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Degussa AG

Im Auftrag des Frankfurter Senats gründete im Jahr 1843 Friedrich Ernst Roessler eine Scheideanstalt und legte damit einen der Grundsteine für den späteren Degussa-Konzern.

Der Familienbetrieb Roessler wurde 1873 in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen "Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt" umgewandelt und nannte sich ab 1980 nur noch Degussa AG. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt die Degussa Edelmetallscheiderei in Deutschland als die größte ihrer Art. Nach einigen Konzern-Umstrukturierungen gelangte die Edelmetallsparte letztendlich im Jahr 2003 zur belgischen Umicore-Gruppe.

Die Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt, kurz Degussa, wurde 1873 in Frankfurt am Main gegründet und unterhielt in Pforzheim, Birkenfeld und Niefern-Vorort regionale Niederlassungen. Weitere Beteiligungen bestanden an der Schmuckfirma Ferdinand Wagner sowie der Allgemeinen Gold- und Silberscheideanstalt AG (Agosi).

Nach der Übernahme der Degussa-Aktivitäten durch die Umicore wurden die Edelmetallbarren für zwei weitere Jahre mit dem traditionellen Prägestempel der Degussa hergestellt und vertrieben. Auf der im November 2005 erstmalig stattgefundenen "Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse" in München wurden die neuen Umicore-Barren der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Nach Auslaufen der Lizenzvereinbarung zum 1. Januar 2006 wurden nur noch Barren mit dem Umicore-Firmenlogo produziert.

Damit könnte die Geschichte zu Ende sein... Sie beginnt jedoch drei Jahre später von Neuem.

Die Namens- und Markenrechte der Degussa waren vom Alteigentümer der Evonik Degussa GmbH (bis Ende 2006: Degussa AG) nicht mit an Umicore veräußert wurden. Ein Investor griff beherzt zu und erwarb im Jahr 2011 die Rechte. Die neu gegründete Degussa Sonne/Mond Goldhandel GmbH lässt eigene Edelmetallbarren mit dem altbekannten Logo in der Schweiz produzieren und vermarktet diese teils auch über den firmeneigenen Onlineshop bzw. über die eigenen Ladengeschäfte.

Das Logo der Edelmetallbarren aus Hanau-Wolfgang, die bis 2005 produziert wurden, besteht aus einem Rhombus mit einem stilisierten Sonne- und Mondzeichen (die alchimistischen Symbole für Gold und Silber) und dem Firmennamen "Degussa". Auf den Goldbarren ist das Wort "Feingold", das bereits auf die Feinheit in Höhe von "999.9" hinweist und die Gewichtsangabe in Gramm auf jedem Barren zu sehen. Von 1 g bis 100 g erfolgte die Produktion in geprägter und von 250 g bis 1.000 g in gegossener Barrenform, wobei letztere zusätzlich eine eingestanzte Produktionsnummer aufweisen.

Die 1.000-g-Gewichtseinheit war in Silber die gängigste Barrenform. Darüber hinaus erfreuten sich unter Insidern 5-kg-Barren großer Beliebtheit. Aufgrund des relativ niedrigen Materialpreises kam es bei den Barren bis 100 g zu vielen Auftragsprägungen (von Firmen, Städten, Vereinen, etc.), bei denen auf der Unterseite ein Motiv aufgeprägt wurde. Da es für solche Motivbarren (analog Goldbarren) keine Statistiken oder einen florierenden Markt gab und gibt, fallen Rückkäufe meist dem Schmelztiegel zum Opfer. Die Feinheit betrug grundsätzlich "999".

Platin- und Palladiumbarren mit einer Feinheit von jeweils "999.5" wurden bis 100 g in geprägter Form hergestellt. Im Gegensatz zu Barren in Gold und Silber wurden Einheiten über 100 g nicht gegossen, sondern aus einem Blech ausgestanzt. Analog der Gold- und Silberversionen waren auch diese Barren alle mit dem Firmennamen, dem Logo, der Bezeichnung "Feinplatin" bzw. "Feinpalladium", der Feinheit, einer Gewichtsangabe und teils mit einer Seriennummer versehen.

Die Marke "Degussa" ist in Deutschland sehr bekannt und weit verbreitet. Ob die "alten" bis 2005 oder die "neuen" ab 2011 hergestellten Edelmetallbarren mit dem Degussa-Logo - beide Barren eignen sich für die Edelmetallinvestition und erfüllen alle nationalen und internationalen Standards. Zu unterscheiden sind die Barren am schweizerischen Prägestempel "CHI Essayeur Fondeur", der nur auf den "neuen" Degussabarren zu finden ist.
Barrenproduzent, Deutschland


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