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Dirk Müller über Aktien, Gold, Zinsen, Inflation

Lange Zeit war die Inflation kein ernstzunehmendes Thema, inzwischen liegt die Teuerungsrate jedoch in den USA bereits bei vier bis fünf Prozent. Während viele Marktbeobachter davon ausgehen, dass diese hohe Inflationsrate nur vorübergehend sei, trifft "Mister Dax" alias Dirk Müller eine andere Prognose: Der Investment-Experte erwartet eine dramatische und langfristig stabile Entwicklung hin zu deutlich höheren Inflationsraten.

Dirk Müller bezeichnet im Gespräch mit pro aurum TV das Comeback der Aktienmärkte in den vergangenen Monaten als absolut verrückte Entwicklung und weist darauf hin, dass die herkömmlichen Marktkräfte längst außer Kraft gesetzt seien. Er spricht von einer Irrationalität der Märkte, die von großen Spielern manipuliert seien. Laut Dirk Müller ist es unmöglich, mit klassischen Analysemethoden solide Anlageentscheidungen zu treffen.

Stattdessen müsse man vorhersehen, was im Interesse derjenigen liegt, die mit massiven Finanzressourcen die Märkte in die gewünschte Richtung bewegen. Hierbei hat Dirk Müller neben internationalen Finanzkonglomeraten auch Regierungen und Notenbanken im Blick. Dirk Müller warnt: "Für den privaten Anleger ist es unkalkulierbar, wohin die Reise geht. Man muss mit allem rechnen."

Für die Aktienmärkte blickt Dirk Müller mit gemischten Gefühlen auf mögliche Chancen und Gefahren. Die Delta-Variante des Corona-Virus werde für neue Unsicherheit sorgen, neuerliche Kontaktbeschränkungen inklusive. Für die Wirtschaft werde dies zusätzliche Belastungen mit sich bringen - vor allem der Mittelstand werde durch die Corona-Krise massiv in Schieflage gebracht. Freuen könnten sich dagegen große Internetkonzerne, die ihre Steuern allerdings nicht in Deutschland zahlen. Dirk Müller warnt vor einem "stillen Sterben" des Mittelstands mit vielen Pleiten.

Im Gespräch mit pro aurum TV geht Dirk Müller auf einen besonders kritischen Aspekt der Notenbankpolitik ein. So seien die Nutznießer der negativen Realzinsen vor allem diejenigen, die Schulden haben. Sie können sich bequem im Laufe der Zeit entschulden, weil ihr Schuldenstand an Wert verliert. Und weil in erster Linie die Staaten der Welt verschuldet sind, ist der aktuelle Trend hin zu einer noch stärkeren Geldentwertung ganz im Sinne der Regierungen.

Die Leidtragenden sind jedoch diejenigen, die Geld besitzen - also beispielsweise viele Millionen Sparer hierzulande. In diesem Zusammenhang geht Dirk Müller auch auf Gold als Anlageklasse ein. "Mr. Dax" gilt seit Jahren als großer Fan von Edelmetallen.




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am 24.06.2021,
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