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Nervosität an den Märkten

29.09.2021  |  Hannes Huster
Die Märkte werden nervös, was zum einen mit den zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreisen zusammenhängt, zum anderen mit der Schuldenobergrenze in den USA, für deren Anhebung man noch keinen Kompromiss durchboxen konnte.

Die Schuldenobergrenze (Debt Limit) in den USA ist aus meiner Sicht ein veraltetes Relikt, über das sich die Demokraten und Republikaner alle paar Jahre einmal streiten. Jedes Mal wollen beiden Lager Stärke demonstrieren. Dabei ist es egal ob Demokraten oder Republikaner an der Macht sind, am Ende muss man diese Schuldenobergrenze einfach anheben.

Wir hatten in den vergangenen Jahren auch schon die Situation eines "Government Shut-Downs", was dann einfach bedeutet, dass die US-Regierung offene Zahlungen zurückstellt.

Defacto sind die USA bankrott, genau wie die meisten anderen Länder. Doch weder die Republikaner noch die Demokraten werden es verantworten in die Geschichte einzugehen, um dies "offiziell zu machen". Von daher wird es sicherlich die Anhebung der Schuldenobergrenze geben, die Frage ist nur wann sich die Parteien einigen. Zur Not setzt man sie einfach weiter aus und verschiebt das Ganze.

Derzeit haben die USA 28,43 Billionen USD Schulden und die Obergrenze liegt bei 28,4 Billionen USD. Mit Bidens Plänen, samt dem Infrastrukturprogramm, sind die 30 Billionen USD in Reichweite.

Das BIP in den USA lag im vergangenen Jahr bei 20,93 Billionen USD, so dass die Amerikaner auch schon bei einer Schuldenlast von 136% vom BIP angekommen sind. Die Märkte waren dann gestern schwächer und es wurden in Amerika Aktien, Anleihen und Rohstoffe verkauft. Die Aktienmärkte 1,4% bis 2,8% schwächer, wobei die zinssensitiven Tech-Werte am stärksten verloren haben. Die Volatilität zog an (VIX +23,93%):

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Anleihen standen ebenfalls unter Verkaufsdruck, was zu steigenden Renditen in allen Laufzeiten geführt hat:

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Das sieht dramatisch aus, doch absolut betrachtet sind 2,07% für 30 Jahre und 1,53% für 10 Jahre weiterhin ein absurd niedriges Niveau, besonders bei einer Inflation von >5%.

Anleger sind gestern also verstärkt in Cash gegangen, was zu einem etwas festeren USD geführt hat.

Der Goldpreis gab ebenfalls nach und die Tiefs vom März und August sind die Unterstützungszonen (ca. 1.720 - 1.680 USD):

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Die Goldaktien gestern etwas schwächer, jedoch nicht dramatisch. Die Zone um 28 - 29 USD bleibt die wichtige Unterstützungszone:

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© Hannes Huster
Quelle: Auszug aus dem Börsenbrief "Der Goldreport"



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