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US-Notenbank & Derivate: Wie Komplexität Unehrlichkeit verschleiert

21.11.2025  |  Matt Piepenburg

Öffentliche Interviews beende ich häufig mit folgender Empfehlung: Anleger, die sich in einem zunehmend komplexen, verzerrten und mit Fallstricken übersäten wirtschaftlichen Umfeld bewegen, sollten sich darauf konzentrieren, informiert zu sein, anstatt emotional zu reagieren.


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Mit anderen Worten: Fakten, Zyklen und Muster sind wichtig – gerade wenn es um die Geschichte der Schuldenzyklen, die ansonsten "langweiligen" Anleihemarkt-Dynamiken oder die ignorierten Muster der Zentralisierung geht, die immer mit bankrotten Finanzsystemen einher geht. Informiert sein schafft Klarheit, emotional sein schafft Angst.

Und Klarheit ist sowohl mächtig als auch kostenlos.

In einer Welt, in der die unsichtbare Steuer falsch ausgewiesener Inflationsquoten tagtäglich für Machtverlust sorgt (d.h. offener Diebstahl des Staats mittels versteckter, aber vorsätzlicher Abwertung der Fiat-Währung, um kriminell fahrlässige Schuldenstände auf Ihre Kosten wegzuinflationieren), muss man keine Millionen haben, um sich handlungsfähiger zu fühlen.

Die Grundidee unseres Unternehmens – Vermögenserhaltung durch echtes Geld (d.h. Edelmetalle) – basiert auf einem solchen informierten Denken.


Der eigenen Urteilskraft trauen

Das bedeutet natürlich nicht, dass informiert sein mit blinder Konformität mit anderen informierten Standpunkten – unseren oder denen anderer – gleichzusetzen ist.

Ich debattiere z. B. gerne über den US-Dollar / Dollar-Index mit Leuten wie Brent Johnson oder Henrik Zeberg, eben weil es hier informierte Meinungsverschiedenheiten gibt.

Am Ende sind wir uns trotzdem alle einig, dass Gold eine übergeordnete Rolle bei der Erhaltung von wirklichem Vermögen gegenüber Papiervermögen spielen wird. Gold ist heute, wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe, ein fast schon zu klarer Fall


Wir alle sehen die Risse

Noch wichtiger ist: Solche informierten Meinungen führen zu besseren Strategien und Gesprächen im Kontext einer wirtschaftlichen und geopolitischen Gemengelage, die, darin dürften sich die meisten von uns (links oder rechts, reich oder arm, schwarz oder weiß, BTC- oder Goldbugs) einig sein, zunehmend verzerrt, gefährlich und, nun ja, schlichtweg korrupt ist.

Diese Korruption ist das direkte und objektive Ergebnis vorsätzlicher Misswirtschaft, Komplexität und Unehrlichkeit, die unser globales Finanzsystem grundlegend bestimmen, welches auf eine vierte Wende (fourth turning) zusteuert, deren massive, aber noch nicht vollständig bekannte Risiken und Folgen sich mit jeder weiteren Schlagzeile offenbaren.


Welche Komplexität? Welche Unehrlichkeit?

Doch was genau meine ich mit vorsätzlicher Komplexität und Unehrlichkeit?

Wie wir im Folgenden sehen werden, stammen die eindeutigsten Signale aus den laufenden Fallstudien zu 1.) der gar nicht so föderalen "Federal Reserve" und 2.) dem ebenso grotesken Monster, das offensichtlich sein Unwesen treibt – dem globalen Derivatemarkt.

Bevor wir auf diese beiden Beispiele zu sprechen kommen, möchte ich noch davor warnen, dass auch "Informiertheit" seinen Preis hat – typischerweise in Form schwerer Desillusionierung, da die Informierten in der Regel eine Minderheit bilden.


Schwindende Gesetze, schwindende Konzepte

Auch ich kenne jede Menge Anwaltswitze, doch von allem, was ich studiert habe (von Platon bis Dalio), kommt nichts an das erste Jahr meines Jurastudiums heran.

Und ja, es sind gerade die Anwälte, die es einem leicht machen, über das Gesetz zu lachen.

Doch in den hübschen Idealen, die ein juristischer Lehrplan im ersten Studienjahr liefert, spiegeln sich auch die Struktur und die Mechanismen unserer Gesellschaft wider.

So gibt das Verfassungsrecht einer freien Gesellschaft einen institutionellen Rahmen. Das Strafrecht ehrt, zumindest in der Theorie, die Gerechtigkeit und bestraft diejenigen, die diese missbrauchen. Damit dieses System funktioniert, braucht es zudem das Zivilprozessrecht. Nicht weniger wichtig für freie Bürger ist die Möglichkeit, Zugehörigkeit zu regeln – z.B. das Eigentumsrecht.

Schließlich müssen wir, und das ist nicht minder wichtig, daran glauben und uns gewiss sein, dass alle Bürger, von den Regierten bis zu den Regierenden – von Wall Street bis Main Street – diesen Vereinbarungen nachkommen und ihre Versprechen halten. Womit wir beim Vertragsrecht wären.

Doch leider, und ich meine wirklich leider, müssen wir mit ansehen, wie diese Grundprinzipien, die unseren strukturellen und gesellschaftlichen Rechtsrahmen grundlegend prägen, sich vor unseren geschlossen Augen wie Fiat-Dollars auflösen.

Wie kommt das?

Kehren wir dazu zu unseren heutigen Fallstudien zurück – die Federal Reserve und die globalen Derivatemärkte.


Erstens: Die Federal Reserve

Über die Federal Reserve habe ich bis zum Gehtnichtmehr geschrieben (hier, hier und auch da) und werde ihre zahlreichen Sünden nicht erneut aufzählen.

Konzentrieren wir uns stattdessen auf den ganz normalen Wahnsinn und halten fest, wie unser Staat seinen konstitutionellen Vertrag mit den eigenen Staatsbürgern gebrochen hat, ohne je für seinen clever durchdachten Diebstahl / seine Verbrechen einstehen zu müssen.

Im Jahr 1913 überzeugte eine konspirative Gruppe privater Bankiers Woodrow Wilson davon, die Federal Reserve zu legalisieren, welche bis heute ihren Sitz in der Constitution Avenue hat und objektiv betrachtet weder "staatlich-föderal" noch eine "Reserve" ist und auch nicht im Entferntesten der Verfassung entspricht.



Dennoch versteht fast niemand, was sie tut, wie sie funktioniert oder was sie zerstört.


Wie die US-Notenbank funktioniert…

Einfach und objektiv formuliert, handelt es sich bei der US-Notenbank um eine Privatbank, zu der von Richmond bis Boston 12 regionale Federal Reserve Banks gehören.

Jene Reservebanken, die von einem Direktorium verwaltet werden, sind private Unternehmen; ihre Aktionäre sind jene systemrelevanten Geschäftsbanken, die Sie, lieber Leser, 2008 mitgerettet haben.

Als Anteilseigner der Federal Reserve sind diese Privatbanken (Morgan Stanley, JP Morgan, Goldman Sachs etc.) und deren nicht gewählte CIOs praktisch Eigentümer dieser US-Notenbank, von der sie jedes Jahr eine Dividende von 6% erhalten. Auch das ist nicht wirklich "staatlich-föderal", oder? Aber es wird noch verrückter.


Wie die US-Notenbank stiehlt…

Wer tatsächlich noch einen Dollarschein findet, wird feststellen, dass ganz oben am Rand des verblassenden Papiers "Federal Reserve Note" steht. "Note" bedeutet hier nur, dass der US-Dollar ein Zahlungsversprechen ist; sprich, es handelt sich dabei um einen Kredit. Um einen Schuldschein, ein Schuldeninstrument. Er ist nicht mehr durch etwas Reales gedeckt – er ist lediglich das (gebrochene) Versprechen, ein Wertspeicher zu sein.

1913 gewährte Präsident Wilson, als Führer und Treuhänder aller US-Bürger, dieser Privatbank die Befugnis, so viele dieser US-Dollar zu erzeugen, wie sie wollte. Und genau das tut die Federal Reserve.

Doch wie gewinnt / erzeugt die Federal Reserve diese US-Dollars? Buchstäblich aus dem Nichts. Das Geld wird per Mausklick erschaffen, über einen Computer im Eccles Building. Ja! Wirklich!

Die Fed leiht diese magischen Dollar dann (über "Offenmarktgeschäfte") an das US-Finanzministerium, um die ständig wachsenden Defizite von Uncle Sam zu bezahlen. Wir, die Steuerzahler, zahlen der Fed dann die Zinsen für diese erzeugten / geliehenen US-Dollars (sprich, ein erzwungener Gewinn).

Doch hier kommt der Haken und die Frage, die in Bildungseinrichtungen – vom Sozialkundeunterricht in der High School bis hin zu den MBA-Programmen in Wharton – nie gestellt wird: Wem schuldet dann die Fed Geld?

Die Antwort lautet: Niemandem. Die Federal Reserve, die die Macht hat, unbegrenzte Dollarmengen zu erzeugen, die sie dann gegen Zinszahlungen (d. h. Gewinn) an sich selbst verleiht, ist niemandem verpflichtet. Es handelt sich um eine private Verschwörung, die kostenlos Profite erzielt und gleichzeitig den Greenback entwertet.

Die unbefleckte Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 wird somit zu Startpunkt des größten Vermögenstransfers und Machtwechsels in der Geschichte unserer heute rechtlich entmachteten Nation, denn 1913 übertrugen die USA einer Privatbank ihre einst per Verfassung zugestandene Befugnis (Artikel 1, Abschnitt 8), das Geld der Nation zu schöpfen und zu kontrollieren.

Oder um Dire Straits falsch zu zitieren: Die Fed bekommt "money for nothing and power for free".

Unterdessen hat derselbe US-Dollar seit 1971 ganze 99% seiner Kaufkraft verloren – gemessen an jenem Gold, das laut dem einstigen Versprechen (1787) unserer inzwischen entwürdigten Verfassung – den Bürger schützen sollte.

Dies ist eine gesetzgeberische Straftat, der unser Strafrecht nichts entgegengesetzt hat…


Zweitens: Die globalen Derivatemärkte

Apropos kriminelle Handlungen und gebrochene Verträge: Wer die Grundlagen von Derivat-"Verträgen" (d. h. Futures-, Forward- und Swap-Kontrakten) versteht, wird sowohl wütend als auch verängstigt sein.

"Derivate" leiten sich, wie der Wortursprung nahelegt, von einem Basiswert ab und sind im Grund genommen nichts anderes als hochgradig gehebelte Papierverträge, die Institutionen theoretisch zur Absicherung von Risiken einsetzen.

In der Praxis sind sie jedoch nichts anderes als Wettinstrumente mit massiver Hebelwirkung, von denen Banken profitieren, solange Liquidität und Märkte stabil sind. Kommen Liquidität und Märkte aber ins Stottern, können sie ganze Wirtschaften zerstören.

Wer noch mehr Details und Schauder möchte: Ich habe bereits hier und hier über die absurden mathematischen Verhältnisse, Gefahren und Verbrechen dieser absichtlich komplex gestalteten Instrumente geschrieben.

Doch verkomplizieren wir das Komplexe an dieser Stelle nicht.


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Seit 20 Jahren empfehlen wir aus Vermögensschutzgründen Anlagen in Gold und Silber. Aus unserer Sicht
gab es nie eine Zeit, in der Edelmetalleigentum relevanter und zwingender notwendig war als heute.

Matthew Piepenburg, Handelsdirektor der Matterhorn Asset Management AG
Matthew Piepenburg, Handelsdirektor der VON GREYERZ AG

„Unserer aktuellen politischen und finanziellen Landschaft mangelt es gefährlich an Offenheit und ehrlichem Realismus in Bezug auf untragbare Schuldenstände und gescheiterte Geldpolitiken. Angesichts dieser historischen und globalen Schuldenkrise sind und bleiben bewusste Währungsabwertungen und pro-inflationäre Maßnahmen die neue Norm, trotz gegenteiliger offizieller Erklärungen. In einem so offen verzerrten Hintergrund fungiert Gold als Versicherung für offen sterbende Währungen.“


Hochsicherheitstresoranlagen in den Schweizer Alpen, in Zürich, in Singapur und in Dubai.







Erinnern Sie sich noch an 2008?

Die meisten von uns werden sich z.B. an die Schlagzeilen über die Investmentbank Lehman Brothers von 2008 erinnern. Die Bank teilte den Märkten mit, sie habe eine saubere Bilanz, in der sich Aktiva und Passiva mit je 600 Mrd. US-Dollar gegenüberstünden.

Was Lehman jedoch nicht sagte: In der Bilanz befanden sich auch gehebelte Wetten (d.h. Derivatekontrakte), die sich hauptsächlich auf Subprime-Hypotheken bezogen. Mit ihren Wetten auf Hypothekenpools (also Assets), die die Bank selbst nie besaß, mit denen sie aber auf Hebel zockte, hatte Lehman Brothers tatsächlich eine Risikoposition im Umfang von 35 Billionen US-Dollar angehäuft (schick auch als "nominales Risiko" umschrieben).

Aber hey, kein Grund zur Sorge. Hypotheken fallen doch nie aus, oder?

Doch als die Wetten auf den Basiswert schließlich aus dem Ruder liefen, konnte Lehman nur noch als Leiche vom Wall-Street-Schlachtfeld getragen werden.

Traurig? Nein, tragisch. Warum? Weil alle anderen Wall-Street-Banken und -Fonds mitschuldige Gegenparteien des Lehman-Geschäftsmodells waren. Das heißt: Sobald ein Dominostein stürzte, fielen auch die anderen – von AIG bis Citi.

Die Krise griff auf die ganze Welt über, und als sich der Staub gelegt hatte, waren über 25 Billionen Dollar an Rettungsgeldern (über TARP, von der US-Notenbank sowie anderen globalen Zentralbanken) erforderlich, um einen globalen Zusammenbruch der über 60 Billionen US-Dollar schweren globalen (und hochkomplexen) nominellen Derivatepositionen zu verhindern.

Puh!


Lektion nicht gelernt…

Dem Markt dürfte 2008 also eine heftige Lektion erteilt worden sein, oder etwa nicht?

Schließlich trat der Dodd-Frank-Act in Kraft – ein Gesetzeskatalog, der für mehr Transparenz und die Schaffung zentraler Clearing-Stellen sorgen sollte, damit solche Hebel-Zeitbomben das Finanzsystem nie wieder gefährden könnten, richtig?

Falsch. Wie der Blick ins Jahr 2025 zeigt, ist der Nominalwert des globalen Derivatemarktes von 60 Billionen US-Dollar im Jahr 2008 inzwischen auf über 600 Billionen US-Dollar gestiegen.

Lesen Sie den letzten Satz noch einmal.

Der Umfang der offenen Risikopositionen – 600 Billionen US-Dollar – entspricht dem Sechsfachen der globalen Wirtschaftsleistung! Wenn bei nur 5% dieses gehebelten Marktes etwas schief geht, wären 30 Billionen US-Dollar fällig – mehr als während der Krise von 2008 und weit mehr, als sich die Zentralbanken heute leisten könnten.


Das Bankenrisiko, das niemand sieht

Es wird noch verrückter: Genau jene Banken, die sich 2008 diesem Derivate-Wahnsinn ausgesetzt hatten, haben ihre Derivate-Wetten inzwischen exponentiell (um das Zehnfache) erhöht, und zwar derartig konzentriert, dass es schier unglaublich ist und förmlich nach Risiko schreit. Was aber fast niemand hört oder sieht.

Heute tragen nur vier Banken (JP Morgan, Citi, BofA und Goldman) 90% des globalen Derivate-Risikos. JP Morgan hat ein nominelles Derivate-Risiko von 54 Billionen US-Dollar bei einem Gesamtvermögen von nur 3,7 Billionen US-Dollar und einem Eigenkapital von 300 Milliarden US-Dollar.

Auf Citi lastet ein nominelles Derivate-Risiko von 48 Billionen US-Dollar bei einem Gesamtvermögen von 2,4 Billionen US-Dollar und einem Eigenkapital von 200 Milliarden US-Dollar. Goldman wiederum hat ein nominelles Risiko von 47 Billionen US-Dollar bei einem Gesamtvermögen von 1,6 Billionen US-Dollar und einem Eigenkapital von 120 Milliarden US-Dollar, während die BofA ein Derivate-Risiko von 37 Billionen US-Dollar eingeht, bei einem Gesamtvermögen von 3,1 Billionen US-Dollar und einem Eigenkapital von 280 Milliarden US-Dollar.

Leute, das ist Wahnsinn, den jeder sehen kann und niemand sieht.


Nie war das Risiko höher

Die Banken und die ökonomisch unbedarften Mitglieder des Repräsentanten-Hauses glauben jedoch, dass solche "versierten Akteure" schon wissen werden, wie man mit diesen Instrumenten Risiken absichert.

Genau das hatte schon Larry Summers gegenüber dem Kongress gesagt – Jahre bevor die besagten Akteure und deregulierten Derivate die Welt 2008 in die Knie zwangen.

Was heute nicht gesagt wird: Ebenjene Banken "sichern sich" (zocken) derzeit mit ihren konzentrierten Positionen in denselben Bereichen, auf Grundlage gleicher Signale und im Vertrauen auf "gute Zeiten" ab.

Das bedeutet: Sollten die Märkte einmal von liquiden und ruhigen Zeiten zu illiquiden und turbulenten Zeiten übergehen – man denke an Zins-Volatilität, den 600 Milliarden US-Dollar schweren Markt für hypothekenbesicherte Wertpapiere (CMBS), an einbrechende europäische Bankenaktien, Staatsbankrotte oder aber geopolitische "schwarze Schwäne" –, dann ist das heutige Risiko (die Unvermeidbarkeit) eines weiteren Derivate-Domino-Alptraums exponentiell höher als selbst im Jahr 2008 schon war.

Übrigens: Bei allen eben genannten Risiken / Auslösern einer potentiellen Derivate-Implosion zeichnen sich derzeit ignorierte, aber erschreckende Entwicklungen ab – angefangen bei den seit 2022 zu beobachtenden Signalen für Zinsvolatilität über die Zahl ausfallender Geschäftskredite und die Gerüchte über Credit-Suisse-ähnliche Zustände bei der Deutschen Bank bis hin zu Staatsanleihe-Risiken in Japan, China und sogar den USA…


Sorgen Sie selbst für Gerechtigkeit

Doch wo bleibt die Gerechtigkeit? Wo ist das Strafrecht und wo sind die Zivilverfahren, um jene gutgekleideten Zocker zu bestrafen, die sich als Banker ausgeben?

Wo sind die verfassungsrechtlichen Leitlinien, die die Regierten vor der mafiösen Zentralisierung (und Usurpation) unserer einst freien Märkte, unserer einst freien Gesellschaft und unserer einst idealistischen und hoffnungsvollen Nation durch eine neofeudale Minderheit / ein Monopol zentralisierter Konzernbildung schützen?

Einfacher formuliert: Wo sind die Gesetze und Ideale, die mir im ersten Jahr meines Jurastudiums beigebracht wurden, ungeachtet aller Anwaltswitze?

Vor derartiger Unehrlichkeit, die sich hinter absichtlicher Komplexität verbirgt, kann Gold mich und auch den Rest von uns natürlich nicht schützen. Es kann leider Gottes nicht alles leisten.

Zumindest beim Schutz vor Papiergeld, das weder von unseren Regierungen noch von der Verfassung respektiert wird, können wir allerdings das tun, was unsere heute ignorierte Verfassung ursprünglich empfohlen hatte: Unser Fiat-Toilettenpapier mit echtem Gold absichern.

Kurzum: Wir können und wir müssen in Betracht ziehen, unsere eigenen Zentralbanker zu werden und für uns selbst das zu tun, was die Federal Reserve für die Nation versäumt hat – nämlich unser eigenes Vermögen durch Gold zu decken, wie es Artikel 1, Abschnitt 8 vor Jahrhunderten angemahnt wurde…


© Matt Piepenburg
Kommerzdirektor bei VON GREYERZ AG



Hinweis Redaktion: Matt Piepenburg ist Vortragender unseres diesjährigen virtuell stattfindenden "Forum ONE"-Events. Ab dem 13./14. November werden die einzelnen Vorträge unserer Referenten online gestellt. Den Ablauf finden Sie auf https://forum-1.com.

Dieser Artikel wurde am 12. November 2025 auf vongreyerz.gold veröffentlicht.