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Das Schicksal des Goldes hängt vom Aktienmarkt ab

30.05.2022  |  Jordan Roy-Byrne
Darüber schreibe ich seit mehr als fünf Jahren. Damit sich Gold gut entwickeln kann, muss es den Aktienmarkt übertreffen. In den letzten Jahren war dies der Fall, doch nur manchmal und nicht konsistent. Auf breiterer Ebene treten die besten Goldentwicklungen und realen Bullenmärkte auf, wenn sich die Aktien in einem sekulären Bärenmarkt befinden. Dabei muss man nur an die 1970er und 2000er Jahre denken.

Die Aktien befanden sich seit 2009 in einem sekulären Bullenmarkt. Doch es besteht das reale Risiko, dass ein neuer sekulärer Bärenmarkt begonnen hat. Der untere Chart zeigt die Wichtigkeit des 40-monatigen gleitenden Durchschnitts (Äquivalent) für den S&P 500. In sekulären Bullenmärkten agiert er als Unterstützung. Wenn der S&P 500 seinen 40-monatigen gleitenden Durchschnitt über die kommenden Monate verliert, wird das einen neuen sekulären Bärenmarkt signalisieren, wie 1969/1973 und 2001. Beachten Sie, wie gut sich Gold danach entwickeln wird (gelb).

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Sollte der S&P 500 seinen 40-monatigen gleitenden Durchschnitt im späteren Verlauf des Jahres verlieren, dann wäre das der schlimmste Bärenmarkt seit 14 Jahren und die Fed würde wahrscheinlich von Lockerung sprechen. Gold befände sich in einer Ausbruchsposition. Derzeit sieht der S&P 500 so aus als habe er eine Bärenmarktrally begonnen, was dem historischen Muster von Bärenmärkten in einem sekulären Bärenmarkt entspricht. Es gibt sechs dieser Bärenmärkte.

Nach dem anfänglichen Rückgang, verzeichneten alle sechs eine Rally über einige Monate hinweg, während sie sich über ihrem 40-monatigen gleitenden Durchschnitt hielten. Sie alle brachen unter den 40-monatigen gleitenden Durchschnitt und die durchschnittliche Zeitspanne, bevor dieser Bruch auftrat, beläuft sich auf grob neun Monate nach Beginn des Bärenmarktes.

Die aktuelle Bärenmarktrally wird es der Fed erlauben, in den Juni und Juli hinein die Zinsen zu erhöhen. Die echte Frage lautet hier, wie bald die Fed ihre Politik ändern werden muss und ob die Wirtschaft auf eine milde oder schärfere Rezession zusteuert. In jedem Fall befindet sich Gold in einer Erholungsposition, wenn der Markt ein Ende der strafferen Politik sieht. Weitere Schwäche am Aktienmarkt und in der Wirtschaft wird unaufhaltsam zu einem Goldbreakout und den Beginn eines echten Bullenmarktes führen.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 26. Mai 2022 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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