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Die Wahl der Qual: Marktsturz oder fatale Inflation?

24.06.2021  |  Matt Piepenburg
- Seite 4 -
Die aktuell von Schulden-Bluff, heißer Luft und Falschgeld gestützten Märkte streben auf einen "Uh-Oh"-Moment zu, der deutlich schmerzvoller ausfallen wird als alles, was während der Großen Depression passierte. Falls Sie trotzdem daran denken, auf Kurs zu bleiben (was auch die meisten Risk-Parity-Berater empfehlen): Nehmen Sie sich bitte kurz Zeit und bedenken Sie, wie lang und schmerzlich diese Fahrt sein kann und wird. Nehmen Sie das Beispiel des großen Aktienmarktcrashs von 1929 und den Folgejahren:

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Wie die Fakten zeigen, stürzte der S&P im Jahr 1929 von seinem Hoch bei fast 500 Punkten ab. Erst 1956 waren die zuvor gemachten Verluste wieder aufgeholt. Knapp 27 Jahre später. Der Blick nach Asien zeigt einen weiteren bekannten historischen "Uh-Oh"-Moment - das ach-so-peinliche Beispiel des berüchtigten Nikkei-Crashs von 1989. Und bislang - auch ca. 30 Jahre danach - wurden die damaligen Höchststände nicht wieder erreicht.

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Wer allerdings riskieren kann, so lange auf "Kurserholungen" zu warten, der sollte nicht vergessen, dass die Inflation, die über einen solchen Zeitraum auftritt, mehr als 50% der eigenen Kaufkraft zunichtemachen wird. Wer also glaubt, die Marktkurse von heute und die der kommenden Jahrzehnte wären perfekt bepreist, der soll auf Kurs bleiben, die Welle reiten, seinen Broker bezahlen und die Daten-Berge, die unter der Oberfläche lauern, einfach ignorieren. Jedem/ Jeder das Seine/ Ihre.

Doch der Markt selbst zeigt jetzt weltweit "Sell"-Indikatoren, weil sich die inflationären Folgen einer gänzlich betrügerischen Zentralbankenpolitik überhaupt nicht mehr ignorieren lassen.

Falls die Fed, wie erwartet, Inflation "zulässt" (oder schlimmer noch, wenn die Inflation einfach hinausschießt über die Selbstüberschätzung und die absurden Kontrollversuche der Fed), dann kann keine noch so umfangreiche Ertragskurvenrepression mehr verhindern, dass die Zinssätze gemeinsam mit der Inflation steigen. Und selbst ein Anstieg der Zinssätze um nur 3% würde dafür sorgen, dass die Schuldenparty, wie wir sie seit 2009 an den Märkten feiern, in einen alptraumhaften Kater umkippt.

Erkennen Sie wieder die Zwickmühle..? Ob Zuckerbrot oder Peitsche, unsere Zentralbanken können uns nur eine Zukunft aus Schutt und Asche bieten, aber nichts Grünes oder Organisches.

Die letzte verbleibende Unbekannte ist: Wie lange noch werden Doppelzüngler wie Powell & Konsorten dieses Zuckerbrot&Peitsche-Schach (bzw. das Tauziehen zwischen Markt und Inflation) weiterspielen können? Schon jetzt steht unser finanzielles, ökonomisches und währungstechnisches "Rom" in Flammen…

Wie wir oft schon erwähnt haben: Es ist vergebliche Mühe, ja sogar fast idiotisch, die vernichtenden aber zweifellos mächtigen Effekte unbegrenzter Geldschöpfung zeitlich genau eingrenzen, abpassen oder prognostizieren zu wollen. Dennoch bleibt es die Verpflichtung eines jeden verantwortlichen Investors, sich auf deren unausweichliche Folgewirkungen vorzubereiten.

Mehr Geldangebot für anhaltende Zinssatzmonetisierung bedeutet ganz einfach mehr Währungsentwertung und steigende Inflation. In den kommenden Jahren kann Gold also nur steigen! Ganz einfach weil es für die Währungen nur einen Weg gibt: Sie werden niederbrennen.


© Matt Piepenburg
Kommerzdirektor bei MAM



Dieser Artikel wurde am 24. Mai auf www.goldswitzerland.com veröffentlicht.


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