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Stagflation

08.10.2021  |  Mack & Weise
Angesichts der laut Fed-Chef Powell "nicht besser, sondern anscheinend schlimmer werdenden Engpässe und Lieferkettenproblemen" korrigierte die Fed ihre »transitory-inflation«-Erzählung, "könnte“ der Teuerungsdruck doch nun "länger als vorhergesagt" andauern. Zwar bekundete Powell, im Falle einer sich "verfestigenden" Inflation "sicherlich reagieren" zu wollen, jedoch steht diesem »sicherlich« eine mit nunmehr 28.430 Mrd. USD rekordhoch verschuldete US-Regierung gegenüber, die steigende Zinsen genauso wenig begrüßen dürfte, wie der Rest der in-debt-we-trust-Schuldnergemeinde.

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Zwar versucht die Fed gerade ihrer ultralockeren Geldpolitik einen "hawkishen" Stempel aufzudrücken, jedoch wäre deren "bald gerechtfertigt sein könnendes" »Tapering« dann ein immer noch … 420 Mrd. USD schweres, inflationstreibendes Gelddruckprogramm!

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Da die im September über die Prognosen gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe oder auch die US-Composite PMI-Daten eine sich anbahnende Wirtschaftsschwäche signalisieren, droht in den USA aber noch nicht einmal ein ernsthaftes, von "im Großen und Ganzen anhaltenden wirtschaftlichen Fortschritten" abhängiges »Tapering«, vielmehr steuern die USA auf eine Kombination aus Wirtschaftsschwäche und Gelddrucken - sprich Stagflation - zu.

Auch in der Eurozone, wo die Preisinflation mit 3,4% p. a. gerade den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht hat, droht Gleiches, erlahmen doch auch hier die Wirtschaftskräfte zunehmend. Die noch in der Nähe ihrer historischen Höchststände und auf historisch hohen Bewertungsniveaus notierenden Aktienmärkte könnten also bald in ein sehr schwieriges Fahrwasser geraten, werden doch die steigenden Rohstoff- und Energiepreise sowie die Produktionsengpässe empfindlich auf die Gewinnmargen drücken.

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Während EZB-Chefin Lagarde und Fed-Chef Powell unbeirrt am »vorübergehenden« Inflations-Narrativ festhalten, wies Andrew John Bailey, ein Gouverneur der Bank of England, allerdings schon darauf hin, dass "Vorübergehend keinen fixen Endpunkt hat". Da sich die Erkenntnis einer drohenden, lang andauernden Geldentwertungsphase nun auch deutlich in den steigenden Inflationserwartungen abzubilden beginnt, sollte die trotz rekordtiefer Realrenditen seit gut einem Jahr andauernde kräftige Korrektur im Gold- und Silber(minen)sektor schon bald ein Ende finden und sich die extrem negative Stimmung gegenüber dem Sektor auflösen.


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