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Höhere Inflation - So bereiten Sie sich vor

07.04.2021  |  Jeff Clark
Bereit oder nicht, höhere Lebenshaltungskosten stehen uns bevor. Viele Dinge, die wir kaufen, sind bereits viel teurer geworden - Benzin, Computer, Autos und Häuser. Und die Preise werden sich nicht allzu bald beruhigen, da Produzenten Knappheiten von Rohmaterialien melden... sich die Kosten von Liefercontainern im letzten Jahr verdreifacht haben... und viele Rohstoffpreischarts aussehen wie ein Bitcoin-Chart.

Investoren werden ebenfalls darauf aufmerksam... Maßstäbe der Inflationserwartungen sind in die Höhe geschossen, die Google-Suchen nach "Inflation" befinden sich auf dem höchsten Niveau seit Googles Gründung und viele prominente Analysten und Volkswirtschaftler gaben Warnungen aus. Es scheint klar, dass wir gerade dabei sind, eine neue "Inflationsära" zu betreten.

Wenn das der Fall ist, wie sollte man dann seine Finanzen vorbereiten? Wie schlimm wird es werden? Und wird die Fed das Ganze nicht unter Kontrolle behalten? Dieser Artikel befasst sich mit fünf Inflationsrealitäten, die sich gerade materialisieren. Sie basieren auf der Geschichte und werden sich direkt auf Ihren Geldbeutel und Ihr Portfolio auswirken. Hoffentlich kann Ihnen die Geschichte dabei helfen, sich auf diese kommende Inflationsära vorzubereiten...


Inflationsrealität Nr. 1: Höhere Inflation ist praktisch garantiert

Die erste Realität ist die Tatsache, dass eine höhere Verbraucherinflation bereits garantiert ist. Ich beziehe mich hier nicht auf den Anstieg der Rohstoffpreise oder das Problem innerhalb der Lieferkette - das hier ist etwas größeres...

Die Geschichte zeigt, dass exzessive 1) Schulden und 2) Defizite die Inflation in die Höhe treiben. Das ist nicht nur meine Meinung. Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff zeigten in ihrem Buch, This Time is Different: "Schuldenniveaus über 90% des BIPs hängen mit deutlich erhöhten Inflationsniveaus zusammen." Als sie spezifisch die US-amerikanische Geschichte betrachteten, stellten Sie fest: "Wenn US-amerikanische Schuldenniveaus 90% des BIPs erreichten oder überschritten, stieg die Inflation auf etwa 6% vs. 0,5% bis 2,5%, als das Verhältnis unter 90% lag." Befinden sich die USA also nahe dieses 90%-Niveaus?

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Ende 2020 machten die Staatsschulden 127,3% des BIPs aus. In der modernen Geschichte war dieses Verhältnis noch nie so hoch. In anderen Worten: Die US-Schulden als Prozentsatz des BIPs überstiegen die 90%-Schwelle deutlich, die laut Recherchen letztlich zu Inflation führt. Die zweite, umfassende Studie stammt von Peter Bernholz, der weitreichend als Experte für die Beziehung zwischen Defizitausgaben und Hyperinflation angesehen wird. In seinem Buch, "Monetary Regimes and Inflation," schlussfolgert er: "Hyperinflation wird durch staatliche Haushaltsdefizite ausgelöst." Wie sieht das amerikanische Haushaltsdefizit also nun aus?

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Das US-Defizit war in der Geschichte noch nie so hoch. Es hat sich seit der Great Recession mehr als verdoppelt. Diese Daten zeigen, dass die Hyperinflation, vor der Bernholz warnt, eine eindeutige Möglichkeit ist. Diese Studien stellen klare und direkte Beweise dar, dass wir eine höhere Preisinflation erwarten sollten. Wir haben beide Kriterien für einen deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise erfüllt. Einen mäßigen bis deutlichen Inflationsanstieg in unserem aktuellen geld- und fiskalpolitischen Zustand zu vermeiden, wäre historisch das erste Mal.



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