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Peter Hambro - BIZ & Zentralbanken manipulieren Goldmarkt mit Papiergold der Bullionbanken

18.07.2022  |  Ronan Manly
Kürzlich wurde ein faszinierender und aufschlussreicher Artikel des bekannten Peter Hambro von der britischen Wirtschafts- und Politiknachrichtenseite Reaction veröffentlicht. Der Artikel mit dem Titel "Don't forget the golden rule: whoever has the gold makes the rules" ist aus mehreren Gründen faszinierend und aufschlussreich, vor allem, weil er die Manipulation des Goldpreises schonungslos aufzeigt und die verantwortlichen Stellen benennt, während er einige der Mechanismen erläutert, die im Spiel mit dem Londoner Papiergold mit Mindestreserve verwendet werden.


Mocatta & Goldsmid

Der Artikel ist aber auch wegen des Autors bemerkenswert. Für diejenigen, die ihn nicht kennen: Peter Hambro ist ein sehr angesehener Name in der Goldbranche. Er war Mitbegründer und Vorsitzender des im FTSE notierten anglo-russischen Goldbergbauunternehmens Peter Hambro Mining (heute bekannt als Petropavlovsk). Außerdem war er von 1983 bis 1990 stellvertretender Geschäftsführer des legendären Londoner Goldmaklers Mocatta & Goldsmid. Darüber hinaus war Peter Hambros Vater, Everard Bingham Hambro, auch einmal Direktor von Samuel Montagu, einer anderen der legendären Londoner Edelmetallmakler-Kartellfirmen.

Darüber hinaus ist Peter Hambro auch der Ur-Ur-Enkel von Baron Carl Joachim Hambro, dem Gründer der berühmten englischen Investmentbank Hambros. Tatsächlich fusionierte Mocatta & Goldsmid 1957 sogar mit der Hambros Bank. In den 1980er Jahren war Mocatta & Goldsmid auch die größte Gold- und Silbergegenpartei der Sowjetunion.

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Wenn Peter Hambro also über Goldpreismanipulationen schreibt, dann schreibt nicht irgendjemand über Goldpreismanipulationen, sondern ein Mann aus einer der britischen Bankendynastien, der während seiner gesamten Laufbahn in das Innenleben des Londoner Edelmetall-Bankensystems eingeweiht war und der über das operative Wissen verfügt, ein an der Londoner Börse notiertes Goldbergbauunternehmen zu leiten, das echtes physisches Gold fördert, Gold, das kein Gegenparteirisiko birgt und für das niemand sonst haftet.

Für diejenigen, die mit der Nachrichten- und Podcast-Website Reaction nicht vertraut sind: Reaction ist eine seriöse Publikation mit Sitz in London, die von einem hochrangigen Gremium von Journalisten und Medienmanagern geleitet wird und sich auf Analysen und Kommentare zu aktuellen Themen, Politik, Kultur und Wirtschaft spezialisiert hat.

Auslöser für den Artikel von Peter Hambro ist ein aktuelles Diagramm des US Office of the Comptroller of the Currency (OCC), das aufgrund einer Neuklassifizierung der Daten ab dem ersten Quartal 2022 zeigt, in welchem Ausmaß Bullionbanken wie JP Morgan Edelmetall-Derivatkontrakte angehäuft haben, um den Goldpreis zu drücken.

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Nicht zugewiesenes Gold - Der Deckel auf der Zunderbüchse

Hambro beschreibt diese Manipulation des Goldpreises mit Hilfe von Derivaten als eine "Zunderbüchse", die "seit vielen Jahren durch Desinformation verschlossen gehalten wird". Aber wer, so könnte man sich fragen, steuert diese Desinformation und diese Goldpreismanipulation? Hambro zufolge ist es die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz, d. h. die Zentralbank der Zentralbanken. Hambro lässt die Bombe platzen: "Seit 2018 haben die Financial Stability Desks der Zentralbanken der Welt die Anweisung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) befolgt, die Wahrnehmung von Inflation durch Manipulation des Goldmarktes zu verschleiern."

Da die Zentralbanken aber "Deckung brauchen" und "nicht gesehen werden dürfen", wenn sie den Goldpreis manipulieren, fährt Hambro fort: "Der einzige Weg, die Deckung zu erreichen, ist die Zerschlagung des Preises von physischem Gold durch die alchemistische Produktion von 'Papiergold'."

Wenn dies nun Ihre Aufmerksamkeit erregt hat, lesen Sie weiter, denn Hambro führt aus: "Mit Hilfe der Terminmärkte und der Duldung der Alchemisten gelang es den Goldhändlern - ja, auch mir, ich war stellvertretender Geschäftsführer von Mocatta & Goldsmid -, den unerschütterlichen Eindruck zu erwecken, dass Unzen Gold, die einem Konto bei einer Bank oder einem Goldhändler gutgeschrieben wurden, dasselbe seien wie die echte Ware. 'Und viel einfacher, alter Junge! Man muss es weder lagern noch versichern.'"


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