Gold legt zu, der Dollar schwächelt & Zinserwartungen steigen
07.11.2025 | Redaktion
Der Goldpreis stieg am Freitag, als der Dollar nachgab. Grund dafür waren Berichte über die Beschäftigung im privaten Sektor der USA, die eine Schwäche des Arbeitsmarktes signalisierten und die Erwartungen einer weiteren Zinssenkung in den USA schürten, berichtet Reuters. Ein anhaltender Shutdown der US-Regierung kurbelte ebenfalls die Nachfrage nach sicheren Anlagen an. Die US-Wirtschaft verlor im Oktober Arbeitsplätze, da es Einbußen im Regierungs- und Einzelhandelssektor gab. Kostensenkungsmaßnahmen und der Einsatz künstlicher Intelligenz durch Unternehmen führten zu einem Anstieg der angekündigten Entlassungen, wie Daten vom Donnerstag zeigen. "Die Daten zum privaten Arbeitsmarkt deuten weiterhin darauf hin, dass eine Zinssenkung im Dezember wahrscheinlich ist, weshalb der Goldpreis eine gewisse Unterstützung erhält", sagte Soni Kumari, Rohstoffstrategin bei ANZ.
Der Dollar gab nach und führte damit die Verluste unter den wichtigsten Währungen an. Investoren, denen offizielle Daten zum US-Arbeitsmarkt fehlten, griffen Anzeichen von Schwäche in Umfragen zum privaten Sektor auf. Ein schwacher Arbeitsmarkt macht Zinssenkungen in der Regel wahrscheinlicher.
Die Marktteilnehmer sehen nun eine Wahrscheinlichkeit von 67% für eine Zinssenkung durch die Fed im Dezember. In der vorangegangenen Sitzung lag dieser Wert noch bei knapp 60%. Die Fed hat letzte Woche die Zinsen gesenkt und ihr Vorsitzender Jerome Powell hat angedeutet, dass dies die letzte Senkung der Kreditkosten in diesem Jahr sein könnte.
Der Fokus liege nun auf den Makrozahlen und dem Ende des Shutdowns in den USA, was ebenfalls die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen stütze, fügte Kumari hinzu. Die derzeitige Pattsituation im Kongress hat den längsten Shutdown der US-Regierung verursacht. Dadurch sind Investoren und die datenabhängige Fed gezwungen, sich aktuell auf Indikatoren aus dem privaten Sektor zu verlassen.
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