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Dirk Müller über Crashgefahr in DAX und Dow Jones, Gold, US-Wahl

Gold hat Federn lassen müssen. Die Goldpreisrallye ist vorbei. An den Terminmärkten positionieren sich die Spekulanten gegen Gold. Überschriften wie diese waren in den vergangenen Tagen häufig zu lesen. Dirk Müller, auch bekannt als "Mister Dax", stellt im Gespräch mit pro aurum TV klar, was er davon hält - nämlich nichts:

"Ich bleibe ruhig. Mir ist vollkommen egal, was der Goldpreis macht. Denn diese kurzfristigen Schwankungen haben mit dem realen Wert des Goldes nichts zu tun", unterstreicht Dirk Müller und verweist auf Gold als ewige Währung. "Wir haben eine Geldflut ohnegleichen und eine hohe Inflationserwartung. Dagegen muss man sich schützen", warnt Müller und empfiehlt, dass Anleger nicht zu sehr auf den tagesaktuellen Kurs fixiert sein, sondern sich stattdessen fragen sollten: "Habe ich Gold oder nicht?“

Das Corona-Szenario des Investment-Experten fällt dramatisch aus: "Leider entwickelt es sich exakt, wie ich es befürchtet habe. Verglichen mit einem Hurrikan, sehen wir gerade das Auge des Sturms. Wir glauben, den Sturm überstanden zu haben, doch hinter uns braut sich die zweite Front des Hurrikans zusammen." Es ist aus Sicht von Dirk Müller absehbar, dass es im Herbst und Winter zu dramatischen Entwicklungen kommen wird. Im Sommer hätten viele Menschen Kontakt mit dem Virus durch die Lockerungen und Öffnungen im öffentlichen Leben gehabt. "Ich bin sicher, dass es neue Einschränkungen mit Konsequenzen für die Wirtschaft geben wird", resümiert Dirk Müller.

Die Vorhersage des früheren Aktienhändlers, der als Gesicht der Frankfurter Börse bekannt wurde, dürfte auch drastische Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Diese sollte ursprünglich, so die bisherigen Prognosen, deutlich weniger stark einbrechen als erwartet. Doch Dirk Müller stellt klar: "Die deutsche Wirtschaft ist alles andere als strapazierfähig. Wir schauen einfach nicht hin. Der Einbruch durch Corona ist schlimmer als 2008 und 2009."

Er verweist darauf, dass die Prognosen inzwischen wieder nach unten revidiert würden. Zudem wurde die Insolvenzpflicht bis Ende September außer Kraft gesetzt und Millionen Menschen seien in Kurzarbeit: "Wir setzen alle Regeln außer Kraft. Wir befinden uns in einer Notmaßnahmensituation, die aber irgendwann enden muss", stellt Dirk Müller klar. Er rechnet mit einer Pleitewelle spätestens im nächsten Jahr in Deutschland.




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am 02.10.2020,
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