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Steigende Inflation und Steuern gefährden Wohlstand - Analyse zu Silber

07.04.2021  |  Markus Blaschzok
Der Goldpreis konnte seit dem Test des Märztiefs Mitte vergangener Woche bei 1.680 US-Dollar um 56 US-Dollar auf aktuell 1.735 US-Dollar ansteigen. Damit probt Gold den Ausbruch über seinem mittelfristigen Abwärtstrend. Nach einem Preisrückgang von 16% nutzten langfristig agierende Investoren dieses günstige Preisniveau, um nach dem erfolgreichen Test der technischen Unterstützung bei 1.680 US-Dollar noch einmal halbwegs günstig in den Goldmarkt einsteigen zu können.

Sollte dieser Ausbruchsversuch gelingen, dann dürfte die Korrektur des Goldpreises ihr Ende gefunden haben. Auch der Silberpreis konnte deutlich ansteigen und erste Widerstände überwinden, wobei noch ein mittelfristiger Abwärtstrend den Weg versperrt.

Die Erholung des Goldpreises wird von einer kurzfristigen Schwäche des US-Dollars gestützt, während der Euro nach seinem Einbruch auf ein Fünfmonatstief zu einer Zwischenerholung ansetzen kann. Mittelfristig dürfte der Dollar jedoch weiterhin zu Stärke neigen und auch die Zinsen im Laufe des Jahres weiter ansteigen, wobei hier kurzfristig eher ein Ende des Zinsanstiegs und eine leichte Entspannung zu erwarten ist. Steigende Zinsen und ein stärkerer US-Dollar dürften den Goldpreis noch einige Monate belasten, bis der Markt versteht, dass inflationsinduziert steigende Zinsen bullisch für Gold sind.

Das Säbelrasseln um Taiwan und die Krim-Halbinsel sind Faktoren, die vergangene Woche womöglich den Preisanstieg zusätzlich unterstützt haben. Ein möglicher schwarzer Schwan, wie beispielsweise ein bewaffneter Konflikt zwischen der Ukraine und Russland oder Probleme im Bankensystem, wie der kürzliche Margin Call für Archegos Capital, der einige Banken hart getroffen hatte, könnte jederzeit ein Katalysator für den nächsten starken Anstieg des Goldpreises sein. Gold ist auf dem aktuellen Preisniveau relativ günstig und mittel- bis langfristig agierende Investoren finden hier bereits ein gutes Kaufniveau. Die Minenaktien sind noch viel günstiger und haben allein auf Sicht der kommenden 12-18 Monate enormes Kurspotenzial.


Weltweite Mindeststeuer auf Unternehmen

Die Finanzministerin der USA, Janet Yellen, warb am Montag unter ihren G20 Amtskollegen für eine Mindeststeuer auf Unternehmensgewinne. "Wir arbeiten mit den G20-Ländern an der Zustimmung für eine globale Mindeststeuer für Unternehmen, die den 30 Jahre währenden Unterbietungswettbewerb beendet".

Die linke Bundesregierung in Washington ist gerade dabei die größte Steueranhebung seit 1942 umzusetzen, wobei eine Anhebung der Steuer auf Unternehmensgewinne von 21 Prozent auf 28 Prozent geplant ist. Dies soll einen Teil der gigantischen Infrastruktur- und Konjunkturausgaben finanzieren. Unternehmen soll so die Verlagerung der Gewinne in Steueroasen und Niedrigsteuer-Länder erschwert werden.

Janet Yellen hatte in Ihrer Funktion als Chefin der US-Notenbank, sowie insbesondere in ihren Interviews als Finanzministerin gezeigt, dass sie keinerlei ökonomischen Sachverstand besitzt und haarsträubende gemeinwirtschaftliche Ansichten vertritt. Mit den Steueranhebungen und insbesondere der Finanzierung der Staatsausgaben über die Druckerpresse, befindet sich die Harris/Biden Regierung auf dem direkten Weg die amerikanische Wirtschaft, deren Mittelstand und den Wohlstand des Landes zu zerstören.

Bereits Marx glaubte, der einzige Weg den Kapitalismus zu zerstören läge in Steuern, Steuern und noch mehr Steuern. Insbesondere die US-Vizepräsidentin Kamala Harris machte in der Vergangenheit keinen Hehl aus ihrer freiheits- und wirtschaftsfeindlichen Gesinnung.

Der Staat besitzt kein Geld und alles was dieser verschwenderisch und ziellos ausgibt, wird letztlich das gemeine Volk doppelt und dreifach bezahlen müssen. Regierungen verstehen es, Steueranhebungen für Unternehmen dem Bürger als Steuergerechtigkeit zu verkaufen, indem man multinationale Unternehmen medial verteufelt, die geschickt zum Teil sämtliche Steuern vermeiden. Man suggeriert, es wäre ungerecht, dass sich diese Unternehmen sich der Steuer entziehen können, wodurch dem Staat und der Gemeinschaft ein vermeintlicher Schaden entstünde. Feinde der Freiheit und der Marktwirtschaft fordern daher gerne populistisch Unternehmen stärker zu besteuern.

Doch wie immer, liegt die Wahrheit diametral gegensätzlich von dem, was Regierungen behaupten. Werden Unternehmen stärker besteuert, müssen sie die Preise für ihre Produkte folglich erhöhen, womit die Steueranhebungen letztlich immer die Endverbraucher an der Supermarktkasse bezahlen müssen. Jene, die die stärkere Besteuerung von Unternehmen verlangen, fordern praktisch eine verdeckte stärkere Besteuerung der Bevölkerung. Je weniger Steuern die Unternehmen und je weniger Geld der Staat wohlfahrtsmindernd und unproduktiv umleiten kann, desto besser ist es für die Wirtschaft und den Wohlstand aller Verbraucher.

Höhere Unternehmenssteuern zerstören zusätzlich die internationale Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Unternehmen, was Arbeitsplätze im Land vernichtet und somit das Durchschnittseinkommen verringert. Genau hiervor fürchtet sich die sozialdemokratische US-Regierung, weshalb man versucht den Wettbewerb durch globale politische Gleichschaltung zu eliminieren, was ein extrem freiheitsfeindlicher Akt der neuen US-Administration ist. Es ist mehr als bedenklich, dass dieser Vorstoß gerade aus dem ehemaligen Land der Freien angestoßen wird.

Dazu kommt, dass den Unternehmen durch höhere Steuern Geld für Investitionen in Forschung und Entwicklung fehlt, weshalb bessere und günstigere Produkte langsamer oder gar nicht erst entstehen können. Dies schadet zusätzlich dem Endverbraucher, der auch hier schlechter gestellt wird.

Geld, dass der Staat dem Bürger raubt, wird immer unproduktiv verschwendet, kostet produktive Arbeitsplätze und zerstört Wohlstand. Die Steuerzahler könnten stattdessen ihr hart verdientes Geld für benötigte Produkte und Dienstleistungen ausgegeben, was neue Arbeitsplätze und neue Investitionen in Forschung und Entwicklung schaffen würde.

Stattdessen leitet der Staat ihr Geld um, reibt einen großen Teil in der eigenen Bürokratie auf und gibt es in der Regel für unproduktive und unnötige Zwecke aus. Je mehr Steuern der Staat erhebt, desto ärmer und rückständiger wird eine Gesellschaft. Die über die Inflationssteuer finanzierten Infrastrukturprogramme der Harris/Biden-Regierung sollen später vermeintlich die Wirtschaft ankurbeln, doch handelt es sich hierbei nur um unproduktive Fehlinvestitionen.


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