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Kuba & Venezuela sind abschreckende Beispiele für den Sozialismus

08.08.2021  |  Frank Holmes
Im letzten Jahrzehnt sind die Bürger lateinamerikanischer Länder mutiger dabei geworden, gegen die gescheiterte, sozialistische Politik ihrer Regierungen zu protestieren. Wir konnten unter anderem Unruhen in Venezuela, Chile und Kolumbien beobachten, doch bis vor kurzem gab es keinen Laut aus Kuba, das sich seit Fidel Castros Revolution 1959 unter kommunistischer Führung befindet. Es ist schwer zu übertreiben, wie wichtig die Tatsache ist, dass die Kubaner auf die Straßen gehen, um ihrem Ärger gegenüber der Regierung Luft zu machen. Proteste diesen Ausmaßes sind in der Geschichte des karibischen Inselstaates präzedenzlos.

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Doch die Lebensumstände verschlechtern sich rasch, da Präsident Miguel Díaz-Canel die Wirtschaft während der Pandemie falsch behandelte. In einem Echo düsterer Szenen vergangener, gescheiterter sozialistischer und kommunistischer Regimes müssen Kubaner nun stundenlang in einer Schlange stehen, um Lebensmittel kaufen zu können. Stromausfälle können manchmal mehrere Stunden andauern.

Wie viele meinen, lassen die Proteste Hoffnung aufkommen, dass Kuba eine Veränderung bevorstehen könnte. Dessen junge Leute - für die Castros Revolution irrelevant wird - sind gut gebildet, aktiv in den sozialen Medien und nicht schüchtern, Risiken einzugehen, selbst im Angesicht von Polizeigewalt und Verfolgung. Was haben sie zu verlieren, wenn der Sozialismus ihnen und ihren Familien bereits alles genommen hat?


Venezuela wird Währung abwerten... schon wieder

Wenn Sie der Wirtschaft eines einst wohlhabenden Landes dabei zusehen möchten, wie sie sich zerstört, dann gibt es einige Wege, die effektiver sind als die Installation einer harten, sozialistischen Regierung. Vor der Revolution war Kubas Wirtschaft größer als die Singapurs. Doch während erstere verfiel, florierte letztere unter der freien-Markt-Politik von Lee Kuan Yew, der zur gleichen Zeit an die Macht kam wie Castro. Heute besitzt Singapur eines der weltweit höchsten BIP pro Kopf und ist Nr. 1 im Index of Economic Freedom der Heritage Foundation.

Und dann ist da Venezuela, das dank seiner fossilen Brennstoffreserven, die größten in der Welt, ein einst wohlhabendes Land in Südamerika war. Hohe Ölpreise mögen dabei geholfen haben, Venezuelas Kassen während der Regierung von Hugo Chavez zu füllen, doch die Umstände verschlechterten sich 2014 dramatisch, als dem Ölmarkt der Boden entglitt. Selbst als sich die Preise zu erholen begannen, setzte die Wirtschaft ihre Abwärtsspirale fort, angetrieben durch unkontrollierte Regierungsausgaben und rasende Gelddruckerei. Das BIP pro Kopf ist heute niedriger als 1985.

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Ich habe bereits viel über die Hyperinflation in Venezuela geschrieben, die weiterhin Geldbeutel und Ersparnisse der Menschen vernichtet. Sie glauben, dass Bargeld Müll ist? Der venezolanische Bolivar ist praktisch wertlos, ein Punkt, der während der diesjährigen Bitcoin-Konferenz in Miami illustriert wurde, als jemand einen Müllcontainer voller 50-Bolivar-Noten hereinrollte, den Konferenz-Teilnehmer und Passanten größtenteils ignorierten. Laut Bloombergs Venezuela Café con Leche Index kostet eine Tasse Kaffee in der Hauptstadt Caracas nun knapp 7 Millionen Bolivar, eine Zunahme von 2.289% im Vergleich zum Vorjahr.


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