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Gold gegen 200 Billionen $ Falschgeld

18.05.2021  |  Egon von Greyerz
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"O Zeus, was hast du einen Prüfstein, der nicht trügt,
Zur Goldes-Probe, ob es unecht, uns verliehn
Und beim Fiat-Gelde, daß man scheide schlecht und gut,
Dem Äußern kein Kennzeichen deutlich eingeprägt?
- Euripides & EvG

Was der griechische Dramatiker Euripides (450 v. Chr.) hier über Gold sagt, erklärt auch, warum das Metall seit 5.000 Jahren Geld geblieben ist. Gold ist konstantes Vermögen und kann nicht erfolgreich verändert oder gefälscht werden!

Was die Unterscheidung von gutem und schlechtem Fiat-Geld angeht, so haben uns die Banker und Zentralbanker diese Aufgabe absurd und kriminell einfach gemacht. Denn es gibt kein gutes Fiat-Geld.

Fiat-Geld ist insgesamt Scheingeld und wird per Knopfdruck nach Gutdünken der schuldigen Banker produziert. Das heutige Fiat-Geld wird elektronisch hergestellt, sprich kostenfrei. Also ist es heutzutage noch nicht einmal das Papier wert, auf dem es stehen kann.

Was in unbegrenztem Umfang kostenlos produziert werden kann, hat definitionsgemäß auch keinen höheren Wert als NULL.


"Man kann die Realität ignorieren, die Folgen von Realitätsignoranz hingegen nicht."

Ayn Rand meinte: "Man kann die Realität ignorieren, die Folgen von Realitätsignoranz hingegen nicht."

Und das ist Realität: Allein in diesem Jahrhundert wurden weltweit mehr als 200 Billionen $ Schulden oder Falschgeld produziert. Das sind 200% mehr als das gesamte Schuldengeld, das jemals zuvor bis zum Jahr 2000 produziert wurde (100 Bill. $). Und diese Summe umfasst noch nicht einmal alle Versprechen und Lügen in Form ungedeckter Verbindlichkeiten weltweit (Kranken-, Sozial- und Rentenversicherung etc.) sowie Derivatepositionen von insgesamt mehr als 2 Billiarden $, die letztlich wertlos verfallen werden.

Aber kaum jemand begreift die Folgen des unstillbaren Falschgeldhungers dieser Welt. Die Super-Bubble wird wachsen, bis sie eines Tages vollständig implodiert.


Gold & Zentralbanken

Die Zentralbanken verbindet auch eine Hassliebe zum Gold. Einerseits können sie gar nicht anders, als es zu lieben, schließlich besitzen sie 34.000 Tonnen davon - im Gegenwert von 2 Billionen $. Zumindest sind das die Zahlen, die man in der Öffentlichkeit präsentiert.

Aber: Praktisch keine Zentralbank präsentiert die Ergebnisse einer offiziellen Prüfung der physischen Bestände einschließlich der ausstehenden Papierkontrakte. Folglich weiß niemand, wie viel von jenen 34.000 Tonnen tatsächlich noch unbelastet und eindeutig Zentralbankeneigentum sind.

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Wenn die Zentralbanken nichts zu verbergen haben, warum lassen sie sich dann keine öffentliche Bilanzprüfung zu? Immerhin gehört das Gold dem Volk. Die Antwort ist einfach. Sie sind ganz sicher nicht mehr im Besitz der offiziell angegebenen Mengen.

Ein größerer Teil dieses Goldes wurde wahrscheinlich heimlich veräußert. Zudem wurde ein nicht unerheblicher Teil über die Bullionbanken in den Markt verliehen. Ein großer Teil dieses verliehen Goldes wurde von großen internationalen Käufern, wie China und Indien, aufgekauft. Und diese Staaten werden das Gold mit Sicherheit nicht zurückgeben.

Auch hier gilt: Man kann die Konsequenzen verschwindender Goldmengen nicht ignorieren. Denn die betreffenden Zentralbanken haben, im Austausch gegen diese Goldleihen, nichts weiter in der Hand als Schuldscheine von Bullionbanken. Die Bullionbanken sind sich jedenfalls im Klaren darüber, dass sie das Gold nie und nimmer von China, Indien und wer weiß, von welchem Land noch, zurückbekommen werden.


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