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Clint Siegner: Starke Nachfrage befördert Bullionaufpreise erneut höher

13.10.2021
Bevor die Welt ihren Pfad hinab in den Wahnsinn begann, war es die beste Zeit, um Gold und Silber zu kaufen. Der zweitbeste Zeitpunkt zum Kauf von Metallen könnte jetzt sein. Viele langjährige Goldanleger haben sich zurückgehalten, weil sie mit fallenden Preisen rechneten. Die Prämien sind im Laufe des Sommers deutlich gesunken - ebenso wie der Silberpreis.

Die Aufschläge haben sich jedoch nie ganz normalisiert und steigen jetzt wieder an. Wer auf niedrigere Prämien wartet, wartet darauf, dass sich die Ursachen für die starke Nachfrage ändern. Das kann eine Weile dauern. Wer von hier aus niedrigere Aufpreise erwartet, muss an die folgenden relativ weit hergeholten Szenarien glauben:
  • Der Inflationsschub ist doch nur "vorübergehend."
  • Die Zentralbanker werden beschließen, dass es für die von Konjunkturprogrammen abhängigen Volkswirtschaften und schuldensüchtigen Regierungen an der Zeit ist, einen kalten Entzug zu machen.
  • Die Politiker werden die COVID-Lockdowns und die Impfstoffverpflichtungen aufgeben.
  • Die Unterbrechungen der Lieferketten werden bald behoben sein.
  • Arbeitslose, die von staatlichen Transferleistungen abhängig geworden sind, werden zur Arbeit zurückkehren.
  • Korrupte Bullionbanker werden ihre Bemühungen einstellen, Gold- und Silberpreis künstlich niedrig zu halten und damit Käufer zu ermutigen und Verkäufer zu entmutigen.
Solange dies nicht der Fall ist, wird das wirtschaftliche und politische Umfeld weiterhin Wellen neuer Käufer auf den Goldmarkt treiben. Und Investoren, die Metall verkaufen wollen, werden weiterhin rar gesät sein. Der derzeitige Mangel an Verkäufen ist nicht die einzige Einschränkung des Angebots. Die Produzenten - Bergbauunternehmen, Scheideanstalten und Münzprägeanstalten - sehen sich ebenfalls mit Herausforderungen konfrontiert, darunter die Inflation der Treibstoffpreise, Unterbrechungen der Versorgungskette für Ausrüstung und Teile, Arbeitskräftemangel und Lockdowns.

Wenn die Goldmärkte ein Anzeichen dafür sind, setzen die Anleger stark auf eine schnelle Lösung der oben genannten Probleme. In der Zwischenzeit ist keine andere Lösung für das aufkeimende Schuldenproblem des Landes in Sicht als eine weitere Geldschöpfung der Federal Reserve. Die Einigung, die der republikanische Senator Mitch McConnell letzte Woche mit den Demokraten erzielt hat, ermächtigt die Regierung, bis zum 3. Dezember weitere 480 Milliarden Dollar zu leihen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Beendigung der aktuellen Debatte dem Finanzministerium zweifellos ermöglichen, weiterhin Anleihen an die Fed zu verkaufen.

Die Fed hat das Doppelmandat, die Inflation zu bekämpfen und die Vollbeschäftigung zu fördern. In dem Maße, in dem die Zentralbanker dieses Mandat ernst nehmen (was unserer Ansicht nach nicht der Fall ist), stehen sie vor einem echten Dilemma. Der Arbeitsmarkt signalisiert, dass mehr Anreize benötigt werden, während gleichzeitig die galoppierende Inflation eine Straffung der Geldpolitik erfordert. Das inoffizielle Mandat der Fed besteht darin, höhere Aktienkurse zu fördern und als Käufer der letzten Instanz für neue Bundesschulden in Höhe von mehreren Billionen zu fungieren. Das bedeutet, dass jeder Versuch, die Geldpolitik zu straffen, wahrscheinlich nur Augenwischerei und von kurzer Dauer sein wird.


© Clint Siegner



Der Artikel wurde am 11. Oktober 2021 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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