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BIZ: Gold und Aktien befinden sich in einer Blase

11.12.2025  |  Redaktion

Obwohl Gold und der S&P 500 im Jahr 2025 stark gestiegen sind, warnt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) davor, dass sich beide möglicherweise in einer Blase befinden. Laut den BIZ-Analysten Giulio Cornelli, Marco Jacopo Lombardi und Andreas Schrimpf haben diese Vermögenswerte zum ersten Mal seit 50 Jahren gleichzeitig extreme Bewertungen erreicht und zeigen ein "explosives Verhalten", berichtet Kitco News.

Bislang ist der S&P 500 in diesem Jahr um über 16% gestiegen und notiert bei rund 6.850 Punkten. Gold hat sogar um mehr als 50% zugelegt und wurde zuletzt für über 4.200 $ pro Unze gehandelt. Beide Märkte haben mehrere Rekordhöhen erreicht, angetrieben durch ähnliche Faktoren, darunter eine deutlich gestiegene Beteiligung von Privatanlegern. Die BIZ stellt fest, dass Privatanleger in Blasenphasen oft die Preise in die Höhe treiben, angespornt durch den Medienrummel und FOMO (Angst, etwas zu verpassen).

Die Zuflüsse von Privatanlegern in Gold und Aktien stehen im Gegensatz zu institutionellen Investitionen, was laut dem Bericht zu Volatilität führen könnte. Während Privatanleger in Gold-ETFs und US-Aktien investiert haben, haben sich institutionelle Anleger zurückgezogen, was die Preisschwankungen möglicherweise verstärkt hat.

Trotz der Befürchtung einer Überbewertung sind die Analysten der Ansicht, dass die starken Fundamentaldaten von Gold – wie die Nachfrage der Zentralbanken und die zurückhaltende Politik der US-Notenbank – höhere Preise stützen werden. Es wird erwartet, dass die Zentralbanken bis Ende des Jahres 2025 rund 900 Tonnen Gold gekauft haben werden. Niedrigere Zinsen und schwächere Anleiherenditen könnten die Attraktivität von Gold weiter steigern.

Obwohl sowohl Gold als auch Aktien mit Blasenrisiken konfrontiert sind, deuten ihre starken Fundamentaldaten auf ein anhaltendes Aufwärtspotenzial hin – wenngleich die Volatilität dabei zunehmen könnte.


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