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Sommer 2021 endet: "Scharfe Erholungen" für Edelmetalle voraus

03.09.2021  |  The Gold Report
Während die verbleibenden Tage des Sommers 2021 vergehen, habe ich das Labor-Day-Wochenende immer als den inoffiziellen letzten Tag des Sommers betrachtet, denn nach dem Feiertag am Montag hieß es "Zurück in die Schule", und das war für zwanzig der ersten fünfundzwanzig Jahre meines Lebens und dann für eine ebenso lange Zeit als Vater von drei Kindern eine harte Realität.

Als ich in einer Kleinstadt nordöstlich von Toronto aufwuchs, war der Höhepunkt des Sommers für viele Kinder der Region die traditionelle Busfahrt in die Stadt, wo man an den Dufferin Gates abgesetzt wurde und in der Schlange stand, während Hunderte und Aberhunderte von Kindern im Schulalter es nicht erwarten konnten, zu ihrem jährlichen Besuch der mächtigen und ehrwürdigen Canadian National Exhibition hineinzukommen.

Wir alle haben unsere Erinnerungen an die alte "Ex", und ob es nun die uralte Holzachterbahn "The Flyer" oder die ebenso furchterregende "Wilde Maus" war, das einzige Ereignis, das ich nie verpasst habe, war die Flugshow, bei der alles von CF-105-Jets bis hin zu Lancaster-Bombern aus dem Zweiten Weltkrieg über die Ufer des Ontariosees donnerte und nicht nur schlafende Babys weckte, sondern auch schlummernde Senioren, die in der späten Nachmittagssonne schliefen.

Es war auch die Veranstaltung, die das letzte Geld meines Sommerjobs verschlang, denn nachdem Bücher und Kleidung bezahlt waren, blieben nur noch ein paar Schekel übrig, und die mussten auf "The Midway" ausgegeben werden, wo Marktschreier, die wie Zentralbanker aussahen, versuchten, dein Gewicht zu erraten oder dich dazu zu bringen, Vierteldollar in Milchflaschen zu werfen, deren Öffnungen einen um wenige Zentimeter zu klein waren.

"Ex" war der letzte erschöpfende Atemzug des "Sommerspaßes", der mit unzähligen Erinnerungen, leeren Geldbörsen und dem Elend endete, von dem wir (fälschlicherweise) annahmen, dass es mit dem neuen Schuljahr kommen würde. Aber da mein geriatrisches Gedächtnis überwiegt, war innerhalb weniger Wochen für die einen die Eishockeysaison und für die anderen die Fußballsaison angebrochen, und das Leben ging weiter, ziemlich einfach, aber sehr süß.

Wenn ich auf den Sommer 2021 zurückblicke, hat er sich ziemlich genau so entwickelt, wie ich es erwartet hatte, mit den endgültigen Tiefstständen für die Bergbauunternehmen in den letzten beiden Augustwochen, und - obwohl ich es hasse, wenn ich lese, dass irgendein Twitter-Größenwahnsinniger den Begriff "wie vorhergesagt" verwendet - waren meine Abonnenten gezwungen, sich mein fischweibergleiches Gezeter und Gejammer sowie Winseln und meine Belehrungen seit Mai bis zu dem Punkt anzuhören, an dem sogar ich anfing, jedes Mal genervt zu werden, wenn ich eine meiner Mitteilungen Korrektur las.

Ich war ein paar Tage zu früh dran, als ich mich in die Junior-Bergbauunternehmen stürzte (über die GDXJ November Call-Optionen), aber nach dem Nicht-Ereignis in Jackson Hole bin ich fest davon überzeugt, dass sich der ehemalige Fed-Vorsitzende Paul Volcker im Grab umdreht, weil er als Fed-Gouverneur eine Varieténummer aufführt, bei der einer mit Tellern jongliert, während ein anderer auf dem Drahtseil läuft, immer mit Blick auf den Clown, der in schwarzer Maske steppt und den kanadischen Premierminister verkörpert, dessen Unterwäsche eine schlecht platzierte Banane zu verdecken versucht.

Die Finanzwelt, die ich den größten Teil meiner 45 Jahre geliebt habe, hat mich nun offiziell so destabilisiert, dass ich meine Brian-Wilson-Imitation (genialer Beach-Boy-Gründer) von selbstverschuldeter Völlerei, begleitet von übermäßigen medizinischen Stimulanzien und verachtenswertem Selbstmitleid, zum Besten gebe.

Wäre diese finanzielle Freakshow nur auf die USA beschränkt, könnte ich sie umgehen, aber da die von Goldman Sacks orchestrierte und beherrschte Globalisierung dazu geführt hat, dass praktisch jeder Zentralbanker auf dem Planeten ein Absolvent von Goldman Sachs ist, ist der einzige Ort, an dem man sich heutzutage verstecken kann, zumindest aus meiner Sicht, Russland, wo das Verhältnis von Staatsverschuldung zu Gold das kleinste der Welt ist.

Das einzige praktische Problem, das ich damit habe, ist die Tatsache, dass Vlad der Pfähler Geld liebt, und wenn Sie drohen, ihn als "reichster Russe überhaupt" abzulösen, werden Sie mit Beton-Galoschen auf dem Grund der Wolga enden. Abgesehen davon war ich gleichzeitig erleichtert und angewidert von den Ergebnissen des "Ereignisses" in Jackson Hole, da sich der Goldpreis entsprechend dem "Wort von Ballanger" verhielt. Und obwohl ich dieses Mal etwas zu früh dran war, bestand der einzige Fehler in meiner Strategie darin, dass ich zu sehr davon überzeugt war, Recht zu haben, was für jeden Händler auf jedem Markt eine furchtbar destruktive Eigenschaft ist.

Mit Blick auf das Jahresende bleibt die statistische Wahrscheinlichkeit eines überdurchschnittlichen Anstiegs des globalen BIPs bestenfalls gering, denn die schrecklichen COVID-19-Missmanagement-Zahlen von vor einem Jahr sind nun Geschichte, so dass die zentralbankischen "Hüter des persönlichen finanziellen Wohlergehens" nun auf die "sich verlangsamende Wirtschaft" als Futter für weitere Stimulierungsmaßnahmen ausweichen können, die (wie ich ständig anprangere) der einzige Treibstoff sind, mit dem das globale Bankenkartell, die "Politico-Banco-Elite", die unsere zunehmend fragile Welt regiert, angetrieben wird.

An dieser Stelle möchte ich zu einem Punkt übergehen, das das zentrale Thema der Prognosen für 2020 und 2021 war und nun plötzlich weit weniger abstrakt wird, wenn es darum geht, zukünftige Goldpreisbewegungen zu entschlüsseln. Es dreht sich alles um das Konzept von Eigentum und Absicht.


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