Nachdem der Goldpreis am Vortag ein Sechs-Wochen-Hoch erreicht hatte, sank er am Dienstag laut Reuters, da steigende Renditen für US-Staatsanleihen und Gewinnmitnahmen den Markt belasteten. Die Anleger beobachten die US-Wirtschaftsdaten derzeit genau, um die künftige Geldpolitik der Federal Reserve einschätzen zu können. Die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen liegen nahe einem Zwei-Wochen-Hoch, wodurch Gold als renditefreies Anlageinstrument an Attraktivität verliert.
Trotz des Rückgangs bleiben Analysten hinsichtlich der längerfristigen Aussichten für Gold optimistisch. Sie verweisen auf die Erwartungen künftiger Zinssenkungen in den USA, die Gold aus Renditeperspektive stützen dürften. Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade, merkte an, dass Gold zwar einen schwachen Tag erlebt habe, die fundamentalen Rahmenbedingungen, einschließlich der erwarteten Zinssenkungen, jedoch weiterhin positiv seien.
Die Märkte verhalten sich vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten wie dem ADP-Beschäftigungsbericht für November am Mittwoch und dem PCE-Index für September am Freitag – der von der Fed bevorzugte Inflationsmaßstab – weiterhin vorsichtig. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember bleibt mit 88% laut dem FedWatch-Tool der CME hoch.
In den politischen Nachrichten bekundete der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, sein Interesse an der Position des Fed-Vorsitzenden, während Finanzminister Scott Bessent eine mögliche Nominierung noch vor Weihnachten vorschlug. Sowohl Hassett als auch Präsident Trump sind Befürworter niedrigerer Zinsen.
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