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Vorübergehend … dauerhaft!

07.09.2021  |  Mack & Weise
Dank der u. a. in den letzten 18 Monaten von der US-Notenbank erzeugten 4.174 Mrd. USD erlebten die USA einen kräftigen Kursaufschwung auf den Finanzmärkten, dem allerdings die fundamentale »Bodenhaftung« fehlt. Denn während das aktuelle S&P 500-Shiller-KGV den zweitteuersten Aktienmarkt aller Zeiten signalisiert, markiert die Marktkapitalisierung der S&P 500-Unternehmen in Relation zur Wirtschaftsleistung ein neues historisches (Über-)Bewertungsrekordhoch.

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Auch auf dem US-Immobilienmarkt geht es heftig zur Sache, künden doch hier Hauspreisanstiege um bis zu 37% p. a. deutlich von grassierenden Spekulationsexzessen. Während der von 1951 bis 1970 amtierende US-Notenbank-Chef McChesney Martin die Aufgabe eines Zentralbankers damals noch darin sah, "die Bowle-Schale genau dann wegzunehmen, wenn die Börsen-Party so richtig in Gang kommt", füllt dagegen der heutige Fed-Chef Powell die Bowle-Schale ungeachtet aller Party-Exzesse stetig weiter mit ungebremsten Anleihekäufen und dem Versprechen, die Zinsen nicht anzuheben, kräftig auf.

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Obwohl die Teuerung auch im Juli mit 5,4% p. a. erneut "höher als erwartet" ausgefallen ist, beharrt der das hohe Niveau sogar selbst als "besorgniserregend" bezeichnende Fed-Chef Powell weiterhin darauf, dass der anhaltende Teuerungsdruck lediglich "vorübergehend" wäre. Diese Dauer-Verbalakrobatik weckt allerdings ungute Erinnerungen, sollte doch auch die Ende 2008 ausgerufene und inzwischen fest zementierte Notstandspolitik bereits genauso vorübergehend sein, wie die vor 50 Jahren vom US-Präsidenten Nixon verkündete Aussetzung der Golddeckung des US-Dollars.

Betrachtet man nun die seit 1971 stark steigende und inzwischen exponentiell wachsende US-Gesamtverschuldung, so liegt die Vermutung nahe, dass zur Aufrechterhaltung der Solvenzillusion der US-Schuldenökonomie die Inflation nicht vorübergehend, sondern … dauerhaft etabliert werden muss.

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Da die Notenbanken von ihrer Gelddruckpolitik längst nicht mehr ernsthaft abrücken können, wird sich die seit 1971 zu beobachtende Abwertung der fiat-money-Währungen gegenüber Gold auch weiterhin fortsetzen. Angesichts dessen und der aktuellen Unterbewertung gegenüber vielen Asset-Klassen leitet sich jedoch nicht nur für den Goldpreis ein erhebliches Kurspotenzial ab, sondern auch für den Gold- und Silberminensektor, der trotz eines weiteren starken Quartals mit hohen Free Cash Flow-Ausweisen zuletzt sogar auf ein 12-Monatstief ausverkauft wurde.


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