Jan Nieuwenhuijs
Zum ersten Mal überhaupt entspricht der Gesamtwert des US-amerikanischen Aktienmarktes dem doppelten Wert der Realwirtschaft. Eine echte Finanzblase. Auf vorherige Hochs des Aktien-BIP-Verhältnisses folgten deutliche Goldpreiszunahmen. Diesmal erwarte ich, dass der Goldpreis ebenfalls wieder steigen wird.


Eine kurze Zusammenfassung der vergangenen 100 Jahre

Anfang des 20. Jahrhunderts operierten die USA noch immer unter einem Goldstandard. Dann kollabierte der Aktienmarkt im Rahmen der Great Depression 1929 und Deflation trat auf den Plan. Im Jahr 1933 wertete Präsident Roosevelt den Dollar gegenüber Gold ab, um Inflation zu verursachen und so die Wirtschaft zu stimulieren. Der Goldpreis stieg von 20,67 Dollar auf 35 Dollar je Unze. Intern schafften die USA den Goldstandard im Jahr 1933 ab, doch extern blieb der Dollar weiterhin beim Finanzministerium zu einem festen Wechselkurs gegen Gold eintauschbar.

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Dies änderte sich 1971, als Präsident Nixon die Umtauschbarkeit aussetze, und es den USA ermöglichte, jede Anzahl an Dollar zu drucken, die das Land für notwendig hielt. Kurz darauf trat eine zweistellige Verbraucherpreisinflation auf den Plan und der Goldpreis schoss 1971 von 41 Dollar auf 850 Dollar im Jahr 1980; eine Zunahme um 2.000%. Um die Inflation zu bekämpfen, erhöhte die Federal Reserve ihren Zielzins auf 19%. Die Maßnahme der Fed funktionierte: Die Inflation nahm ab und der Goldpreis sank zurück auf etwa 300 Dollar.

Als die Dot-Com-Blase Ende der 1990er Jahre platzte, verringerte die Federal Reserve den Zins auf 1%. Niedrigzinsen kurbelten Finanzasset an und sorgten für einen Aufwärtstrend der Inflation. Der Goldpreis begann 2000 seinen Marsch von 270 Dollar auf 1.900 Dollar im Jahr 2011; eine Zunahme um 640%. Dabei wurde der Goldpreis von der Subprime-Hypothekenkrise im Jahr 2008 unterstützt. Nach 2008 führte die Federal Reserve die unkonventionelle Geldpolitik ein.

Die Fed senkte die kurzfristigen Zinsen auf 0% und begann, präzedenzlose Mengen Geld zu drucken, mit dem hypothekarisch gesicherte Wertpapiere gekauft wurden, um die langfristigen Zinsen zu senken. Dieses einfache Geld hat die Aktienmärkte auf außergewöhnliche Hochs befördert. In Chart 2 können Sie sehen, dass sich die Aktienkurse vollkommen von Unternehmenserträgen abgelöst haben.

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Schlussfolgerung

Man könnte argumentieren, dass der echte Goldpreis derzeit nicht unterbewertet ist. Wie ich zuvor in einem anderen Artikel geschrieben habe, ist die Kaufkraft des Goldes relativ konstant. Heute kann man mit Gold etwa dieselbe Menge Rohstoffe und Dienstleistungen erwerben wie vor 50, 100 oder 200 Jahren.

Doch laut meiner Analyse ist Fiatgeld deutlich überbewertet. Fiat ist die Luft in den existierenden Finanzblasen - Fiat vereinfacht exzessives Leverage in der Wirtschaft. Wenn die Blasen letztlich platzen, wird der Wert der Fiatwährungen korrigiert werden und der Goldpreis - ausgezeichnet in Fiat - steigen. In zukünftigen Artikeln werden wir einen Blick auf den Wert der weltweiten Finanzassets gegenüber dem BIP werfen, um das Ausmaß der existierenden Blasen auf der Welt zu evaluieren.

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© Jan Nieuwenhuijs
The Gold Observer



Dieser Artikel wurde am 11. Februar 2021 auf www.thegoldobserver.substack.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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