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Türkische Währungskrise

18.12.2021  |  Prof. Dr. Thorsten Polleit
Im Zeitraum 2007 bis November 2021 betrug das Wachstum der Geldmenge M3 in der Türkei 20 Prozent pro Jahr im Durchschnitt, die Konsumgüterpreise stiegen durchschnittlich um 10 Prozent pro Jahr. Im November 2021 hat das Geldmengenwachstum sogar knapp 35 Prozent erreicht - vor allem auch eine Folge der Zinssenkungspolitik, die die Zentralbank der Türkei auf politischen Druck der Regierung verfolgt. Die Güterpreisinflation lässt sich mit Fug und Recht bereits als "Hochinflation" bezeichnen.

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Quelle: Refinitiv; Berechnungen Degussa.


Das Vertrauen in die türkische Lira befindet sich aufgrund der inflationären Geldpolitik der Türkischen Zentralbank im dramatischen Sinkflug. Die türkische Währung hat mittlerweile ein Rekordtief gegenüber dem US-Dollar erreicht. (Anmerkung: Der US-Dollar hat sich für die Türken seit Anfang 2007 bis heute um fast 1.300 Prozent verteuert!)

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Quelle: Refinitiv; Berechnungen Degussa.


Die drastische Abwertung der türkischen Lira hat für die Türken zu einer starken Verteuerung des Goldes geführt. Anders gesagt: Das Halten von Gold war für sie eine Möglichkeit, sich gegenüber dem Wertverfall ihrer offiziellen Währung zu schützen (und sie mussten dazu übrigens auch keine Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen, ein im (Währungs-)Krisenfall gar nicht zu unterschätzender "Pluspunkt").

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Quelle: Refinitiv; Berechnungen Degussa.


© Prof. Dr. Thorsten Polleit
Auszug aus dem Marktreport der Degussa Goldhandel GmbH


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