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Jeff Thomas: Was wir von Ameisen lernen können

24.02.2021
"Wenn Sie 100 rote Feuerameisen sowie 100 schwarze Ameisen fangen und sie in einem Gefäß platzieren, wird anfänglich nichts passieren. Doch wenn Sie das Gefäß schütteln und die Ameisen zurück auf dem Boden platzieren, werden sie einander bekämpfen, bis sie sich letztlich getötet haben. Die roten Ameisen halten die schwarzen Ameisen für den Feind und andersherum. Der echte Feind ist jedoch die Person, die das Gefäß schüttelte. Genau das ist es, was heute in der Gesellschaft passiert. Liberal vs. Konservativ. Schwarz vs. Weiß. Pro-Maske vs. Anti-Maske. Impfen vs. Nicht-Impfen. Reich vs. Arm. Mann vs. Frau. Polizei vs. Bürger. [Etc.] Die echte Frage, die wir uns hier stellen müssen, lautet: Wer hat das Gefäß geschüttelt... und warum?"

Die obige Beobachtung von Shera Starr hätten wir nicht besser machen können. Und dennoch ist die Antwort auf diese Frage recht einfach. Doch zuerst werfen wir einen Blick auf diese Anomalie. Es ist normal, sich mehr mit bestimmten Personen zu identifizieren als mit anderen. Diese Tendenz trat bereits auf, bevor der Homo Sapiens existierte. Die Tendenz von Tieren, sich in Familien oder Rudel zusammenzuschließen, existierte ebenso vor der Menschheit.

Wir möchten tendenziell mit denjenigen zusammen sein, die sich so benehmen wie wir und dieselbe Wahrnehmung besitzen. Das macht Sinn. Wir wünschen uns, von denjenigen umgeben zu sein, die uns mit geringerer Wahrscheinlichkeit überraschen oder möglicherweise in Gefahr bringen könnten, wenn sie sich anders als wir verhalten.

Das ist die Basis des Vertrauens - ein essentieller Aspekt in der Gruppen- und Herdenmentalität. Und Teil einer Gruppe oder Herde zu sein, verschafft uns verstärkte Sicherheit. Was ist also mit denjenigen, die nicht Teil unserer Gruppe oder Herde sind? Wie stehen wir ihnen gegenüber? Nun, jede Naturdokumentation, in der sich die Tiere um ein Wasserloch scharen, kann eine Antwort bereitstellen.

Wir beobachten eine kleine Gruppe wilder Schweine, die mit einer Gruppe Gnus trinkt. Keine der beiden Spezies ist ein Raubtier und dies lernen sie, zu erkennen. Sie können einfach koexistieren, auch wenn eine Gruppe aus der Savanne stammt und die andere aus dem Wald. Und dies verbessert die Fähigkeit beider Spezies, das Wasserloch zeitgleich zu benutzen.

Wir könnten ebenfalls eine Gruppe Hyänen am Wasserloch beobachten, doch wir sehen, dass die Beutetiere Distanz zwischen sich und den Raubtieren halten. Jeder versteht, dass man das Wasserloch aus dem gleichen Grund verwendet und es macht Sinn, zu teilen, auch wenn man in einer anderen Situation natürlicher Feind ist. Tatsächlich können wir im Großteil der Natur beobachten, wie sich Spezies an eine Situation gegenseitiger Toleranz anpassen, um zu koexistieren.

Es ist demnach keine Überraschung, dass auch der Homo Sapiens auf diesen Zug der gegenseitigen Toleranz aufgesprungen ist und dies - zum Großteil - auch so blieb. Doch es entspricht ebenfalls der Wahrheit, dass Raubtiere duale Gewohnheiten entwickeln. Sie könnten zwar Toleranz am Wasserloch praktizieren, werden ihre Wasserloch-Nachbarn irgendwann jedoch zu ihrer nächsten Mahlzeit machen. Und wenn sie dies tun, dann bilden viele Spezies für die Jagd Gemeinschaften mit anderen ihrer Art. Das trifft auch auf Menschen zu. Der Großteil der Menschheit möchte in Kooperation mit anderen leben.

Auf dem Land errichten die Leute Wände und Zäune, um Grenzen zu etablieren und empfinden es dann als zweckgemäß, derartige Aufteilungen zu respektieren, um in Frieden zu leben. Selbst in Städten, wo die Menschen eng aneinander im selben Gebäude leben, wird die Privatsphäre der anderen größtenteils respektiert. Selbst wenn man keine Freunde wird, so bleibt man zumindest höflich oder ignoriert einander.

Auch wenn es immer Ausnahmen gibt, so verhält sich die Menschheit größtenteils auf eine Art und Weise, die darauf basiert, "miteinander auszukommen." Man streitet vielleicht mit anderen, doch größtenteils versteht man, dass eine Kooperation allgemein ein Ziel sein sollte, da dies im besten Interesse ist.

Warum können wir dann in so vielen Ländern der ersten Welt eine rapide zunehmende Polarität unter den Menschen beobachten? Starr liegt genau richtig. Diejenigen, die am ehesten zur gegenseitigen Toleranz neigten, wurden in den letzten Jahren so polarisiert, dass sie noch nicht einmal mit ihren eigenen Familien zusammenkommen können, ohne in hitzige Diskussionen zu verfallen.

Warum befinden sich die Leute heute so fest in ein oder zwei Camps? Kann dies dem Aufstieg des Internets in die Schuhe geschoben werden? Nun, nein. Das Internet ist Quelle einer Vielzahl von Meinungen und Wahrnehmungen geworden. Und anstatt die Leute auf "A" und "B" Wahlmöglichkeiten festzulegen, erweiterte das Internet tatsächlich den öffentlichen Austausch.

Natürlich misstrauen die meisten Leuten den Medien, vor allem diesen Netzwerken, die sich angeblich um "Nachrichten" kümmern. Was heute als Nachrichten durchgeht, sind keine objektiven Informationen, zu denen der Zuschauer jederzeit Zugang hat. Auf einem Kanal sehen wir unaufhörliche Hetztiraden gegen eine politische Partei. Auf einem anderen Kanal sehen wir unaufhörliche Hetztiraden gegen die Gegenpartei.

Doch wenn wir dem wirklich objektiv Aufmerksamkeit schenken, dann entdecken wir, dass dieselben Programme diktieren, dass es entweder unsere humanitäre Pflicht ist, uns impfen zu lassen, oder dass uns die Globalisten durch das Impfen mithilfe von Mikrochips versklaven werden. Es gibt zudem auch Quellen für die gegensätzlichen Glaubensansätze, dass Kriegsführung essentiell dafür ist, uns vor denjenigen zu schützen, die uns zerstören möchten, oder dass es die Kriege an sich sein werden, die uns zerstören werden.

Tatsächlich entstammen alle von Starrs Sorgen den Medien. Wenn wir die Frage stellen "Wer schüttelt das Gefäß... und warum?", dann finden wir heraus, dass diejenigen, die die Medien kontrollieren, an der Quelle der Polarisierung der Menschheit sitzen, vor allem in der ersten Welt. Und "warum?" Die Antwort ist so einfach, dass sie übersehen wird. Je mehr Personen dazu gezwungen werden, untereinander zu kämpfen, desto einfacher ist es, sie zu unterwerfen. Und da die Bemühungen, die Leute zu polarisieren, so massiv geworden sind, können wir nur schlussfolgern, dass das ultimative Ziel eine deutlich heftigere Unterwerfung in einer abnormal kurzen Zeitspanne sein wird.

Liberal vs. Konservativ. Schwarz vs. Weiß. Mann vs. Frau. Teile und Herrsche. In einem derartigen soziopolitischen Klima wird es eine Herausforderung sein, nicht den Kopf zu verlieren. Wenn das Gefäß täglich geschüttelt wird, ist es wichtig zu erkennen, dass diejenigen, die die Medien kontrollieren, einen Krieg zwischen Schweinen und Gnus anzetteln. Das ist etwas, das keine der beiden Spezies möchte, doch wie Herman Goering meinte: "Nun, natürlich möchten die Leute keinen Krieg." Man muss sie dazu zwingen, wenn die Fadenzieher im Hintergrund eine größere Unterwerfung erreichen möchten.

In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend noch weiter verschlimmern. Die Herausforderung wird es sein, dem Gefäß zu entkommen. Finden Sie einen Ort, an dem ein Wohlfahrtsstaat weniger ausgeprägt ist oder einen Ort innerhalb des Gefäßes, der fernab des Chaos liegt. Diejenigen, die auf den Köder hereinfallen - die fanatisch eine politische Partei unterstützen, es sich erlauben, einer gesamten Gruppierung gegenüber wütend zu sein oder dazu gebracht werden, ein Geschlecht zu hassen - werden sich als die größten Opfer der Unterwerfung herausstellen.


© Jeff Thomas



Dieser Artikel wurde am 21. Februar 2021 auf www.internationalman.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.



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