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Gold mit Wochenplus nach Flash-Crash - 50 Jahre Fiat-Money - Analyse zu Gold

16.08.2021  |  Markus Blaschzok
Der Goldpreis konnte sich vergangene Handelswoche, nach dem Flash-Crash zum Wochenanfang, stark erholen und ging trotzdem mit einem Plus von einem Prozent ins Wochenende. Dies zeugt von Stärke am Goldmarkt, während sich Silber hingegen schwach zeigte. Der Silbermarkt war zuletzt sogar so schwach, dass sich die großen vier Händler an der COMEX in dem Abverkauf auf 22 US-Dollar vom 9. August mit 20 Tagen der Weltproduktion eindecken konnten, ohne den Silberpreis dabei wieder über den Widerstand bei 23,80 US-Dollar zu drücken.

Zuletzt war die Shortposition der "BIG 4" Anfang 2019 so niedrig, als der Silberpreis bei 14 US-Dollar gehandelt wurde. In der Regel geht ein starker Rückgang dieser Shortposition mit einem Tief und dem Ende einer Korrektur einher, weshalb das Leid der Silberbugs bald ein Ende finden dürfte. Der Platinpreis, der von dem Crash am Goldmarkt kaum tangiert wurde, schloss die Woche mit 1.026 US-Dollar (+5,4%) deutlich über der wichtigen Unterstützung bei 1.000 US-Dollar.

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Seit Anfang 2019 hatten die BIG 4 keine so geringe Shortposition mehr gehalten


Die neuesten US-Konsumentenpreise für Juli lagen mit einen Anstieg des CPI von 5,4% auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat, wobei einige Komponenten schwächer waren, als es der Markt erwartet hatte. Sehr heiß waren hingegen die Erzeugerpreise mit einem Anstieg um 7,8%, während es im Juni noch 7,3% waren. Die Kern-Erzeugerpreise steigen um 6,2% und lagen damit höher als der Marktkonsens von nur 5,6%.

Die hohen Produzentenpreise werden ihren Weg in die Konsumentenpreise finden, womit immer deutlicher wird, dass die hohe Teuerung in den USA und dem Rest der Welt nicht vorübergehend ist, sondern die nächsten Jahre anhalten und weiter ansteigen wird. Die QE-Programme in den USA, sowie in Europa werden noch einige Jahre weitergehen und die Kaufkraft des Dollars und des Euros aushöhlen, worauf Gold und Silber als bester langfristiger Schutz gegen Inflation stark nachgefragt und deren Preise deutlich ansteigen werden.

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Die Edelmetalle konnten sich nach dem starken Einbruch schnell wieder erholen


50 Jahre Fiat-Geld und Inflationssteuer

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis zum 15. August 1971 waren die westlichen Währungen zu einem fixen Wechselkurs an den US-Dollar gebunden, welcher zu 35 US-Dollar je Feinunze Gold eintauschbar war. Das Bretton-Woods-System war der Versuch einer Rückkehr zu einem Goldstandard, der vor dem ersten Weltkrieg fortlaufendes Wachstum und Wohlstand ermöglichte. Hätten die USA verantwortungsbewusst die umlaufende Geldmenge konstant zu den hinterlegten Goldreserven gehalten, so könnte dieser Gold-Devisen-Standard, in dem der Dollar so gut wie Gold war, noch heute existieren und wir würden in einer weit fortgeschrittenen und wohlhabenderen Welt leben.

Als Hüter der Goldreserven konnten die amerikanischen Politiker nicht mit dieser ihnen anvertrauten Macht umgehen. Unter anderem zur Finanzierung des Vietnamkrieges druckte die US-Regierung einfach Geld aus dem Nichts, ohne dieses mit Gold zu decken. Man nutzte die Druckerpresse und verschaffte sich einen Vorteil gegenüber allen anderen Nationen.


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