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Die Fiat-Massenschlägerei: Währungsdruckerei vs. Gold- und Silberproduktion

06.07.2021  |  Jeff Clark
Die meisten Schlagzeilen über die Ankündigung des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC) konzentrierten sich auf eine mögliche Änderung der Zinsen. Was man dabei größtenteils ignorierte, war die Tatsache, dass man weiterhin jeden Monat 120 Milliarden Dollar Anleihen erwerben wird. Die Zentralbank erklärte, sie würde die Zinsen 2023 "vielleicht" erhöhen, doch es gab keinerlei Zaudern dabei, das aggressive Anleihekaufprogramm fortzusetzen.

Dieses QE-Programm beläuft sich auf jährlich 1,44 Billionen Dollar neuer Bankreserven (die dazu verwendet werden, Staatsanleihen zu erwerben). All das wird aus dem Nichts erschaffen. Für etwas Perspektive: Der Marktanteil von IBM beläuft sich auf 130 Milliarden Dollar. Also erschafft die Fed fast jeden Monat Währung in Höhe eines weiteren IBM. Das ist eine Menge Währung. Wenn Sie 95 Jahre alt sind, dann haben Sie drei Milliarden Sekunden gelebt. Die Fed erschafft jeden Monat fast 40-mal so viele digitale Dollar.

Es braucht nur ein grundlegendes Verständnis der Volkswirtschaftslehre, um zu erkennen, dass etwas weniger wertvoll wird, je mehr davon erschaffen wird. Deshalb ist die Fiatwährung letztlich ein fehlerhaftes System; Politiker und Zentralbanker können der Versuchung nicht widerstehen, ihre Probleme durch die Druckerei von mehr Währung zu lösen... was mehr Schulden erschafft... was die Wirtschaft belastet... auf was mit weiterer Währungsdruckerei reagiert wird... und so weiter.

• Das aktuelle Währungssystem, wie wir es nun beobachten können, ist praktisch eine Fiat-Massenschlägerei.

Lassen Sie uns dies realem Geld gegenüberstellen...


Währungserschaffung vs. Gold- & Silberproduktion

Inwieweit stehen die 120 Milliarden Dollar im Monat im Vergleich zum Wert der Gold- und Silberproduktion? Wir fragen dies, weil man Gold und Silber nicht aus dem Nichts erschaffen kann und ihr Angebot begrenzt ist. Das ist ein Grund dafür, warum Gold oder bimetallische Standards in der Vergangenheit verwendet wurden: Sie verhängen Disziplin, weil ein Land nicht mehr Gold und/oder Silber ausgeben kann, als es produziert.

Der Goldbergbau produzierte letztes Jahr weltweit 97,5 Millionen Unzen. Auf monatlicher Basis sind dies 8,125 Millionen Unzen. Der durchschnittliche Goldpreis lag in diesem Jahr bei etwa 1.800 Dollar, also beläuft sich der monatliche Wert der Produktion auf 14,2 Milliarden Dollar. Der Output des Silberbergbaus belief sich letztes Jahr auf 729,7 Millionen Unzen, oder 60,8 Millionen Unzen im Monat. Bei einem Silberpreis von 26 Dollar beträgt der monatliche Wert 1,58 Milliarden Dollar. Und so heben sich diese Zahlen vom aktuellen QE-Programm der Fed ab:

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Die US-Zentralbank erschafft mehr als achtmal so viel Währung wie Gold auf der Welt produziert wird. Und fast 76-mal so viel Währung wie Silber. Und das ist noch nicht einmal ein Eins-zu-Eins-Vergleich: Die QE-Bemühungen anderer Zentralbanken der Welt wurden ausgenommen. Würden wir diese Zahlen hinzufügen - oder die US-Druckerei nur mit der US-Goldproduktion vergleichen - dann wären die Wert für Gold und Silber auf dem obigen Chart gar nicht sichtbar.

Einige von ihnen mögen hervorheben, dass die Bergbauproduktion 2020 aufgrund der Pandemie eine Anomalie war. Sie nahm ab - doch die Goldproduktion befand sich bereits zuvor in einem Abwärtstrend. Die Minenkapazität - wie viel neue Produktion jedes Jahr online gehen wird - beträgt für 2021 nur 744.000 Unzen, das niedrigste Niveau seit 2011. Und fast jeder Bericht, den ich gelesen habe, schreibt, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Dasselbe gilt für Silber. Neues Bergbauangebot befand sich seit 2016 in einem rückläufigen Trend und nun auf seinem niedrigsten Niveau seit 2012.


Wie wertvoll ist etwas, das mit einem Tastendruck erschaffen wird?

Wir müssen ebenfalls die Zeit und die Mühe bedenken, die es braucht, um Gold und Silber zu produzieren. Die Fed und die meisten Zentralbanker erschaffen heutzutage neue Währung mit einem Computer und einer Maus. Doch echtes Geld zu produzieren, braucht ein ganzes Jahrzehnt - von der Exploration und der Entdeckung bis hin zu Entwicklung, Produktion und Vertrieb.

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Die meisten Währungen sind heutzutage praktisch von einer Zentralbank "erdacht," wobei neue Einheiten Banken und anderen Entitäten gutgeschrieben werden. Einfach. Doch wie wertvoll ist etwas, das man praktisch in Sekunden und mit wenig Mühe erschaffen kann? Das ist ein Grund, warum ein Goldstandard funktionieren kann; es braucht echte Arbeit und eine Menge Zeit, Gold auf den Markt zu bringen, was die Ausgaben einschränkt, die Politiker tätigen können (weshalb sie sich wehren, sollte er jemals wieder eingeführt werden).



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