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Defla XXL - Falscher Weg wirkt wie befürchtet

22.05.2022  |  Christian Vartian
Die erschütternden, unmenschlichen und zielsinnlosen Zerstörungsereignisse mit Antwortereignissen, welche die Welt heimsuchen, gehen noch immer weiter und treiben Mangelteuerung vor allem bei Energie und Getreide und Futtermitteln und diese frißt sich durch sämtliche Produktenpreise durch. Nichts davon hat mit einem "Hereinfluß" (Infla-...) an Geld zu tun, gar nichts. Das Güterangebot bricht ein. Der größte humanitäre Schaden ist mittlerweile Hunger in vielen Ländern der Welt und übertrifft bereits den direkten humanitären Schaden dort, wo die Zerstörungsereignisse stattfinden.

Die US-Zentralbank versucht weiter vehement, das Geldvolumen so lange zu schrumpfen, bis es der verringerten Gütermenge entspricht, um die Teuerung aufzuhalten. Der geeignete Weg wäre umgekehrt, das Güterangebot soweit zu erhöhen, dass es der Geldmenge entspricht.

Also geschieht, was dann eben geschieht:

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Zusätzlich zum Hauptfaktor Zinserhöhungen angeheizt durch Sanktionen gegen "Devisenreserven", welche real Blockieren von Staatsanleihenbeständen bedeutet, was das Vertrauen vieler Staaten in der Welt in diese erschüttert, sanken die US-Treasuries fast unaufhaltsam.

Die Folge ist ein seit Monaten ansteigender Kapitalmarktzins von 3% derzeit plus Risikomarge weiter plus Bankmarge. Dieser ist staatsanleihenrenditebasiert und nach aktuellem Stand 4-5 Mal so hoch wie der derzeitige Geldmarktzinssatz im USD von ca. 1%. Deshalb sind geldmarktzinserhöhungen, auch um ein weiteres % auf 2% kein Problem. Die GeldMENGENsenkung wirkt über die Staatsanleihenkurse auf den Kapitalmarktzins, DAS ist das Problem.

Dieser Zinssatz von 3% plus Risikomarge weiter plus Bankmarge könnte jetzt pausieren, da die Staatsanleihen momentan nicht mehr im Kurs sinken. Seine zerstörerische Wirkung auf die Realwirtschaft läuft seit Monaten, es dauert eben der Schädigungsprozeß, der einen Nachlauf in zeitlicher Hinsicht hat.

Deutliche weitere Schädigungen in Real- und Immobilienwirtschaft sind also sicher, selbst falls die Kurse der Staatsanleihen jetzt nicht mehr weiter sänken. Assets mit Börsenkurs sind blitzschnell und nur das trennt diese von Assets ohne Börsenkurs, wo man lange Veränderungen im Preis nicht erkennt, die aber natürlich genau so stattfinden.

EUR kursgecrasht aber jetzt mit Pause

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Gold leicht durch den Deflationsschock gedämpft

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Aktien korrigiert mit möglicher, erreichter erster Zielmarke

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BitCoin stark korrigiert mit erreichter 3 Zielmarke

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Ob das ein (Zwischen-) Boden ist, sollte sich bald zeigen.

Ganz wichtig für die finanzwissenschaftlichen Weichenstellungen (die IMMER danach in der Praxis massive Auswirkungen haben), sind verschiedene, sich nun verstärkende und verdichtende Stellungnahmen der US-Finanzministerin Janet Yellen. Sie wies (nicht als einzige) auf RU-Mehreinnahmen aufgrund von Preissteigerungen bei Öl aufgrund von Boykotten gegen Öl und gegen Ölexportfinanzierung hin, da die Preiserhöhung die Mengensenkungswirkung übersteigt. Sie behielt bisher Recht.

Sie weist nun darauf hin, dass das bereits beschädigte Vertrauen von Drittstaaten in aller Welt in die Sicherheit von US-Treasuries durch deren Blockierung unbeschadet der moralischen Berechtigung, also rein finanztechnisch bereits geschädigt wurde und durch deren Kompensationsenteignung ganz verloren gehen könnte, mit einer Wirkung der Bullversation des gesamten USD-Finanzsystems. Man sollte ihr besser zuhören.

Das US-Dauerstaatsdefizit ist darauf angewiesen, dass weltweit die Schulden der USA als Reserve geschätzt und in die Sicherheit dieser Anleihen vertraut wird. Ein Bruch dieses Vertrauens über das jetzige Niveau hinaus könnte im schlimmsten Fall das US-Staatshaushaltsdefizit zunehmend unfinanzierbar machen.


© Mag. Christian Vartian
www.vartian-hardassetmacro.com



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