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Papiergold-Kursmanipulation - Zum Scheitern manipuliert

15.07.2022  |  Matt Piepenburg
Der laufende und offene Betrug bei den Papiergoldkursen des COMEX-Markts zeichnet sich heute so klar ab wie die allgemeine Verzweiflung im Weltfinanzsystem, das sich in Echtzeit auflöst. Während Risikoanlagen im Kontext vorsätzlich erhöhter Zinsniveaus vorhersehbar in den Baisse-Bereich stolpern, hat es auch bei den Edelmetallen Verluste gegeben, die für Schlagzeilen sorgen. Welche Gründe das hat, werden wir im Folgenden erklären.


Beobachtungen zum Papiergoldkurs - Die Standardantwort

In den vorangehenden Artikel hatten wir darauf hingewiesen, dass die Edelmetalle in der Regel auf Einbrüche an anderen Märkten "sympathisch" reagieren". Im Anschluss daran Gold schießt Gold wieder nach oben. Dieses Muster sahen wir im Oktober 2008 und März 2020. Darüber hinaus gilt: Eine strenge US-Notenbankpolitik - temporär aber gesichtswahrend - mit Zinssatzerhöhungen und Quantitativen Straffungen sorgt dafür, dass der US-Dollar im globalen Währungsschlachthof noch als relativ stark begutachtet wird. Und ein relatives Erstarken des USD ist natürlich Gegenwind für Gold.


Erklärungen zum Papiergoldkurs - Die Manipulationsantwort

Doch kommen wir zum tatsächlichen Kern der Angelegenheit, und zwar: Legalisierte Papiergold-Kursmanipulation (d.h. Betrug) am COMEX-Markt, ein Thema, das wir mehr als einmal aufgegriffen hatten - hier und hier. Seit Jahren argumentieren wir offen, dass eine im Grunde längst diskreditierte Fiat-Währung nur durch einen steigenden Goldpreis wirklich in Verlegenheit gebracht werden kann.

In unseren Worten sind steigende Goldpreise ein Stinkefinger gegenüber den entwertenden Währungen, deren sinkende Kaufkraft DIREKTE Folge gescheiterter und unzurechnungsfähiger Geldpolitik der jeweils zuständigen Zentralbanken ist (Stichwort: Mausklick-Billionen). Oder wie Ronan Manly es prägnanter formulierte: "Gold ist für Zentralbanker das, was Sonne für Vampire ist."

Und das, liebe Leute, ist genau der Grund, warum die Großbanken (unter Anleitung der BIZ) den Papiergoldkurs vorsätzlich und (wenn mich mein juristischer Hintergrund nicht täuscht) auch in betrügerischer Absicht manipulieren.


Fakten vs. Manipulation

Im ersten Quartal 2022 waren Rekordkäufe bei ETF-Gold, physischem Gold und Zentralbankengold zu beobachten. Selbst der Chef der Commodity-Research-Abteilung von Goldman Sachs gab für dieses Jahr ein Goldpreisziel von 2.400 $ aus. Stattdessen fiel der Goldpreis, im Umfeld steigender Goldnachfrage. Hä?

Das erinnert mich an 2008, als es massenhaft zu Hypothekenausfällen kam, während der ABX-Index für Subprime-Hypotheken weiter stieg.

Kurz: Eine Reihe missratener Banken (darunter Morgan Stanley) manipulierte im Hintergrund radikal (und temporär).

Das aktuelle Verhalten der Goldkurse (d.h. surreale Manipulation) steht dem in nichts nach und ist ebenso eine Beleidigung für die natürlichen Kräfte von Angebot & Nachfrage, welche die Zentralbanken seit mehr als einem Jahrzehnt zu vernichten versuchen. Doch für diese Meister des expliziten Betrugs und des Wall-Street-Sozialismus ist das Spiel bald aus.


Papiergoldkurs & Aus Erster Quelle

Falls Sie befürchten, ich wolle nur irgendwelchen "Goldbugs" in die Karten spielen, hier vorab einige Bekenntnisse und Fakten zu explizierter Kursmanipulation an den Edelmetallmärkten aus erster Quelle. Und ich schwöre, so was kann man sich nicht einfach ausdenken . all das ist wirklich so offensichtlich und verfälscht.

In einem kürzlich auf der britischen Nachrichtenseite Reaction erschienenen Artikel benennt der Autor - Peter Hambro, Goldinsider in der 3. Generation (Petropavlovsk, Hambros Bank) - das offene Geheimnis der Goldkursmanipulation überaus konkret und unzweifelhaft.

Auch Folgendes sollte noch erwähnt werden: Peter Hambros gesamte Karriere ist die eines Nachfolgers der Hambros-Bankendynastie - einer Bank, die sich nur allzu gut mit Insider-Intrigen im Umfeld der Edelmetallmärkte und Aktienbörse von London auskennt.

Kurz: Wenn Mr. Hambro über Goldkursmanipulation spricht, sollte man zuhören.


Ein Chart sagt mehr als eine Billion Worte

Gerade für diejenigen, die lieber Fakten haben als menschliche Geständnisse oder "Goldbug-Gejammere", zeigt der folgende Chart ganz deutlich, in welchem extremen Ausmaß eine handvoll kapitalstarker Banken wie JP Morgan und Citi (mit Zentralbankunterstützung) ein extremes, derivatebasiertes Finanzhebelaufgebot zum "Shorten" der Papiergoldkurse nutzen können (sprich: der permanente Stiefel im Goldkurs-Nacken):

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