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Gold mit Trendwende-Avancen - Reale Chance oder Wunschdenken?

26.08.2022  |  Robert Schröder
Seit einem halben Jahr schon tobt der Krieg in der Ukraine bereits. Der DAX hat seitdem gut 10 Prozent an Wert verloren. Der Dow Jones steht sogar aktuell mit knapp 0,5 Prozent leicht im Plus. Auch wenn die Kurse Ende Juni/Anfang Juli schon deutlich tiefer standen, ist die große Katastrophe hier ausgeblieben.


Gold in US-Dollar: Entwicklung kaum besser als der DAX

Ähnlich schlecht hat sich in den letzten 6 Monaten auch der Goldpreis auf US-Basis entwickelt. Nach anfänglicher Kriegseuphorie geht es seit Anfang März kontinuierlich bergab. Im Juli wurde erstmals seit Sommer 2021 wieder die Marke von 1.700 USD gerissen. Seitdem hat sich jedoch, besonders charttechnisch, einiges getan. Die Lage ist in diesen Tagen besser als die Stimmung.

Zuletzt wurde in der Analyse vom 30. Juli "Gold inmitten der Zinswende - Nur wenige Anleger glauben jetzt noch an dieses Szenario!" darauf hingewiesen, dass der Goldpreis im großen Bild auf Wochenbasis sehr wahrscheinlich eine nahezu perfekte ABC-Flat-Korrektur beendet hat. Zwar notieren die Kurse gegenüber dieser Einschätzung leicht tiefer. Doch die Details seitdem geben berechtigte Hoffnung, dass der Goldmarkt jetzt aus dem Gröbsten raus sein könnte.

Trotz jüngstem Rücksetzer im Zusammenhang mit dem Scheitern an der Marke von 1.800 USD sieht der Goldpreis seit den Jahrestiefs schon recht konstruktiv aus. Nach Elliott Wave hat sich ein klassischer 5-welliger Aufwärtsimpuls gebildet, der bei 1.808 USD beendet wurde. Dieser wurde anschließend entsprechend korrigiert und seit 1.729 USD sind die Gold-Bullen wieder am Drücker.

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Worst-Case: Goldkurse unterhalb der Jahrestiefs

Im Prinzip gibt es derzeit kaum großartigen Spielraum. Die besagte große ABC-Flat-Bewegung ist mit den Juli-Tiefs fertig. Der bisherige kleine erste Aufwärtsimpuls impliziert jetzt eine beginnende Trendwende zurück auf die Jahreshochs deutlich oberhalb der 2.000 USD Marke.

Gold kann also gar nicht anders, als per Tendenz weiter zuzulegen. Es sei denn, wir fallen wider Erwarten unter die Jahrestiefs, die bei 1.681 USD zu finden. In diesem Fall müssen wir uns ernst Sorgen um den Goldpreis machen. Denn dann käme keine Welle 5 mit neuen Rekordhochs, sondern Gold würde weiter nachgeben und könnte sogar einen neuen Bärenmarkt beginnen.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com


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