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Gold wird von Pandemie- und Inflationsängsten angetrieben. Sind Sie dabei?

15.07.2021  |  Frank Holmes
Gold verzeichnete seine dritte, aufeinanderfolgende Woche Preiszunahmen, während die Rendite der 10-Jahresstaatsanleihe zum ersten Mal seit Februar unter 1,3% fiel. Die äußerst übertragbare Delta-Variante wurde zudem in den USA als die dominanteste Coronavirus-Variante anerkannt; sie bedroht das Wirtschaftswachstum und verstärkt die Unsicherheit bezüglich der nächsten Zinserhöhung.

Vor diesem Hintergrund zeigt das gelbe Edelmetall nun ein Golden Cross, was bedeutet, dass der 50-tägige gleitende Durchschnitt nun über dem 200-tägigen gleitenden Durchschnitt gehandelt wird. In der Vergangenheit war dies ein bullischer Indikator für den Goldpreis, der noch immer etwa 12% von seinen Rekordhochs letzten Sommer entfernt ist.

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Kurz- bis mittelfristig scheint es, als würde die Goldnachfrage weiterhin durch die Zentralbankpolitik angetrieben werden, die selbst mit zunehmenden Inflationsängsten akkommodierend bleiben sollte. Laut dem FedWatch Tool der CME Group besteht eine Wahrscheinlichkeit von 75%, dass die Zinsen innerhalb eines Jahres bei 0,00% bis 0,25% bleiben werden, was ausreichend Zeit für Gold lässt, die 2.000 Dollar je Unze zu testen.


Pandemie noch immer wichtigste Sorge der Zentralbanker

UBS veröffentlichte die Ergebnisse der jährlichen Reservemanagement-Umfrage, die zeigten, dass die Manager noch immer um die Handhabung der Pandemie besorgt sind. Sorge Nummer 1, die sich derzeit auf die Weltwirtschaft auswirken würde, sei laut 80% der Befragten das gescheiterte Ende der Pandemie, wobei die Hälfte glaube, man könne sie erst nach 2022 beenden. Hier in den USA ist die Impfrate unter bestimmten Bevölkerungsschichten drastisch zurückgegangen, was es Kanada, dem Vereinigten Königreich, Italien und Deutschland erlaubte, aufzuholen. In einkommensschwachen Ländern haben bisher nur 1% der Leute eine Impfdosis erhalten.

Die Sorge der Zentralbanker ist nicht unbegründet. Leitender Volkswirtschaftler bei IHS Markit veröffentlichte letzte Woche einen Artikel, der eine starke Korrelation zwischen Impfraten und Wirtschaftswachstum zeigte. Je höher die Impfrate eines Landes, desto höher waren dessen PMI-Zahlen im Juni; das Gegenteil war ebenfalls der Fall.

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Die anderen beiden Top-Sorgen der Umfrage waren die staatlichen Schuldenniveaus (71% der Befragten) sowie Inflation (57%). Ich sollte hier anmerken, dass Inflation vor einem Jahr, als die Umfrage zuletzt durchgeführt wurde, noch nicht einmal auf der Liste stand. Die London Bullion Market Association (LBMA) hob in ihrem Bericht für das zweite Quartal ebenfalls hervor, dass im Mai mehr als 100.000 Presse-Artikel über Inflation veröffentlicht wurden, deutlich mehr als über COVID-19.


Gold kann dabei helfen, Risiko zu händeln

All diese Sorge, so denke ich, begünstigen Gold als eine Portfolio-Diversifikation. Niedrige Anleiherendite haben Investoren zu riskanteren Assets verführt, einschließlich Aktien. Das war eine Gewinn-Strategie, da die wichtigsten Indices Rekordhochs erreichten; es ist jedoch wichtig, eine Position in Gold zu halten, um dabei zu helfen, das Risiko zu handhaben. Ich empfehle eine Gewichtung von 10%, mit 5% in physischem Gold und 5% in Goldaktien. Eine Allokation von 1% bis 2% in Bitcoin und Ether, nicht zu vergessen Krypto-Mining-Aktien, macht derzeit ebenfalls Sinn.


© Frank Holmes
U. S. Global Investors



Der Artikel wurde am 12. Juli 2021 auf www.usfunds.com veröffentlicht und in Auszügen exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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