Suche
 
Folgen Sie uns auf:

Die Welt der Pippi Langstrumpf

03.09.2025  |  Nicht von Belang
- Seite 3 -
Das vorläufige Resümee & ein Querverweis

(Klein-)Kinder leben in ihrem eigenen Universum - einer sorglosen, glücklichen Welt, die für sie zweifelsohne existiert. Die Welt der Erwachsenen (mit deren alltäglichen Pflichten, (Zukunfts-)Ängsten, Zwangsabgaben, Gehorsam, Lügen, Leid und Betrug) ist ihnen hingegen schnurzegal. In den Köpfen von Kindern kann eine derartige menschenfeindliche Welt einfach nicht existieren, obwohl sie (aus Sicht Dritter) davon umgeben sind!

"Kinder an die Macht" ist eine Strophe aus dem Lied "Die Welt gehört in Kinderhände" (1986), getextet und gesungen von dem deutschen Musiker & Schauspieler Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyer. Ähnlich das Lied von MaximNoise "Kinderaugen" (2017). Beide Songtexte (Link, Link) knüpfen an Pippi’s Maxime an.

«Wenn Du deinen Kindern eine Welt hinterlässt, in der Du selbst nie aufgestanden bist,
werden deine Kinder eine Welt erben, in der sie nicht mehr aufstehen können.
»
- Verfasser unbekannt-


Erstaunlich ist, dass die einstigen Kinder von damals (nunmehr im Erwachsenenalter) Pippi’s Leitprinzip und Lebensweisheit mehrheitlich ablehnen – jene friedliebende, harmonische Welt, die "Kinderaugen sehn".
Als erstrebenswerte Alternative wird eine vorgesetzte fragile, inhumane Ersatzwelt favorisiert und leider auch akzeptiert.

Dieses lebensfeindliche Vehikel ist im Außen zweifelsohne sichtbar. Auch wenn vieles nur so scheint und nicht ist - aus Sicht des verantwortlichen Initiators (= des "Machers") ist sein "Meisterwerk" perfekt (und fast komplett). Der "Vorhang des letzten Aktes" ist bereits gefallen, die Vorbereitungen zur Krönung begannen. Der "Ausruf Schachmatt" wird das SPIEL der Spiele (= die dualistische Welt als ganzes, die uns umgibt bzw. aufgezwungen wurde) beenden. (siehe Artikel "Die Schachspieler")

Aber noch ist es nicht so weit! Diejenigen, die das wahre "Sein der Vergangenheit" erkannt oder vom "Lärm" wachgerüttelt wurden, sind weder obligatorische Spielfiguren, noch stereotypische Verlierer. All jene können ihr Anrecht auf "aktive Teilnahme" im aufgebürdeten SPIEL ausüben und "mitmischen" – als Avatare in einer virtuellen (Schein-)Welt; einer Simulation.

Eine "Simulation" anhand eines Schachspiels bildhaft erklärt:
Simultanschach (simultan lateinisch: gemeinsam, gleichzeitig) ist eine besondere Form des Schachspiels, bei dem ein einziger Spieler (Großmeister, Talent, Genie) zeitgleich/parallel gegen mehrere Akteure antritt, wobei jeder dieser Teilnehmer seine eigene Partie spielt. Eine längere Bedenkzeit und die Konzentration auf das eigene Spiel erhöhen die Chancen und Erfolgsaussichten der "Laienspieler" - den scheinbar unbesiegbaren Schachguru zu schlagen. Der Vorteil des Einen ist nicht selten der Nachteil des Anderen… und ja, es gelingt tatsächlich! (Link)


Wer möchte, kann die Metapher hinter dem Simultanschach 1:1 auf die aktuelle Realität übertragen. Die Binsenweisheit, dass ausnahmslos nur teilnehmende Spieler Siegchancen besitzen, jedoch kein einziger Fan, Zuschauer, Sponsor oder Trainer, erst recht nicht Desinteressierte, sollte intuitiv nachvollziehbar sein.

Pippi’s Erfolg fußt auf der Redewendung "Jeder ist seines Glückes Schmied". Die übergestülpte Realität/Welt zu erkennen ist ein Anfang, sie loszulassen eine Bedingung. Initiative ergreifen (eine Absicht setzen, zielgerichtetes Handeln, Eigenverantwortung übernehmen, etc.) ist die Grundvoraussetzung jedweder Veränderung.

Wie es nicht funktionieren kann, zeigt Astrid Lindgren stellvertretend anhand der beiden Nachbarskindern, die auf "zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen" möchten. Tommy & Annika (= die Mehrheit) genießen einerseits alle Vorzüge in Pippi’s wunderbarer Welt, andererseits verzichten sie ungern auf das "Rundum-sorglos-Paket" des Elternhauses. Nach jedem Ausflug (Abendteuer) mit Pippi zwingt sie ihr wohlerzogener Gehorsam (Ergebenheit) zur Kapitulation – die zurück zu ihren Eltern führt, in deren Erwachsenenwelt, die ihnen so öde und stereotypisch erscheint.

Also kein Happy End?

Doch… Am Ende der gemeinsamen Abenteuer erkennen Tommy und Annika, dass sie eine Wahlfreiheit haben und entscheiden sich gegen das Erwachsenwerden. Als Metapher dient ein Zauberspruch: "Feine kleine Krummelus, lass mich niemals werden gruß." (kein Schreibfehler, Videoszene)

Das Wort "Krummelus" ist eingedeutscht, abgeleitet vom schwedischen "Krumelur", auf Deutsch: "Schnörkel" (Link). Ein Schnörkel ist eine geschwungene Linie, die nicht geradlinige verläuft (Stichwort: Lebensweg). Der Gruß ist ein "Abschied", ein Abschied vom Irrweg, der Versuchung…


Warum sind die Einen erfolgreich und/oder glücklich, Andere hingen davon meilenweit entfernt? Weil die Macher zugleich Initiatoren sind, dessen Initiative unter dem Motto steht:

"Ich mach' mir die Welt, Widdewidde, wie sie mir gefällt" …


© Der Autor ist der Redaktion bekannt



PS: Wer nun meint das war’s, der irrt. Eventuell mehr dazu in einem Nachtrag.


Risikohinweis: Alles ist möglich, nichts ist unmöglich. Das Ereignis kann so, so ähnlich, völlig anderes oder überhaupt nicht eintreffen. Die Achtsamkeit ist eine wertvolle und kraftvolle Tugend.



Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2026.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"