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Genau hier bildet Gold Böden

17.08.2021  |  Jordan Roy-Byrne
Es ist nicht ratsam, anmaßend zu sein oder absolute Aussagen zu machen, doch die Beweise sind überzeugend. Letzte Woche veröffentlichten wir einen analogen Goldkorrektur-Chart, der für einen Boden von 1.590 Dollar im Frühling 2022 argumentiert, wenn wir den Durchschnitt der drei schlimmsten Bärenmarktkorrekturen hernehmen. Gold hat sich seit dem Flash-Crash erholt, doch der Trend verläuft abwärts. Und wenn Gold in den nächsten Monaten unter 1.700 Dollar schließt, wird es sich der unteren roten Linie annähern.

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Im Laufe des Donnerstag fiel Gold um nur 11 Dollar, doch der HUI (Goldproduzenten) und der GDXJ (große Juniors) sind in der Woche um 4% zurückgegangen. Die Goldbergbauunternehmen und Gold-Juniors haben diese Abwärtsbewegung angeführt und befinden sich derzeit in einer gefährlichen Position. Sollten der HUI und der GDXJ, unten gezeigt, die aktuelle Unterstützung verlieren, dann würden sie wahrscheinlich um weitere 15% bis 20% zurückgehen. Dies aligniert sich mit Gold, das die Unterstützung bei 1.675 Dollar verliert.

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Das Abwärtsrisiko beschwört die Ängste von 2013 erneut auf. Der Markt rechnet für 2022 eine niedrigere Inflationsrate und die Wahrscheinlichkeit höherer Nominalrenditen ein. Realrenditen, die Gold antreiben, brachen ein und werden 2022 wieder steigen. Das ist ähnlich wie 2013. Doch das größere Makromarkt-Bild ist vollkommen anders. Der untere Chart plottet die Goldaktien gegenüber dem Aktienmarkt und dem CAPE-Ratio. Wie Sie sehen können, tendiert das Verhältnis zwischen Goldaktien und Aktienmarkt invertiert zu den CAPE-Bewertungen. Deutliche Spitzen des CAPE-Ratio markieren üblicherweise den Beginn eines anhaltenden Edelmetallbullenmarktes.

Das CAPE-Ratio ist 200% höher als 2009 und 100% höher als 2011. Beachten Sie zudem, dass Aktienmarkt und Wirtschaft 2011 aus einer der schlimmsten Rezessionen der letzten Jahrzehnte austraten und Gold sowie Goldaktien die Aktien im vorherigen Jahrzehnt dramatisch übertroffen hatten. Heute befinden sich die Bewertungen für den Aktienmarkt in der historischen Stratosphäre, während die Wirtschaft eine temporäre Panik nach einer bereits rekordverdächtigen Expansion verzeichnete. Die Wahrscheinlichkeiten argumentieren dafür, dass dieser Konjunkturzyklus kurz sein wird.

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Der vorherige Chart spiegelt wider, dass der reale Edelmetallbullenmarkt noch nicht begonnen hat. Warten wir ab, bis die Stagflation eintritt oder die Wirtschaft eine weitere Finanzspritze benötigt. Wenn wir uns der Gegenwart und den derzeitigen Problemen zuwenden, so ist der Wendepunkt für Gold die nächste Zinserhöhung der Fed. Im unteren Chart plotten wir den Fed-Leitzins und Gold.

Es gab in den letzten 50 Jahren acht Zinserhöhungszyklen. Zwei fanden Anfang der 1980er Jahre statt und Gold tendierte aufwärts. Das ist heute nicht der Fall. Die anderen Zinszyklen begannen Anfang 1972, Ende 1976, 1993, 1999, 2004 und Ende 2015. Große Bullenmärkte folgten auf drei von diesen, während Gold in drei anderen eine durchschnittliche Erholung über 30% verzeichnete (1993, 1999, 2016). Außerdem sollten wir anmerken, dass zwei der deutlichsten Tiefs in den letzten 40 Jahren (1999 und 2016) mit frischen Zinserhöhungen einhergingen.

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Wenn der Markt anfängt, eine straffere Politik von der Fed einzurechnen, dann schadet das Gold üblicherweise. Doch Gold bildet einen Boden, wenn die ersten Zinserhöhungen stattfindet. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist diese Analyse ein zweischneidiges Schwert für Gold. Je früher die Fed die Zinsen erhöht, desto eher wird Gold einen Boden bilden. Doch das ist bearisch für Gold, bis es passiert.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 13. August 2021 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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