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Kryptoverbot, Stromausfälle, Kohlemangel, Immocrash? Was läuft da in China?

02.10.2021  |  Sascha Opel
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Sämtliche Märkte könnten dann in den Risk-Off-Modus umschalten, was dann auch zu einer Paniksituation führen könnte. In solchen Panikattacken an den Märkten wäre eine Flucht in den US-Dollar als sicherer Hafen (wie fast immer in solchen Phasen) sehr wahrscheinlich.

Der folgende DAX Chart als "Export-Index mit China-Abhängigkeit" könnte dann mehr leiden als andere Indizes.

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Gold und auch die Schwäche des Bitcoin (siehe nachfolgender Chart) könnten hier Vorläufer für andere Märkte gewesen sein. Wir erinnern daran, dass Gold auch 2008 vor dem Lehman-Moment am 15. September 2008 sehr schwach war.

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Sollte es tatsächlich zum "Vertrauensentzug" von China mit entsprechender Kettenreaktion an den Märkten (Sell Off) kommen, dürften die Notenbanker reagieren. Das "Tapering" wäre dann wohl schon Geschichte, bevor es überhaupt begonnen wurde.

Und wer weiß? Vielleicht würde ein China-Crash den (westlichen) Notenbanken gerade recht sein, um das Tapering-Dilemma in die weite Zukunft zu verschieben.

Auch immer öfter auftretende Meldungen über Stromausfälle aufgrund von Kohlemangel in den Kohlekraftwerken lassen den Anschein erwecken, dass in China irgendetwas "faul" sein könnte. Die Süddeutsche schrieb gestern:

"Stockdunkle Straßen, weil die Laternen auf einmal ausgeschaltet sind, Einkaufszentren, die früher schließen und ihre Leuchtreklamen gedimmt haben. Fabriken, die die Produktion aussetzen müssen: Bei Tesla standen zeitweilig die Bänder still, und auch bei Apple konnte nicht wie gewohnt gefertigt werden. Der staatliche Fernsehen berichtete von 23 Arbeitern, die in der nordöstlichen Provinz Liaoning mit Rauchgasvergiftungen in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, weil das Lüftungssystem ihrer Fabrik plötzlich ausfiel und die Männer giftige Dämpfe einatmeten.

Alle diesen Meldungen haben ein und dieselbe Ursache: In weiten Teilen Chinas ist auf einmal der Strom knapp geworden. Und es hält an. (…) Ein Grund für die Misere liegt in den Klimazielen der Zentralregierung. Peking will den Stromverbrauch in diesem Jahr um drei Prozent reduzieren. Die Provinzregierungen haben deshalb die Vorgaben für den Stromverbrauch zuletzt nochmals verschärft. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte Ende 2020 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen zum Klimawandel verkündet, dass das Land seine Kohlendioxidemissionen pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts bis 2030 um mehr als 65 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 senken werde."


Hinzu kommen steigende Kohlepreise. Der Großteil des chinesischen Stroms wird aus Kohle gewonnen. Ein Handelsstreit mit Australien, dem weltweit zweit-größten Kohleexporteur, hat dazu geführt, dass Lieferungen nach China stark eingeschränkt sind. Die Kohlepreise sind an den chinesischen Terminmärkten in den vergangenen drei Monaten um rund 50 Prozent gestiegen. China meldete zudem einen Exportstopp für gewisse Düngemittel. Alles in allem eine aneinanderreihen von Umständen, die eher zur Vorsicht mahnen.

Denn eines ist klar: Hat China demnächst Schnupfen, könnte sich der Rest der Welt ebenfalls anstecken. Nach dem "chinesischen Virus" aus Wuhan, könnte dann die Ansteckung der Weltwirtschaft erfolgen.

Eine erhöhte Cashposition erscheint unter diesen Umständen ratsam. Doch eines ist auch klar: Kommt es tatsächlich zum China-Crash, sollte man (wie schon im Corona-Crash) die Hand aufhalten und kaufen!


© Rohstoffraketen.de



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