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Bidens MMT - die "More-Money- Theorie"

11.05.2021  |  Egon von Greyerz
- Seite 2 -
Im November 2016, zur Wahl Donald Trumps, gab ich die Prognose ab, dass die US-Verschuldung bis zum Ende seiner Amtszeit 28 Billionen $ betragen und im Jahr 2025 schließlich bei 40 Bill. $ liegen würde.

Die 28 Bill. $ wurden schon erreicht. Niemand hätte es im Jahr 2016 ansatzweise für möglich gehalten, dass es die USA im Jahr 2022 mit 40 Bill. $ verschuldet sein könnten. Und doch scheint diese Prognose aus heutiger Sicht zu tief angesetzt. Heute dürften mindestens 50 Bill. $ als ziemlich sicher gelten. Die tatsächliche Zahl könnte deutlich darüber liegen.

Die 28 Bill. $-Prognose für 2021 bzw. 40 Bill. $ für 2025 war kein Geniestreich. Menschen sind sehr berechenbar, auch Präsidenten. In den letzten 40 Jahren hat sich die US-Verschuldung in Durchschnitt alle 8 Jahre verdoppelt. Die besagte Prognose basierte also auf einem ganz grundlegenden, und dem damals zuverlässigsten Instrument - der "Geschichte".


Schulden 31-fach gestiegen - Steuern 6-fach

Noch beängstigender am Chart oben ist Folgendes: Während sich die Verschuldung innerhalb von 40 Jahren vereinunddreißigfacht (31x) hat, stiegen die Steuereinnahmen nur um das Sechsfache (6x).

Man darf nicht denken, die US-Regierung würde eine Rückzahlung ihrer Schulden auch nur beabsichtigen. Mit Ausnahme einiger Jahre (jedoch nicht der Clinton-Jahre, in denen die Verschuldung weiter anstieg) ist die US-Verschuldung seit den frühen 1930er Jahren Jahr für Jahr gestiegen.

Wie ich schon an anderer Stelle im Artikel deutlich gemacht hatte: Mit MMT wird es keine Notwendigkeit für Schuldenrückzahlung mehr geben. Letztlich hat MMT ja nur den Zweck, konstante und leichtsinnige Schöpfung von stets wachsenden, jedoch wertlosen Geldmengen zu ermöglichen.

Dieser schönen MMT-Theorie kann schließlich nie das Geld ausgehen.

Doch wie Ayn Rand sagte: "MAN KANN DIE REALITÄT IGNORIEREN, DIE FOLGEN VON REALITÄTSIGNORANZ HINGEGEN NICHT."

Der MMT-Clan (einschließlich der aktuellen Administration) ignoriert ganz eindeutig die Realität. Dass die Zeche bezahlt werden muss, ist ihnen leider überhaupt nicht bewusst.

Die Folgen leichtsinniger Maßnahmen zu ignorieren, kommt einem am Ende immer sehr teuer zu stehen. Eine lange Abfolge von Präsidenten hat es geschafft, das Volk seit Jahrzehnten hinters Licht zu führen; weitergegeben wurde eine immer stärker von Schulden belastete Wirtschaft.


Blasen-Probleme

Die USA sind jetzt Risiken ausgesetzt, die im Bereich einer Rakete mit atomarem Sprengkopf liegen. Noch vor Ablauf der nächsten vier Jahre wird diese Blase höchstwahrscheinlich von einer der in der Abbildung gezeigten Raketen "angestochen" werden.

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Aktuell lässt sich unmöglich sagen, welche Rakete zuerst einschlagen wird; klar ist zumindest, dass jede einzelne verheerende Auswirkungen auf die US-Wirtschaft hätte.


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