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US-Verbraucherpreise steigen um 4,2% - Gold mit Kaufsignal über 1.800 US-Dollar! Vorübergehende Hyperinflation?

13.05.2021  |  Markus Blaschzok
Der Goldpreis stieg vergangene Woche über seinen wichtigen Widerstand bei 1.800 US-Dollar und 1.500 Euro an, während der US-Dollar aufgrund politischer Äußerungen sowie enttäuschender Arbeitsmarktdaten aus den USA in die Knie ging und die Zinsen für Staatsanleihen kurzzeitig sanken. Es gab bereits Anfang April erste Kaufsignale, die wir annahmen, doch seit dem Bruch des langfristigen Abwärtstrends bei Gold in Euro sowie dem Überwinden der Widerstände (1.800 $/1.500 €) werden auch mittel- bis langfristig agierende Investoren wieder als Käufer aktiv.

Das bullische Kaufsignal würde sich jedoch negieren, sollte der Goldpreis wieder unter diese Unterstützungen zurückfallen. Gold stieg mittlerweile auf 1.844 US-Dollar an und der Silberpreis sprang am Montag auf 27,88 US-Dollar, womit der nächste signifikante Widerstand bei 28$ bereits erreicht wurde.

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Der Goldpreis ist ausgebrochen und Kupfer stieg auf ein neues Allzeithoch über 10.000 $/Tonne


Der erneute Angriff von "Wall Street Silver" zum ersten Mai, um einen erneuten Short-Squeeze am Silbermarkt zu forcieren, hatte diesmal wenig Auswirkungen auf den Silberpreis. Die erste orchestrierte Kaufpanik Ende Januar konnte den Markt kurzzeitig noch stark beeinflussen, doch diesmal war deren Einfluss deutlich geringer, sodass die Gewinne von Anfang letzter Woche am Mittwoch bereits wieder vernichtet wurden.

Front Runner dürften sich diesmal im Voraus positioniert haben, da die Aktion frühzeitig kommuniziert wurde. Der letzte Report des Silver Instituts zeigte, dass die Minenproduktion noch hoch ist und da auch die COMEX-Lager voll sind, dürfte ein Short-Squeeze am Silbermarkt erst einmal unwahrscheinlich bleiben.

Dennoch ist Wall Street Silver ein Phänomen, das zeigt, wie stark die Investmentnachfrage bereits ist und wo die Reise hingehen könnte in den kommenden Jahren, sobald sich immer mehr Investoren der starken Inflation bewusstwerden. So haben sich die Bestände der Silber-ETFs, angesichts der massiven Inflation, im letzten Jahr verdreifacht, was primär für den Preisanstieg von Silber verantwortlich war.

Vergangene Woche reagierten die Finanzmärkte verstört auf die Aussagen von US-Finanzministerin Janet Yellen beim "The Atlantic - Future Economy Summit", worauf die Aktienmärkte deutlich nachgaben.

"Es kann sein, dass die Zinsen ein wenig steigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt. Wir haben viel zu lange die langfristigen Probleme in unserer Wirtschaft faulen lassen."

Die Geldschwemme der QE- und Konjunkturprogramme hatte die Aktienmärkte inmitten einer Rezession weit über ihre Allzeithochs hinausgetragen. So stieg der breite US-Aktienindex S&P 500 seit dem Crashtief um 92% und seit Anfang 2020 um 31% an. Die Technologiebörse Nasdaq kann seit Anfang letzten Jahres ein Plus von 44% verbuchen.

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Der S&P 500 erreichte ein neues Allzeithoch dank des Geldschwemme


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Rechnet man die Inflation raus, notiert der S&P 500 weit unter seinem Allzeithoch


Diese inflationsinduzierte Scheinblüte an den Aktienmärkten könnte schnell wieder verblühen, sollten die Zinsen inflationsinduziert ansteigen. Ein Zinsanstieg würde vielen Unternehmen, die durch die Lockdowns zusätzlich geschwächt wurden, den Todesstoß versetzen, was die Rezession wieder ans Tageslicht bringen und einen deflationären Effekt auf die Kreditgeldmenge haben würde.


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