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Wo kaufen?

Wer Edelmetalle in Münz- oder Barrenform erwerben möchte, wird in den allermeisten Fällen sehr schnell feststellen, daß dies nicht ganz einfach ist. Von einem flächendeckenden Händlernetz kann keine Rede sein. Aber, und das ist wirklich Positiv, ganz langsam kommt Schwung in die Bude...

 

... bei Banken

Die größten Umsätze mit Barren und Münzen finden vermutlich immer noch bei Banken & Sparkassen statt. Und das, obwohl der Edelmetallhandel zwischenzeitlich für die allermeisten Banken zum unliebsamen Stiefmütterchen verkommen ist. Geschultes Fachpersonal und eine entsprechende Auswahl an Münzen und Barren findet man immer seltener vor. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Allerdings eine solche Bankfiliale zu finden, ist relativ schwierig, denn nicht der Bankname, die Art der Filiale oder die Größe der Stadt sind entscheidend. Oft ist das persönliche Engeament eines Bankangestellten oder dessen Vorgesetzten verantwortlich, ob eine Bank diesen Service für Kunden anbietet. Im übrigen sind die vielfach anzutreffenden Vitrinen mit Münzen (nur Attrappen), Preisaushänge oder sonstige Dekorationen kein Indiz dafür.

Da die allermeisten Banken keine Bestände vorrätig haben, müssen diese erst in ihrer Zentrale bestellt werden. Es vergehen daher ein paar Tage bis das Edelmetall geliefert wird. Für den Käufer kann diese Wartezeit preisliche Auswirkungen haben. Die Bestimmung der Verkaufspreises schwankt von Bank zu Bank. Bei der einen Bank ist der Abrechnungskurs des Bestelltages entscheidend, bei der anderen zählt der in Rechnung gestellte Kurs der Zentrale, von wo sie das Edelmetall bezieht, bei einer Dritten ist es der Tag der Abholung.

Wie bereits erwähnt, greift immer mehr die Unsitte um sich, daß nur noch an eigene Bankkunden per Kontoabbuchung (= Registrierung) geliefert wird oder mittels einer zusätzlichen Gebühr Anleger abgeschreckt werden sollen. Kleinere Kundenaufträge werden gesammelt, da oft ein Mindestbestellwert erforderlich ist. Wer dies umgehen will und zudem seine Anonymität waren möchte, dem bleibt nichts anders übrig, als die nächste Bank aufzusuchen. Eine Auflistung von Banken und anderen Anbietern befinden sich auf der Seite "Anbieter von Edelmetallen.

 

... beim Edelmetallhändler

Reine Edelmetallhändler, die sich ausschließlich auf den An-/Verkauf von Edelmetallmünzen und Barren spezialisiert haben, können mit der Lupe gesucht werden. Als einzigste derzeit uns bekannte Firma ist pro aurum in München und Berlin. Die Zentrale in München befindet sich in einer ehemaligen Bankfiliale und beliefert sowohl institutielle als auch private Kundschaft. Neben der Fachkunde und einer seriösen Beratung sind Bestände für Ottonormalbürger ausreichend vorhanden. Größere Voluminas stellen kein Problem dar und werden direkt über die Prägeanstalten oder Barrenproduzenten geordert. Für diejenigen, die nur zu einem bestimmten Preis kaufen wollen, bietet die Firma einen Limitkauf (analog Börsenhandel) an. Wer Exoten, wie Palladium, Granulat, 5 kg oder gar 30 kg Silberbarren sucht wird bei diesem Händler fündig. Generell kann die Ware in der Filiale erworben und mitgenommen werden, es besteht aber auch die Möglichkeit des Versendens.

 

... bei spezialisierten Händler

Anbieter, die sich auf bestimmte Metallsorten oder Münzen spezialisiert haben, beliefern vornehmlich den Privatanleger. Einige dieser Händler praktizieren den Münzhandel als zweites Standbein, als Nebenerwerb oder als Internethandel. Obwohl in einigen Fällen die Verkaufsräume fehlen und so Kosten gespart werden, schlägt sich dieser Preisvorteil in aller Regel nicht auf die Verkaufspreise nieder. Keine Verkaufsräume bedeuten aber auch, daß die Bestellungen ausschließlich per Versand erfolgen und das der Käufer somit die Ware weder auf Vollständigkeit, noch auf Qualität überprüfen kann. Zudem sind die meisten Anbieter erst seit einigen Monaten aktiv. Eine Auflistung von Anbietern befinden sich auf der Seite "Anbieter von Edelmetallen".

Noch eine aktuelle Anmerkung: Generell müssen Händler, die langfristig und erfolgreich am Markt agieren wollen, neben den Logistik-, Lagerungs-, Versicherungs- und Preisabsicherungsfragen vor allem auch ein finanzielles Rückrat aufweisen. Sind diese Eigenschaften erfüllt, besteht in aller Regel kein Widerspruch zwischen aktueller Preisliste und sofortiger Lieferfähigkeit. Das andere Extrem sind jene Händler, die ihre Stärken in der Preisbildung und im vermitteln der angeblich vorrätigen Ware haben, jedoch erst das Geld des Kunden benötigen, um die eigentliche Ware selbst einkaufen zu können. Der Besteller erhält die Ware meist nach 1-2 Wochen, anstatt nach 1-2 Tagen. Da jeder Kauf per Versand auf einem Vertrauensverhältnis basiert, sollte der Interessent bereits im Vorfeld den Anbieter genausten prüfen und im Zweifelsfall eine kleinere Testbestellung vornehmen. Der fairer halber anzumerken wäre noch, daß es auch zu begründeten Lieferengpässe bei Neuware (seitens der Prägeanstalten/Barrenproduzenten) kommen kann, die ihnen ein seriöser Anbieter umgehend mitteilt.

 

... beim Münzhändler

Jeder Händler, so auch ein Münzhändler lebt von der Spanne zwischen An- & Verkauf. Bei der Preiskalkulation einer Sammlermünze ist der Materialwert zweitrangig. Die täglichen Schwankungen des Metallpreises wirken sich auf die Sammlermünze wenig aus, es sei denn, er steigt stark an. Die Spanne zwischen An- & Verkaufspreis einer 1 oz Goldmünze beträgt in aller Regel 5-10% und liegt damit deutlich unter der von Sammlermünzen. In Abhängigkeit von Edelmetall- und Währungsschwankungen kann ein Händler schnell in die Verlustzone kommen. Da die Käufer von Anlagemünzen (noch) eine Minderheit darstellen, haben die allermeisten Händler kein allzu großes Interesse an diesem risikobehafteten Umsatz.

Dennoch lohnt der sich Weg zum Münzhändler, besonders für diejenigen, die regelmäßig Monat für Monat ein paar Teuro's investieren möchten, hat er doch meist ein paar Stücke - auch für den kleinen Geldbeutel - vorrätig. Wer neben 1 oz Stücken und größeren Barren gern auch in ein paar kleinere Einheiten investieren möchte, findet bei einem Münzhändler vor allem historische Münzen, wie z.B. 20 Goldmark, 5 Reichsmark oder dem Maria-Theresien-Taler. Mit etwas Geschick kann der Preis ausgehandelt oder ein Wunschzettel in Auftrag gegeben werden.

Auf der Seite "Anbieter von Edelmetallen" sind ein paar Münzhändler aufgeführt, weitere findet man im Internet, Telefon- und Branchenbüchern.

 

... per Anzeigen und auf Flohmärkten

Der Kauf von Münzen und Barren über Anzeigen in Zeitungen und in Münzzeitschriften, aber auch auf Flohmärkten sind zwei weitere Möglichkeiten, um an begehrte Stücke zu gelangen. Beide Varianten eignet ich nur für denjenigen, der es nicht eilig hat und den Kauf mit einem Erlebnis verbinden möchte. In Anzeigen werden Einzelstücke bis hin zu ganzen Sammlungen angeboten. Die Gründe der Verkäufer sind sehr unterschiedlich und reichen von Erbstücken bis zu Notverkäufen. Für den Käufer unabdingbar sind detaillierte Kenntnisse des Marktsegments, Ausdauer und eine gewisse Flexibilität. Natürlich können auch Such-Anzeigen aufgegeben werden.

 

... mittels Online-Auktionen (ebay & Co)

Besonders beliebt sind in letzter Zeit Onlineversteigerungen per Mausklick. Allzu große Schnäppchen, wie bei einigen anderen Produkten, sind kaum zu erwarten. Dafür sorgt schon der Verkäufer! Der Käufer zahlt zudem zum ersteigerten Wert Gebühren und die Versandkosten. Wer dann noch rechnen möchte, stellt meist fest, daß ein Gang zum nächsten Münzhändler oder einer Bank nicht teuer gekommen wäre. Zudem trägt der Käufer das Risiko einem Betrüger auf den Leim zu gehen und den Zustand der Ware nicht zu kennen. Ein sehr schlechtes Chance- & Risikoverhältnis!

Zudem sollte jedem Ebay-Fan klar sein, besonders wenn es sich um ein US-Internet-Unternehmen handelt, daß seine Daten und sein Kaufverhalten in den USA gespeichert werden. Das diese simplen Daten auch ganz andere Dinge bewirken können, verdeutlicht dieses Beispiel aus dem Jahre 2003 (!). Und wem dies noch nicht reicht, sollte wissen, daß in dem freisten Land der Welt der Goldbesitz 40 Jahre (!) lang bis Anfang der 70er Jahre verboten war. Im Jahr 2004 waren alle US-Silbermünzen mit Strafzöllen belegt...

 

... auf Versteigerungen

Bei offiziellen Versteigerungen (z.B. vom Zoll, Finanzamt, Münzhändlern) ist das Chance-/Risikoverhältnis wesentlich besser. Zudem kommen oft ganze Sammlungen unter den Hammer, die auch größere Geldbeutel leeren können. Diese Art des Kaufs setzt gewisse Fachkenntnis und Flexibilität voraus, die bereits beim Termin der Versteigerung beginnt. Oftmals sind bei Auktionen und Versteigerungen noch weitere Kosten fällig (z.B. Gebühr für Auktionskatalog, Eintritt, sowie beim Ersteigern die Auktionator-Kosten und die MWSt.). Prüfen und rechnen sollte jeder in der Schule gelernt haben...

 

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