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Vor Veröffentlichung des BS des BLS

07.10.2021  |  Craig Hemke
Das nächste Update zum US-Arbeitsmarkt erfolgt am Freitag und es wird viel diskutiert werden, ob es ausreichend Beweise für die Fed liefert, das Tapering ihres aktuellen QE-Programms zu beginnen. Natürlich haben wir eine Sorge: Wie werden die Edelmetalle auf die Daten reagieren?

Zuerst möchten wir die Frage beantworten, warum wir den Arbeitsmarktbericht als "BLSBS" bezeichnen. Das ist einfach zu beantworten. Der Bericht wird vom Bureau of Labor Statistics (BLS) generiert und ist immer voller statistischer Modelle und Spekulation (BS). Fügt man das zusammen, erhält man: BLSBS. Der nächste BLSBS-Bericht erfolgt am Freitag, den 8. Oktober, und Fed-Vorsitzender Powell hat angedeutet, dass sein FOMC die Daten genau unter die Lupe nehmen wird, bevor entschieden wird, ob eine Drosselung der QE während des nächsten Treffens im November angekündigt werden wird.

Natürlich halten viele uns die Ankündigung einer Art Drosselung zu diesem Zeitpunkt für eine vollendete Tatsache. Powell erklärte, dass die Arbeitsmarktdaten vom August wichtig sein würden, und sie waren ziemlich miserabel... und dennoch diskutieren wir hier ein Tapering. Es scheint also, dass eine Drosselung so oder so beschlossene Sache ist, egal wie die Daten am Freitag ausfallen. Hierzu müssen wir uns fragen, ob die COMEX-Edelmetalle mit diesen Neuigkeiten in die Höhe schnellen werden. 2021 war insgesamt ein schwieriges Jahr für die Metalle, da "der Markt" konsistent von Drosselung und vorübergehender Inflation ausging, trotz der tatsächlichen Wirtschaftsdaten. Sehen Sie dies als "Verkaufen Sie bei Gerüchten" wie es im Buche steht.

Doch nun, da eine Drosselung der QE praktisch Realität wird, wird da die Marktstimmung zu "Kaufen Sie bei Fakten" umschlagen? Dafür gibt es einige Anzeichen, doch eine Sicherheit ist es noch nicht. Wenn sich der allgemeine Trend verändert, dann gibt es einige wichtige Niveaus im Chart, die aufzeigen, dass dies geschieht. Betrachten Sie die unglaubliche Symmetrie im unteren Chart. In unserem Video prognostizierten Chris Vermeulen und ich, dass das COMEX-Gold bald einen Double-Bottom formen könnte, ähnlich dem, was sich im März dieses Jahres abspielte. Wie Sie unten sehen können, scheint dies passiert zu sein; die Ähnlichkeit von Dauer und Ausmaß ist erstaunlich.

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Der Chart besitzt eine Menge Potenzial, einen Boden zu bilden, doch natürlich brauchen wir einen Breakout auf ein kurzfristiges, höheres Hoch, bevor wir uns freuen können. Sie können den Abwärtstrendpfeil im oberen Chart sehen. Hier ein genauerer Blick:

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In Reaktion auf die Arbeitsmarktdaten dieser Woche müsste COMEX-Gold zuerst wieder über 1.780 Dollar steigen. Von da aus wäre eine Bewegung über 1.800 Dollar notwendig, um wieder Interesse an einer erneuten Aufwärtsbewegung zu wecken. Dasselbe gilt für COMEX-Silber. Silber hat nun zwei positive Faktoren. Der Einbruch der letzten Woche unter 22 Dollar führte zu einigen Verkaufsstopps bei den Spekulanten, und aus dem jüngsten Commitment-of-Traders-Bericht geht hervor, dass die Swap-Dealing-Banken nun zum ersten Mal seit Oktober 2018 tatsächlich Netto-Long positioniert sind.

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Doch auch Silber hat noch einen weiten Weg vor sich, bevor es so aussieht, als hätte sich das Blatt gewendet. Zuerst muss es erneut 23 Dollar erreichen. Im Folgenden sind 24 Dollar und 25 Dollar ebenfalls wichtige Niveaus.

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Und die Bergbauaktien haben praktisch keinerlei Andeutung gemacht, dass sie für eine Kehrtwende bereit seien. Selbst mit dem Auftrieb der letzten Woche sind sie kaum gestiegen. Der GDX müsste auf Tages- und Wochenbasis zurück über 31 Dollar steigen, bevor es interessant wird. Wie Sie unten sehen können, ist es noch ein weiter Weg bis dahin.

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Wir werden also abwarten müssen, was als nächstes passiert. Wie erwähnt werden am Freitag die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, doch nächste Woche folgen auch jede Menge Inflationsdaten. Und außerdem müssen wir uns noch immer mit dem Unsinn der Schuldendeckelung herumschlagen. Ich erinnere Sie jedoch erneut daran: Kein Aufwärtstrend hält ewig und kein Abwärtstrend verläuft bis zur Null. Der aktuelle Abwärtstrend der Edelmetallpreise wird also letztlich enden; und dann wird es wieder bergauf gehen. Noch stecken wir jedoch innerhalb des Abwärtstrends fest, und wie die obigen Charts zeigen, gibt es noch eine Menge Arbeit zu erledigen, bevor eine Kehrtwende erreicht werden kann.


© Craig Hemke
TF Metals Report



Der Artikel wurde am 5. Oktober 2021 auf www.sprottmoney.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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