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Philippinische Zentralbank erwägt Reduzierung ihrer Goldbestände

31.10.2025  |  Redaktion

Benjamin Diokno, Mitglied des Währungsausschusses der philippinischen Zentralbank (Bangko Sentral ng Pilipinas, BSP), zufolge erwägt die Zentralbank den Verkauf eines Teils ihrer "übermäßigen" Goldreserven. Gold macht derzeit etwa 13% der Brutto-Währungsreserven der BSP aus und liegt damit über dem idealen Bereich von acht bis zwölf Prozent, so Diokno laut einem Bericht von Gulf News.

Da Gold dieses Jahr mit fast 4.400 $ pro Unze ein Rekordhoch erreicht hat, schlug Diokno vor, dass es für die BSP ein guter Zeitpunkt sein könnte, Gewinne mitzunehmen. Schließlich werde erwartet, dass der Preis des Edelmetalls aufgrund der nachlassenden Nachfrage nach sicheren Anlagen wieder sinken wird.

Während Gold in diesem Jahr um mehr als 50 % gestiegen ist, ist es kürzlich unter 4.000 $ gefallen, da geopolitische Entwicklungen wie die Fortschritte bei einem Handelsabkommen zwischen den USA und China die Nachfrage nach dem Edelmetall verringert haben.

Diokno betonte, dass die Goldkäufe der Zentralbank, die zu einem Preis von rund 2.000 $ pro Unze getätigt wurden, erhebliche Gewinne erzielt hätten. Die BSP könnte einen Verkauf in Betracht ziehen, um Verluste zu vermeiden, falls die Preise weiter fallen sollten.

Dennoch wird bei der BSP intern darüber debattiert, ob mehr Gold erworben oder die aktuellen Gewinne genutzt werden sollten. Der BSP-Chef Eli Remolona ist der Meinung, dass Gold zwar keine optimale Investition ist, wenn man die durchschnittlichen Renditen betrachtet, in einem breit gefächerten Portfolio jedoch eine gute Absicherung darstellt. Die Zentralbank hat Schritte unternommen, um ihre Devisenreserven zu diversifizieren, und plant, neben ihren US-Dollar-Vermögenswerten auch mehr Euro zu halten.


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