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Emirate treten mit der Einführung des UAE Good Delivery Standard für Gold gegen die LBMA an

08.02.2022  |  Ronan Manly
Im andauernden Tauziehen zwischen den Goldhandelszentren der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) einerseits und der Achse London-Schweiz andererseits haben die VAE nun den Fehdehandschuh hingeworfen, indem sie einen UAE Good Delivery Standard für Gold eingeführt haben, der ab Februar in Kraft treten wird. Dieser UAE Good Delivery Standard wird dem LBMA Good Delivery Standard für Gold ziemlich ähnlich sein und regelt, welche Goldbarren von welchen Scheideanstalten für die Abrechnung und den Handel auf dem VAE-Markt akzeptiert werden.

Die Leser des BullionStar-Blogs wissen, dass VAE-Dubai und London-Schweiz schon seit geraumer Zeit nicht mehr gut miteinander auskommen, und dass die Goldindustrie von Dubai und den VAE in Form von Persönlichkeiten wie Ahmed Sultan Bin Sulayem, dem Vorstandsvorsitzenden des Dubai Multi Commodities Centre (DMCC), nicht davor zurückschreckt, sich gegen die Einmischung der LBMA in die Schweiz zu wehren.

Diese jüngste Einführung eines UAE Good Delivery (UAEGD)-Standards für Gold muss daher im Kontext von Entwicklungen gesehen werden, die schon seit geraumer Zeit im Gange sind, ein Kontext, der zwar häufig durch Strohmänner wie NGOs und die OCED und eine komplizenhafte MSM-Drehung über illegalen Goldabbau/Goldschmuggel verschleiert wird, bei dem es aber letztendlich um die kommerzielle und souveräne Unabhängigkeit der VAE gegenüber der Kontrolle des LBMA-Goldbankkartells geht.

Man beachte, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus sieben Emiraten bestehen, nämlich Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Ras Al Khaimah, Fujairah und Umm Al Quwain. Abu Dhabi ist die Verwaltungshauptstadt, Dubai ist das bevölkerungsreichste Emirat. Die Gesamtbevölkerung der VAE beträgt 10 Millionen.


Die Dubai Precious Metals Conference (DPMC)

Während die Diskussion über einen VAE-Standard für Gold (der dem LBMA-Standard für die Lieferung akzeptabler Goldbarren sehr ähnlich ist) erstmals auf einer Sitzung des Ministerial Development Council der VAE am 6. Dezember 2020 in Abu Dhabi aufkam, wurde die tatsächliche Einführung des UAEGD am 18. November auf der Dubai Precious Metals Conference (DPMC) 2021 bekannt gegeben, nachdem die Einzelheiten auf einer Sitzung des UAE Bullion Market in Abu Dhabi Committee am 9. Oktober festgelegt worden waren.

Die Eröffnungsrede der Dubai Precious Metals Conference am 18. November wurde von Ahmed Sultan Bin Sulayem vom DMCC gehalten, und in typischer Manier hielt sich Bin Sulayem nicht zurück, die wirklichen Probleme anzusprechen, als er die Angriffe aus der Schweiz weniger als einen Monat zuvor zurückwies:

"Ich möchte zunächst den Elefanten im Raum ansprechen, nämlich die ständigen und unbegründeten Angriffe auf Dubai durch andere Handelszentren und Institutionen. Als strategischer Standort, der die Erzeugerländer mit den wichtigsten Produktionszentren und den größten Verbrauchermärkten der Welt verbindet, hat Dubai einen einzigartigen komparativen Vorteil.

Anstatt Wege der Zusammenarbeit oder des Engagements zu finden, sieht sich Dubai leider einem ständigen Trommelfeuer unbegründeter Kritik von einer Vielzahl von Akteuren ausgesetzt, darunter korrupte Nichtregierungsorganisationen, De-facto-Regulierungsbehörden und in jüngster Zeit das Schweizer Wirtschaftssekretariat, das sich an seine Scheideanstalten gewandt hat, um strenge Auflagen für VAE-Gold zu erhalten."


Bin Sulayem fuhr fort:

"Zum Nutzen dieser Institutionen werde ich sie daran erinnern, dass die praktischen Leitlinien der DMCC, die seit 2012 in Kraft sind, alle Mitglieder dazu verpflichten, die OECD-Leitlinien zur Sorgfaltspflicht zu befolgen, die für alle Dubai Good Delivery and Market Deliverable Brands und akkreditierten Scheideanstalten verbindlich sind.

Ebenso wie die LBMA-Leitlinien für verantwortungsbewusstes Gold die gleichen verbindlichen Richtlinien für die von der LBMA akkreditierten Raffinerien durchsetzen. Entweder Sie akzeptieren, dass die OECD ein Standard ist, der befolgt werden sollte, in diesem Fall sollten Sie alles Gold von akkreditierten Raffinerien akzeptieren, oder gar keins.

So wie Meta und Twitter gezeigt haben, wie korrupt sie mit dem Datenschutz umgehen können, haben diese Institutionen gezeigt, dass sie nicht daran interessiert sind, an der Verbesserung der Branchenstandards zu arbeiten, sondern ihre eigenen finanziellen Interessen auf Kosten aller anderen zu schützen."


Starke Worte für die Teilnehmer der Konferenz in Dubai, von denen sich einige (von der LBMA und der Schweiz) wahrscheinlich an ihrem Kaffee verschluckten, als sie zuhörten. Der nächste Redner auf der Konferenz am 18. November war Thani Al Zeyoudi, Staatsminister für Außenhandel der Vereinigten Arabischen Emirate, der den Konferenzteilnehmern öffentlich die Einführung des UAEGD-Standards (UAE Good Delivery Standard) ankündigte, der die Praktiken des Goldsektors in den Vereinigten Arabischen Emiraten an die OECD-Richtlinien zur Sorgfaltspflicht angleichen soll.


Einführung des UAE Good Delivery Standard

Zehn Tage später, am 28. November, führte der VAE-Ausschuss für den Goldmarkt in Abu Dhabi die "offizielle" Einführung des UAE Good Delivery Standard durch, der auch als "Emirates Standard for Good Delivery" für Scheideanstalten und Schmelzwerke bezeichnet wird. Diese Einführung wurde von Thani Al Zeyoudi (der auch Vorsitzender des VAE Bullion Market Committee ist) und dem Wirtschaftsminister der VAE, Abdullah bin Touq Al Marri, offiziell bekannt gegeben. Was wissen wir aufgrund der Berichterstattung über diese Einführung (aus einer Erklärung des Wirtschaftsministeriums der VAE) über diesen neuen Goldstandard? Zusammengefasst:

• Der Emirates Standard for Good Delivery (UAEGD) ist ein freiwilliger Standard, der einen nationalen Rahmen für den Goldsektor in Übereinstimmung mit internationalen Best Practices bietet.

• Es handelt sich um einen neuen nationalen Standard, der für die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate und nicht nur für Dubai gilt.


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