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Gold in SEHR brenzliger Situation

15.09.2022  |  Christian Kämmerer
Der Goldpreis schien sich über die Sommermonate hinweg tatsächlich einen Boden im Bereich von 1.690 bis 1.700 USD aufbauen zu wollen bzw. zu können. Bereits zu Wochenbeginn ließ sich allerdings eine mögliche Schwäche ableiten. Denn bereits die Abweisung am Widerstand bei 1.725 USD galt durchaus als Bestätigung des generellen Abwärtstrends. Warum die Situation brenzlig ist, wollen wir im Nachgang genauer beleuchten.

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Quelle Chart: Guidants


Fazit:

Der unten aufgeführte Wochenchart unterstreicht die Relevanz des aktuell umkämpften Unterstützungsniveaus rund um 1.690 USD. Dieses Level, welches zur Erstellung dieser Analyse am frühen Nachmittag bereits temporär unterschritten wird/wurde, sollte keinesfalls via Wochenschlusspreis unterboten werden. Somit warten wir zunächst einmal den Tagesschlusstand ab, um uns dann schließlich am morgigen Freitag dem Wochenschlussstand selbst zu widmen. Ein Schlussstand unter 1.690 USD kommt faktisch einem Verkaufssignal gleich.

Dies interessanterweise sogar noch vor der in der kommenden Woche anstehenden FED-Sitzung, sodass dieser Termin am Mittwoch praktisch noch als Brandbeschleuniger gen Süden wirken könnte. Doch Moment - noch ist es nicht so weit! Dennoch muss man alle Optionalitäten betrachten und die sich daraus erschließende Handelsableitungen treffen.

Eine erneute Stabilisierung auf aktuellem Niveau verspricht dabei nämlich, wie zuletzt im Juli bereits erlebt, die Chance einer raschen Gegenbewegung bis mindestens 1.725 USD. Im Optimalfall sogar für Zugewinne in Richtung 1.800 USD je Unze. Bleiben die Verkäufer jedoch am buchstäblichen Ball, droht das bereits aufgeführte Verkaufssignal und der, seit dem verpassten Angriff auf das nominelle Allzeithoch, etablierte Abwärtstrend fände seine ungebremste Fortsetzung.

Preise unter 1.690 USD erlauben dabei eine weitere Abwärtswelle in Richtung der Unterstützung bei 1.555 USD. Diese Bewegung würde das oben dargestellte Big-Picture vom Goldpreis erheblich belasten, sodass die eigentlich bullische Untertassenformation der letzten Jahre erste/ernste Risse bekommen dürfte. Ebenso kritisch wäre das Wiedereintauchen in die verlassene Flaggenformation zu werten. Die kommenden Wochen bleiben folglich hochgradig spannend!

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Quelle Chart: Guidants


Long Szenario:

Das aktuelle Preisniveau könnte die Chance schlechthin für einen Wiederholungs-Einstieg wie im Juli sein. Ein erfolgreicher Abprall von 1.690 USD verspricht nämlich schnelle Zugewinne bis 1.725 USD sowie ggf. darüber bis zum nächsten Widerstandsniveau bei rund 1.800 USD.


Short Szenario:

Ein Wochenschlusspreis unter 1.690 USD triggert für den Goldpreis, und dies noch vor dem FED-Event in der kommenden Woche, ein klares Verkaufssignal mit dem nächsten Korrekturziel bei 1.555 USD. Der Abwärtstrend seit dem gescheiterten Angriff auf das nominelle Allzeithoch würde dementsprechend seine Fortsetzung finden.


© Christian Kämmerer
Head of German Speaking Markets
www.jfdbrokers.com



Offenlegung gemäß § 34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit investiert.


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