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3 Charts, die zeigen, dass Gold immer noch spottbillig ist

17.05.2021  |  Jordan Roy-Byrne
Nachdem ich meinen Makro-Marktausblick für Abonnenten aktualisiert hatte, wurde mir etwas über Gold klar: Auf historischer Basis ist es weiterhin unglaublich billig. Oberflächlich betrachtet mag es teuer erscheinen, da es in der Nähe von 2.000 $/oz handelt, aber die Realität steht im Gegensatz zur Wahrnehmung.

Gold handelt ungefähr auf dem gleichen Niveau wie vor 10 Jahren. Denken Sie an die Anstiege bei Aktien, Anleihen und Immobilien in den letzten 10 Jahren. Der SPY ETF hat über 350% zugelegt. Bis zur jüngsten Korrektur hatte sich der TLT (Anleihen) verdoppelt.

Wenn Sie einen noch breiteren Blickwinkel einnehmen, sieht Gold noch billiger aus. Betrachten Sie diese Beispiele:

Der Goldpreis, der erforderlich ist, um die Geldbasis zu stützen, wird aus den US-Goldreserven, dem Goldpreis und der Geldbasis berechnet. In den 1930er Jahren und zum Ende der 1970er Jahre erreichte der Goldpreis ein Niveau, das 100% der monetären Basis deckte. Heute müsste der Goldpreis auf 22.000 $ steigen, um dies zu erreichen. Im Jahr 2008, was noch nicht allzu lange her ist, erreichte der Goldpreis eine Deckung von 30% der monetären Basis. Um dies heute zu erreichen, müsste der Goldpreis bei 6.700 $ liegen.

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Der nächste Chart zeigt das Verhältnis zwischen Gold und dem S&P 500, das 120 Jahre zurückreicht. Das Verhältnis liegt aktuell auf dem 3,5%-Perzentil. Das Verhältnis hat in den letzten 120 Jahren nur 9% der Zeit auf einem niedrigeren Niveau gelegen.

Das Verhältnis hat ein großes Untertassen-Bodenmuster gebildet, und wenn es über 0,70 ausbricht, würde es ein Aufwärtsziel von 1,00 haben. Das würde sich im Chart kaum bemerkbar machen, aber es würde einem potenziellen Goldpreis von 4.000 $ entsprechen.

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Lassen Sie uns schließlich noch einen Blick auf den prozentualen Anteil von Gold am globalen Finanzvermögen werfen.

Diese Grafik ist ein Jahr alt, und angesichts des Rückgangs des Goldpreises und der anhaltenden Outperformance der meisten anderen Vermögenswerte ist der Prozentsatz aktuell sicherlich niedriger als 0,7%.

Das scheint nicht weit vom 1980er Höchststand von etwa 2,7% entfernt zu sein, aber bedenken Sie Folgendes: Von 2001 bis 2011 stieg der prozentuale Anteil des globalen Vermögens in Gold um etwa das Vierfache, während der Preis fast doppelt so stark zulegte. Sollte diese Kennzahl also 1% übersteigen, könnte der Goldpreis auf über 4.000 $/Unze steigen.

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Diese und weitere Informationen sprechen dafür, dass der echte Bullenmarkt bei Gold noch nicht begonnen hat.

Gold bildet derzeit den Henkelteil eines Tassen- und Henkelmusters aus, von dem wir annehmen, dass es irgendwann im Jahr 2022 oder Anfang 2023 nach oben ausbrechen könnte. Das ermittelte Aufwärtsziel liegt bei 3.000 $/oz, aber diese Charts zeigen, dass der Anstieg noch weiter gehen könnte.

Die Inflationsdaten haben in dieser Woche die 4%-Marke überschritten, aber der Markt glaubt, dass sie zurückgehen und sich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln werden. Wenn der Markt erkennt, dass die Inflation anhalten wird, werden wir sehen, dass Gold den Aktienmarkt übertrifft und auf einen Ausbruch zusteuert.

Als Investor positioniere ich mich mit den Unternehmen mit der besten Kombination aus Aufwärtspotenzial und fundamentaler Qualität. Das sind Unternehmen, die man kaufen und für ein paar Jahre halten kann und die das Potenzial haben, 5-, 7- und 10-Bagger zu sein, sollte Gold über 2.100 $/oz ausbrechen.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 13. Mai 2021 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.
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