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Historische Kaufchance bei Gold und Silber?

27.08.2008  |  Andreas Hoose
Bullenmärkte haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie genau dann alle schwachen Hände rücksichtslos abzuschütteln pflegen, wenn der Optimismus am größten ist. Es ist dann wie immer an der Börse: Die Masse der Anleger ist im entscheidenden Moment auf der falschen Seite positioniert.

Für einige Verzweiflung dürften zuletzt etwa Gold und Silber gesorgt haben. Sehen wir uns dazu den Goldpreis an: Hier hat sich mit den beiden jüngsten Hochpunkten im Bereich von 1.000 und 950 US-Dollar ein Doppeltop gebildet, das kürzlich vollendet wurde. Es liegt auf der Hand, dass zahlreiche institutionelle wie auch private Anleger bei den Edelmetallen, ganz ähnlich wie kürzlich beim Öl, jetzt die Seite wechseln werden: Mit dem Blick auf ein derart angeschlagenes Chartbild wird das Bärenlager gewaltigen Zulauf bekommen. Das gilt umso mehr, als der Goldpreis jüngst den schärfsten Einbruch seit 2003 zu verzeichnen hatte.

In der Tat präsentiert sich das Bild beim Gold jetzt so, dass man sich vom Bullenmarkt zumindest aus technischer Sicht verabschieden muss: Mit dem Absturz unter die wichtige Unterstützungszone bei 850 US-Dollar (rote Linie) wurde das Doppeltop eindrucksvoll vollendet:

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Bullenmarkt zu Ende - das zumindest ist das aktuelle Signal des Goldcharts...


Wir glauben jedoch etwas völlig anderes: Da wir wie eingangs beschrieben, davon ausgehen, dass in jedem Bullenmarkt die Masse der Anleger rechtzeitig "rausgekickt" wird, gehen wir davon aus, dass der stärkste Anstieg beim Gold (wie auch beim Silber) nun erst beginnen wird. Vielleicht nicht heute oder morgen - aber in den kommenden Wochen und Monaten stehen die Chancen bei den Edelmetallen unserer Ansicht nach so günstig wie noch nie seit Beginn des Gold-Bullenmarktes im Jahr 2001.

Natürlich braucht man ein dickes Fell, um ausgerechnet nach einem derart massiven Kurseinbruch einzusteigen - aus antizyklischer Sicht und mit der Erfahrung aus 25 Börsenjahren wagen wir aber die Prognose, dass man jetzt massiv Gold und Silber kaufen sollte.


Die Gründe sind vielfältig:

Der Pessimismus der Edelmetall-Anleger dürfte nach dem jüngsten Crash ein beträchtliches Ausmaß erreicht haben, das allein spricht unserer Ansicht nach schon für einen antizyklischen Einstieg. Die negative Stimmung der Gold-Anleger ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Goldpreis im historischen Maßstab weiterhin viel zu niedrig notiert: Berücksichtigt man die Geldentwertung der vergangenen Jahrzehnte, dann müsste das Edelmetall schon heute bei weit über 2.000 US-Dollar notieren.

Und wer glaubt, dass die Finanzkrise bereits überstanden ist, der Goldpreis deshalb ruhig wieder fallen kann, den werden die kommenden Monate eines Besseren belehren. Interessant ist in diesem Zusammenhang etwa, dass die US-Banken in dieser Woche wieder den Rückwärtsgang eingelegt haben:

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Ob die Spekulationen um eine mögliche Übernahme der angeschlagenen Investmentbank Lehman Brothers (US-Kürzel LEH) durch die südkoreanische Korea Development Bank in der vergangenen Woche daran etwas ändern werden, darf man doch stark bezweifeln.




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