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Was sagen die Kurse? Zinsen, Währungen, Rohstoffe und Aktien

01.03.2021  |  Steffen Paulick
Nach gut 3 Monaten möchte ich Ihnen Prognosen aus diversen Kursverläufen wichtiger Assetklassen per technischer Chartanalyse mal wieder zur Verfügung stellen. Ein Assetkurs ist ein Produkt von Informationen die sowohl bekannt sind, wie auch von Gerüchten bzw. Nachrichten die im "Mainstream" erst später erscheinen. Somit ist der Kurs aus meiner Interpretation ein vorlaufender Seismograph von wichtigen Infos die erst im Nachgang das "Licht der Welt" erblicken.

Hilfreich ist es den "Vorlauf" der Kurse per technischer Chartanalyse rechtzeitig zu erkennen, um bereits vor größerer Dynamik entsprechend zu handeln bzw. zu investieren.

"Ich kann Ihnen schlußendlich seriös punktuell auch nicht zusagen, wann und durch was die Eskalationsstufen sich verdichten und erhöhen. Jedoch einen Trend ableiten von mittel- bis langfristigen Kursverläufen ist durchaus ein probates Mittel die Wahrscheinlichkeit eines bedeutsamen "Events" oder "Schwarzen Schwanes" abzuleiten und chronologisch einzudämmen.

Eine 100%ige Gewähr ist wie immer niemals gewährleistet, da im ausufernden weltweiten Sozialismus die Manipulationen zunehmen. Korrelationen zwischen diversen Assets sind wichtig um Plausibilitätsprüfungen zu tätigen, da es in einer globalisierten Welt mit großen Abhängigkeiten incl. "Just-in-time"-Logisitik und großen Arbeitstiefen, es schon bei Nuancen von Störungen größere negative Dominoeffekte geben könnte.

Viele Fakten sind nicht retuschierbar, wie Soziallasten, Pensions- und Rentenansprüche, Staatsschulden, Instandhaltung von relevanten Infrastrukturen, der Sättigungsgrad der Gesellschaft (materieller Natur), Demographie, Grenzwertnutzen des Zinses usw.. Ein Konglomerat das scheinbar alle drei Generationen aufflammt. Dies wird bestätigt langfristig durch die Geschichtsschreibung der Menschheit seit Jahrtausenden."


Ich hoffe Ihnen mit meiner technischen Chartanalyse die Windrichtung "recht-zeitig" vorherzusagen zum Schutze ihrer Kaufkraft.

Die erste technische Analyse heute ist die Zinsentwicklung bei den langfristigen Renditen, die ich unter die Lupe nehme. Ich habe mir dazu die Renditeentwicklungen vor allem von Japan (erstes Land mit Nullzins im Jahre 1999), Deutschland und der USA angesehen. Japan ist aufgrund des vorlaufenden Charakters bei der nicht zu retuschierenden Demographie, der Verschuldung und der Zinsentwicklung sehr wichtig.


Zinsen

1. Renditeverlauf der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen

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Im oberen Chart können Sie gut erkennen, dass die 10-jährigen japanischen Renditen ein Doppeltief im Sommer 16 und Spätsommer 19 ausbildeten im Bereich von ca. minus 0,29 Prozent. Aktuell ( plus 0,136 %) treibt es die Rendite zu dem Hoch um ca. plus 0,166 %, wo die Rendite im Winter 17 und Sommer/Herbst 18 dreimal abprallte. Falls die Rendite nachhaltig die 0,166 durchbricht, so ist mit einer globalen Trendwende der Zinsentwicklung zu rechnen was mehr oder weniger kaum ein Analyst auf der Agenda hat.

Was eher dem Wunschdenken der Ökonomen und Politikern entspringt , ist ein Null- bzw. Negativzins bis zum "Sankt-Nimmerleins-Tag". In seiner natürlichen Funktion hat der Zins seine Aufgabe die Risiken der Bonität des jeweiligen Emittenten abzubilden. Im herrschenden Finanzsozialismus hat er diese Aufgabe verloren durch künstliche Eingriffe der monopolistischen weltweiten Notenbanken, hier die "Bank of Japan".

Frei nach dem 3. Gesetz von Newton, "Ausschlag gleich Einschlag !!", wird die japanische Rendite auch wenn es der überwiegende Teil nicht hören möchte, ein Zinsniveau erreichen welches ein zusätzliches Handicap für die Realökonomie darstellen wird. Da ist ein Zins von ca. plus 1,5 Prozent wie im Frühjahr 2009 noch eher defensiv !! Die Planwirtschaft hat dann ihr eigenes Ende besiegelt und vieles wird uns als zurückliegende Illusion darniederliegen.


Renditeverlauf der 10-jährigen japanischen Staatsanleihen incl. technischer Indikatoren

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Der Kursverlauf der 10-jährigen japanischen Rendite incl. der technischen Indikatoren MACD und RSI unterstützt meine These von weiter steigenden Renditen, da eine wichtige positive Divergenz bereits im September 2019 beim Doppeltief um minus 0,29 Prozent entstanden ist. Dieser Fakt ist aus charttechnischer Sicht eine klare Aussage und somit eine wichtige Indikation für den weiteren Trendverlauf.


2. Renditeverlauf der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen

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Der Verlauf der Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen zeigt gegenwärtig einen ersten Durchbruch des fast 10-jährigen Abwärtstrend seit April 2011 auf !! Aktuell steht die Rendite der "10-jährigen" bei minus 0,273, tiefer als in Japan !!. Die Kursstruktur hat ein ähnliches Muster wie die "japanische Variante" mit einem mutmaßlichen Doppeltief im August 19 und März 20 um minus 0,75 Prozent. So die Numerologie, ach welch ein Zufall !! schlägt auch hier mit wichtigen Kursmarken bei den Widerstandslinien zu !! Die nächstliegende Widerstandslinie ist um minus 0,166 Prozent und der darüberliegende Widerstand bei ca. plus 0,166 Prozent.


Renditeverlauf der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen incl. technischer Indikatoren

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